Vor zwei Jahren hat sich die PH Weingarten zusammen mit 14 anderen kleinen und mittleren Hochschulen aus ganz Deutschland auf den Weg in Richtung Klimaneutralität gemacht. Als einzige Hochschule in Baden-Württemberg wurde sie für das Verbundprojekt „Zukunftsforum klimafreundliche Hochschule“ (zkh) unter der Leitung der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE), der Universität Vechta und des Netzwerks n ausgewählt.
Am Freitag, 17. April, hatte die HNEE zur Abschlusskonferenz nach Eberwalde eingeladen. Dort trafen sich Klimaschutz-Engagierte aus den Projekthochschulen aus ganz Deutschland, um über ihre Erfahrungen zu berichten, Tipps auszutauschen und das Erreichte zu feiern. Die Rektorin Professorin Dr. Karin Schweizer meinte: „Es ist beeindruckend zu sehen, wieviele Menschen sich für den Klimaschutz in ihren Hochschulen engagieren und was sie alles erreicht haben.“

Beeindruckend war auch die Campusführung in Eberswalde. Ein Teil der Hochschule liegt mitten in einem Waldstück, nur wenige Minuten vom Hauptcampus in der Innenstadt entfernt. Die Gebäude sind nachhaltig mit viel Holz gebaut und fügen sich unauffällig in den umliegenden Wald ein. Ein Hackschnitzel-Kraftwerk sorgt für die Beheizung im Winter. In der Mensa gibt es täglich ein veganes Essensangebot und regionale Fleischgerichte sind die Ausnahme. Klimaschutz wird an vielen Stellen mitgedacht, sogar die Emissionen, die die Abschlusskonferenz verursacht hat, wurden bilanziert.
Die PH Weingarten ist dank des zkh-Projekts, das im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative NKI vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert wurde, einen großen Schritt weiter gekommen in Richtung Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Mittels einer Befragung wurde zunächst der Status quo erhoben. Dabei wurden in einem ganzheitlichen Ansatz alle Bereiche erfasst, also über die Energieversorgung hinaus die Verpflegung in der Mensa, die Mobilität der Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden und auch die Bedeutung von Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsthemen in Studium, Lehre, Forschung und Transfer. In zwei Workshops, zu denen alle Mitglieder der Hochschule eingeladen waren wurden Ideen für Klimaschutzmaßnahmen gesammelt und diskutiert.
„Klimaschutz ist eine große Aufgabe, die alle Bereiche der Hochschule betrifft. Das Projekt und der Austausch mit anderen Hochschulen hat uns sehr geholfen, einen großen Schritt weiter zu kommen“, zieht die Rektorin Bilanz und fügt hinzu: „Auch wenn das Projekt nun zuende ist, Klimaschutz bleibt eine ganz dringende Aufgabe – nicht nur für unsere PH – und es gibt noch viel zu tun.“
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Text: Arne Geertz, Fotos: Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
