Das vollständige Studium Generale Programm im Sommersemester 2026...
Titel: Moral und Macht
Datum: 04.05.2026
Titel: "Wer bestimmt, was Kinder sollen?"
Thema: Was bedeutet es heute, Lehrer (oder auch: Eltern) zu sein – zwischen Bildungsauftrag, gesellschaftlichen Erwartungen und dem Anspruch auf Freiheit und Selbstbestimmung?
Dieser Vortrag wirft einen kritischen Blick auf Schule und Erziehung allgemein als Raum von Macht und möglicher Überwältigung, aber auch als Ort für echte Bildungserfahrungen und Freiheit.
Anhand persönlicher Erlebnisse und grundlegender Fragen erkundet der Vortrag die Spannungen zwischen Fremd- und Selbstbestimmung und zeigt, warum der häufig scheinbar absurde Beruf des Lehrers und Erziehers vielleicht genau deswegen sein Potenzial entfalten kann.
Referent: Herr Kaczamrek
Datum: 01.06. 2026
Titel: Wann ist der Mann - ein guter Mensch?
Vom schwierigen Umgang mit widersprüchlichen Rollenbildern
Viele Jungen wachsen heute in einem Spannungsfeld widersprüchlicher Erwartungen auf. Sie sollen stark sein, aber nicht dominant; sensibel, aber nicht schwach; selbstbewusst, aber nicht rücksichtslos; erfolgreich, aber nicht kalt. Alte Rollenbilder tragen nicht mehr selbstverständlich, neue sind oft noch unklar. Der Abend fragt deshalb nicht selbstmitleidig nach der verlorenen Stellung des Mannes und blickt auch nicht sehnsüchtig über die Schulter zurück auf unsere Großväter und die vermeintliche Sicherheit ihrer traditionellen Rollenbilder. Stattdessen richtet er den Blick selbstbewusst nach vorn und fragt ehrlich nach möglichen Lösungen: Wie entstehen gute männliche Rollenbilder? Wie können Jungen zu Männern werden, die Stärke mit Güte, Mut mit Selbstbegrenzung und Selbstbewusstsein mit Verantwortung verbinden?
Jungen brauchen Orientierung: Menschen, die ihnen zeigen, dass Männlichkeit nicht in Härte, Überlegenheit oder Gefühllosigkeit bestehen muss, sondern in Verantwortungsfähigkeit, Beziehungsfähigkeit und innerer Klarheit. Es geht um die Frage, wie aus Verunsicherung nicht Rückzug, Aggression oder Resignation wird, sondern Reifung.
Der Vortragsabend öffnet einen Raum für ein Gespräch, das weder anklagt noch leugnet. Die reale Geschichte patriarchaler Herrschaft, struktureller Ungleichheit und männlicher Gewalt wird nicht ausgeblendet. Es braucht neue positive Orientierungen: Bilder von Männlichkeit, in denen Stärke nicht Dominanz bedeutet, Selbstbewusstsein nicht Abwertung, Freiheit nicht Verantwortungslosigkeit und Verletzlichkeit nicht Schwäche.
Referenten: Prof. Dr. Philipp Thomas und Michael Orlowsky
Lehrende im Fach Philosophie / Ethik an der Pädagogischen Hochschule Weingarten
Datum: 06.07. 2026
Titel: "Konflikt Kultur"
Thema: Mutig zu Werten erziehen heißt heute mehr, als Regeln aufzustellen. Es bedeutet, junge Menschen in ihrer Selbstregulation zu stärken, Grenzen klar und wertschätzend zu setzen und Konflikte nicht zu verdrängen, sondern als Lernchancen zu begreifen.
Thomas Grüner, Diplom-Psychologe, Supervisor und Mitbegründer von Konflikt-KULTUR Freiburg, arbeitet seit 1997 in der schulischen und außerschulischen Bildungs- und Erziehungsarbeit. Mit Konflikt-KULTUR verbindet er Demokratiebildung, Prävention, Klassenführung, Wertevermittlung und Mobbingintervention zu einem Ansatz, der Schule als Ort sozialer und moralischer Bildung versteht. Der Vortrag lädt dazu ein, über Erziehung, Haltung und den Mut zur Werteorientierung neu nachzudenken.
Referent: Thomas Grüner
Diplom-Psychologe, Supervisor und Mitbegründer von Konflikt-KULTUR Freiburg
Neue Vortragsreihe: Moral und Macht
Datum: 01.06. 2026 Zeit: 18.15-19.45 Uhr Ort: PH Weingarten, Schlossbau (Raum S.1.19)
Titel: Wann ist der Mann - ein guter Mensch?
