Der erste Satz des Grundgesetzes erklärt die Würde des Menschen für unantastbar. Die Erfahrungen vieler Kinder und Jugendlicher im Schulalltag erzählen jedoch oft eine andere Geschichte. Täglich erleben sie Ausgrenzung, Demütigung und Grenzverletzungen. Unbearbeitet sorgen diese Verletzungen für großes Leid und gesundheitsschädlichen Stress, der auch den Lernerfolg gefährdet.
Man kann diese Situation beklagen – oder demokratiepädagogisch nutzen.
Der Vortrag thematisiert, wie Kinder und Jugendliche ganz praktisch und anhand ihrer alltäglichen Konflikte die Rechte und Pflichten in unserer Demokratie kennenlernen. Gleichzeitig wird es darum gehen, welche Voraussetzungen gelingende Wertevermittlung braucht und warum diese Voraussetzungen in der heutigen Zeit oft schwer zu erfüllen sind.
Referent: Thomas Grüner Dipl.-Psychologe, HAKOMI-Therapeut, Supervisor Leiter und Mitbegründer des Präventionsprogramms Konflikt-KULTUR. Seit 1997 in der schulischen und außerschulischen Bildungs- und Erziehungsarbeit in Deutschland, Österreich und in der Schweiz tätig. Ausbilder für Mediation und Tat-Ausgleich. Mehrjährige Tätigkeit im Kinder- und Jugendschutz.