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Pressemitteilung
09.09.2026

Kreatives Schaffen in historischer Schloss-Kulisse

Kunstcamp PH 2026 print-1

Das Kunstcamp der Pädagogischen Hochschule Weingarten (PH) und des Landkreises Ravensburg auf Schloss Achberg fand auch in diesem Jahr wieder großes Interesse: 37 Jugendliche im Alter von 14 bis 21 Jahren haben an kreativen Workshops teilgenommen und verschiedene Kunstformen kennengelernt.

Ein buntes Zeltlager vor dem Schlosseingang signalisiert, dass in Schloss Achberg wieder ein fröhlich-kreativer Belagerungszustand herrscht. Auf einer Wiese liegen selbst gestaltete Schablonen – Buchstaben, Tier- oder andere Figuren und Motive in großen und kleineren Formaten. Jugendliche hantieren mit verschiedenfarbigen Spraydosen und lassen sich von Workshop-Leiter Jonas Schoepe in die Welt von Graffiti entführen. Interesse und Begeisterung sind groß. „Wir sind mit elf Teilnehmenden der größte Kurs“, freut sich Jonas, der zusammen mit den Studierenden Lovrena Müller und Almira Begic den Graffiti-Workshop leitet. Die Teilnehmenden erlernen wichtige Grundlagen und dürfen ihre eigenen Styles entwickeln. Bereits gestaltete Flächen und Leinwände zeigen, wie groß ihr Ideenreichtum und ihre Schaffensfreude sind.    

37 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 21 Jahren aus ganz Baden-Württemberg und anderen Regionen sind zum 21. Kunstcamp gekommen, um ihre Kreativität zu entfalten, Neues auszuprobieren und künstlerisch zu arbeiten. „Etwa 70 Prozent der Teilnehmer:innen sind ‚Wiederholungstäter:innen‘, 30 Prozent sind zum ersten Mal dabei“, berichtet Professor Dr. Christian Römmelt. Der PH-Professor für Kunst und ihre Didaktik hat in diesem Jahr das erfolgreiche Projekt von PH-Kunstprofessor Dr. Martin Oswald übernommen, der das Kunstcamp 2005 ins Leben gerufen und über 20 Jahre hinweg fest etabliert und weiterentwickelt hat. Veranstaltet wird das Kunstcamp von der Pädagogischen Hochschule Weingarten und dem Landkreis Ravensburg.     

Bewährtes Erfolgskonzept soll erhalten bleiben

„In dem Projekt Kunstcamp steckt viel Leidenschaft aller Beteiligten. Das Erfolgskonzept mit dem engagierten Organisationsteam um Valentin Oswald und Julie Koch sowie Vertretern des Landkreises hat sich bewährt, daran werden wir nicht viel ändern. Never change a running system“, sagt Professor Römmelt. Künftig möchte er gerne im Zusammenspiel mit seiner PH-Kunst-Kollegin, Kunstpädagogin Professorin Dr. Christiane Schmidt-Maiwald, das Kunstcamp im Wechsel führen. Die Veranstaltung werde auch in Zukunft in den Sommerferien stattfinden, im August oder September. Wie schon bei früheren Kunstcamps möchten die Veranstalter zudem wieder externe Workshop-Leiterinnen und -leiter sowie Künstlerinnen und Künstler mit einbeziehen. „Aktuell befragen wir die Teilnehmenden darüber hinaus, welche Kursangebote besonders beliebt und beibehalten werden sollten, oder welche neuen Angebote gewünscht werden“, so Professor Römmelt.    

Auch für die PH-Kunststudierenden ist das Kunstcamp ein wichtiges Projekt, da es eine gelungene Verzahnung von Theorie und Praxis bietet. Die Studierenden engagieren sich nicht nur ehrenamtlich als Workshop-Leitende, sondern bereiten die Workshop-Angebote jeweils im Sommersemester in Begleitseminaren detailliert vor. Und sie kümmern sich um die Materialbeschaffung. „In diesem Jahr haben Professor Oswald und ich das Vorbereitungsseminar gemeinsam durchgeführt – das war die ideale Grundlage für eine gelungene Übernahme“, berichtet Professor Römmelt. Das Kunstcamp passe bestens in das Konzept der PH, qualitätvolle Lehre anzubieten. Die angehenden Lehrkräfte hätten so die Möglichkeit, Kunstpädagogik auch außerhalb der Schule und der Hochschule zu leben.