Vom schwierigen Umgang mit widersprüchlichen Rollenbildern
Viele Jungen wachsen heute in einem Spannungsfeld widersprüchlicher Erwartungen auf. Sie sollen stark sein, aber nicht dominant; sensibel, aber nicht schwach; selbstbewusst, aber nicht rücksichtslos; erfolgreich, aber nicht kalt. Alte Rollenbilder tragen nicht mehr selbstverständlich, neue sind oft noch unklar. Der Abend fragt deshalb nicht selbstmitleidig nach der verlorenen Stellung des Mannes und blickt auch nicht sehnsüchtig über die Schulter zurück auf unsere Großväter und die vermeintliche Sicherheit ihrer traditionellen Rollenbilder. Stattdessen richtet er den Blick selbstbewusst nach vorn und fragt ehrlich nach möglichen Lösungen: Wie entstehen gute männliche Rollenbilder? Wie können Jungen zu Männern werden, die Stärke mit Güte, Mut mit Selbstbegrenzung und Selbstbewusstsein mit Verantwortung verbinden?
Jungen brauchen Orientierung: Menschen, die ihnen zeigen, dass Männlichkeit nicht in Härte, Überlegenheit oder Gefühllosigkeit bestehen muss, sondern in Verantwortungsfähigkeit, Beziehungsfähigkeit und innerer Klarheit. Es geht um die Frage, wie aus Verunsicherung nicht Rückzug, Aggression oder Resignation wird, sondern Reifung.
Der Vortragsabend öffnet einen Raum für ein Gespräch, das weder anklagt noch leugnet. Die reale Geschichte patriarchaler Herrschaft, struktureller Ungleichheit und männlicher Gewalt wird nicht ausgeblendet. Es braucht neue positive Orientierungen: Bilder von Männlichkeit, in denen Stärke nicht Dominanz bedeutet, Selbstbewusstsein nicht Abwertung, Freiheit nicht Verantwortungslosigkeit und Verletzlichkeit nicht Schwäche.
Referenten: Prof. Dr. Philipp Thomas und Michael Orlowsky
Lehrende im Fach Philosophie / Ethik an der Pädagogischen Hochschule Weingarten
Leitung und Moderation

Veranstaltungen im Wintersemester 2024/ 2025
Themen
Seit 2008 bietet die PH Weingarten regelmäßige Veranstaltungen im Studium Generale an. Die Themen sind sehr vielfältig und reichen von Philosohpie und Ethik, über Geschichte und Gesellschaft, Kunst, Musik, Literatur und Sprache bis hin zu Berufs- oder Zukunftskompetenzen.
Vergangene Themen
2024/2025 „Markt Macht Moral"2024 „Herkunft - Zukunft"2023/2024 Zur Macht von Menschen- und Weltbildern2023 Orientierung in Erziehung und Bildung2022/2023 „Verstehen und Verständigung"2022 „Freiheit und Demokratiefähigkeit"2021/2022 „Kulturelle Welten und interkulturelle Missverständnisse"2021 „Kulturelle Bildung – interdisziplinär betrachtet"2020/2021 „Zukunfts-Bildung?"2019/2020 „Bildung in Vergangenheit und Gegenwart"2019 „Bildung. Ihre Bilder und Maßstäbe“2018/2019 „Digitalisierung in Erziehungs- und Bildungsprozessen. Möglichkeiten und Grenzen"2018 „Demokratie im weltgesellschaftlichen Kontext"2017/2018 „Kulturgeschichtliche Bildung"2017 „Mobilität und Transformation. Unterwegs zur globalen Mobilmachung?“2016/2017 „Bildung und Gerechtigkeit“2016 „Empire des Digitalen? Sprache und Welt in der digitalen Welt“2015/2016 „Sprache und Welt"2015 „Ethische Dimensionen der Bildung“2014/2015 „Komplexität“2014 „Lernen“2013/2014 „Widersprüche“2013 „Wozu Kunst ‚in dürftiger Zeit’?“2012/2013 „Über die Zukunft der Gesellschaft“2012 „Wo stehen wir heute?“ (in Verbindung mit „50 Jahre PH Weingarten“)2011/2012 „Inmitten der Geschichte“2011 „Mediale Welten – zwischen Realitätsverlust und Kreativität“2010/2011 „Information und Kommunikation in der Wissensgesellschaft“2010 „Orientierung und Ethos in der globalisierten Welt“2009/2010 „Ethos und Ethik in Lehrerbildung und Lehrberufen“2009 „Menschsein und Personalität im Zeitalter der Biotechnologie"2008/2009 „Bildung und die Kunst des Verstehens. Pädagogische, ethische und theologische Perspektiven“
Interessierte sind herzlich willkommen.
Für alle Vorträge gilt:
Zeit: montags 18.15-19.45 Uhr
Ort: Festsaal (Schlossbau) der PH