Auch das gesellige Beisammensein an den Abenden im Zeltlager – mit Lagerfeuer, Spielen, Olympiaden oder Stockbrot-Backen – mache den Reiz des Kunstcamps aus, wissen die Veranstalter. Nicht zuletzt werde die gute Verpflegung sehr geschätzt: Sibylle Bezold vom Schlosscafé verwöhnt die Kunstcamper an allen Tagen mit leckeren, aus regionalen Zutaten frisch gekochten Speisen.    

Vielfältig-kreative Workshops kommen gut an

Die vielfältigen Workshop-Angebote des Kunstcamps kommen wieder gut an. „Die Teilnehmenden sind erfüllt von kreativem Tatendrang und arbeiten nicht selten auch noch abends weiter“, berichten Kursleiterinnen. 

Neben dem Graffiti-Workshop „Buchstaben, Charaktere und Hintergründe – Sprühen, Gestalten und Entdecken“ gibt es vier weitere kreative Angebote. In die faszinierende Welt der Mosaikkunst tauchen die Teilnehmenden des Workshops „Mosaik – deine Welt aus 1000 bunten Steinen“ unter der Anleitung der Studierenden Irem Bayram, Nisa Özdemir, Yasemin Erdem und Coralinda Schoberth ein. Farben, Formen und Muster werden Schritt für Schritt in einzigartige fantasievolle persönliche Kunstwerke verwandelt. Mit unterschiedlichen Mosaiksteinen verleihen die jungen Künstlerinnen beispielsweise ihren aus Porenbeton selbst gestalteten Figuren eine individuelle Lebendigkeit. Selbst einfache Blumentöpfe erhalten durch Mosaiksteine eine faszinierende persönliche Note.

Auch eine eigene Filmwelt erwacht beim Kunstcamp zum Leben. In dem Workshop „Weltbauwerkstatt – zwischen Kulisse und Kamera“ mit den Studierenden Linda Nikischin, Alexandra Krepart und Jessica Kravzov werden Kulissen für Fotos, Filme und kreative Videos erschaffen. Zwischen Farbe, Modellbau, Technik und Fantasie entstehen kleine Szenen mit großer Wirkung. Die Teilnehmenden arbeiten in Gruppen, übernehmen die Programmplanung, bauen Kulissen, fertigen Kostüme und kümmern sich um die technischen Belange. „Es macht großen Spaß und die Zeit rennt uns fast davon.“

In dem Workshop „Blacklight Painting – Unscheinbar bei Tag. Magisch bei Nacht“ mit den Studierenden Svenja Chares, Laura Weizenegger und Liljana Schmidhäuser entdecken die Teilnehmenden Kunst neu. Mit Pinseln, Stiften und leuchtenden Neonfarben gestalten sie ihre persönlichen Kunstwerke, experimentieren mit ihren Ideen und bringen ihre Fantasie auf Papier und Leinwand. Im UV-Licht dann entfalten die Werke ihre eigene Magie und zeigen eine faszinierende Wirkung.  

Mit allen Sinnen raus in die Natur heißt es für die Teilnehmenden des Workshops „Outdoor Art: Vier Sinne – ein Weg“. Die studentischen Workshop-Leiterinnen Selina Wiebe, Jule Braunger und Lilly Mayer zeigen, was es in der Natur für menschliche Sinne zu entdecken gibt. Gesammelt wird, was die Natur zu bieten hat und was beim Sehen, Hören, Riechen oder Tasten die Kreativität anregt. Es entsteht ein Weg voller Eindrücke, die man nicht vergisst – ein Kunsterlebnisweg, so das Ansinnen.                   

Seinen Abschluss feierte das diesjährige Kunstcamp auch in diesem Jahr mit einer öffentlichen Vernissage, bei der die vielfältigen Ergebnisse an künstlerischen Arbeiten aus den Workshops präsentiert wurden. Und wieder einmal zeigte sich: Der künstlerischen Kreativität und Vielfalt sind im Kunstcamp keine Grenzen gesetzt.

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Fotos: Svenja Duncker

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