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Familiengerechte Hochschule

Familiengerechte PH-2


 

 

Pressemitteilung Nr. 07 vom 19.06.2026

Familien sind an der PH willkommen!

Die Pädagogische Hochschule Weingarten wurde zum vierten Mal als familiengerechte Hochschule zertifiziert und erhielt für ihr nachhaltiges familienfreundliches Engagement zehn Jahre nach ihrer Erstzertifizierung das Logo mit einer goldenen Schärpe.

Weingarten – Die Vereinbarkeit von Studium und Familie hat an der Pädagogischen Hochschule Weingarten (PH) einen hohen Stellenwert. Vor zehn Jahren wurde die Hochschule auf dem Martinsberg zum ersten Mal als familiengerechte Hochschule zertifiziert. Am 18. Juni 2026 erfolgte im Rahmen des „audits familiengerechte hochschule“ der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung die bereits vierte Zertifizierung in Folge. Sie bescheinigt der PH eine nachhaltige familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik sowie familiengerechte Arbeits-, Forschungs- und Studienbedingungen.

„Familienfreundlichkeit ist ein zentraler Bestandteil unserer Hochschulkultur. Die bereits vierte Zertifizierung würdigt unser Engagement für die Vereinbarkeit von Studium und Familie beziehungsweise von Beruf und Familie und ist uns zugleich ein Ansporn, diese kontinuierlich weiter zu entwickeln“, erklärt die Rektorin Professorin Dr. Karin Schweizer.

„Wir freuen uns sehr über die erneute Zertifizierung unserer PH“, sagt Professorin Dr. Marieluise Kliegel, Gleichstellungsbeauftragte der PH. Seit der Erstzertifizierung im Jahr 2016 habe sich viel verändert. „Die Familienfreundlichkeit ist von einem anfänglichen Projekt zu einem festen Bestandteil unseres Hochschulalltags geworden“, sagt sie. Aus den ersten Einzelmaßnahmen sind Strukturen gewachsen. Zuständigkeiten, Ansprechpersonen und Prozesse wurden klar verankert. „Vereinbarkeitsthemen werden heute bei Entscheidungen viel selbstverständlicher mitgedacht“, ergänzt Sarah Zwerger, die Referentin für Gleichstellung.

Für Studierende mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen gibt es vielfältige Unterstützung durch Informations- und Beratungsangebote sowie durch die Möglichkeit, Studienverläufe und Prüfungsorganisation an familiendominierte Lebensphasen anzupassen. Angebote wie Wickeltische, ein Eltern-Kind-Raum zum Verweilen oder auch die Spielecke in der Hochschulbibliothek werden gut angenommen und sind deutliche Signale. „Sie zeigen: Kinder sind an unserer PH willkommen, nicht nur geduldet“, so Professorin Kliegel.

Auch für Hochschulbeschäftigte wurden die Rahmenbedingungen verbessert, zum Beispiel durch flexible Arbeitszeiten, mobiles Arbeiten, sensible Terminplanungen oder erleichterte Übergänge bei Elternzeit, Pflegezeiten oder Wiedereinstieg.

 

An der PH habe in den vergangenen Jahren ein Kulturwandel stattgefunden, berichtet die Referentin für Gleichstellung. Es sei einfacher geworden, über familiäre Belastungen, Betreuungsengpässe oder Pflegeverantwortung offen zu sprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Die erneute Zertifizierung unterstreiche, dass sich die PH seit 2016 Schritt für Schritt in Richtung einer wirklich familienfreundlichen Hochschule entwickelt habe. „Diesen Weg wollen wir konsequent weitergehen.“ Das Zertifikat „Familiengerechte Hochschule“ sei ein anerkanntes Gütesiegel und ein wichtiges Qualitätsmerkmal im Profil der PH – nach innen und nach außen. Der Aspekt, dass die PH einen aktiven Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Studium beziehungsweise Beruf leiste, sei für die Hochschule im Wettbewerb um qualifizierte Studierende und Beschäftigte von zentraler Bedeutung.

Die Zertifizierungsschritte im Audit erfolgen im Drei-Jahres-Rhythmus. Da die PH als langjähriges Audit-Mitglied nun das besondere Logo mit der goldenen Schärpe erhalten hat, wird für eine erneute Zertifizierung ein kompaktes Dialogverfahren durchgeführt. „In diesem Verfahren belegt die Hochschule ihr Engagement für familiengerechte Arbeits- und Studienbedingungen, überprüft bestehende Maßnahmen und vereinbart neue Ziele für die kommenden Jahre“, berichtet die Gleichstellungs-Referentin. In regelmäßigen Gesprächen mit Studierenden, Beschäftigten und dem Gleichstellungsteam würden Bedarfe abgefragt und priorisiert. Auf der aktuellen Wunschliste stünden beispielsweise noch flexiblere Betreuungsmöglichkeiten bei Randzeiten, weitere Rückzugsräume für Eltern und Kinder sowie zusätzliche digitale Informations- und Beratungsformen. „Wir möchten gemeinsam mit Studierenden und Beschäftigten der PH Lösungen entwickeln, die im Alltag tatsächlich praktikabel sind“, betont die Gleichstellungsbeauftragte. Damit werde auch sichergestellt, dass Familienfreundlichkeit als dynamischer Entwicklungsprozess angelegt sei.

Für die kommenden drei Jahre ist an der PH unter anderem geplant, das On-Boarding von neuen Mitarbeitenden durch ein abteilungsübergreifendes Patenprogramm zu verfeinern. Strukturierte Off-Boarding-Prozesse sollen künftig einen reibungslosen Wissens- und Aufgabenübergang sicherstellen. Außerdem soll die Zusammenarbeit von Verwaltung und Wissenschaft durch moderne und gut erreichbare Kommunikationswege sowie einen lebendigen Austausch weiter erleichtert und gestärkt werden.   

 

Bildtexte:

Für Studierende mit Kindern bietet die PH Weingarten zahlreiche Unterstützungsangebote wie hier im Montessori-Studio. Die PH wurde bereits zum vierten Mal als familiengerechte Hochschule zertifiziert. Fotos: Svenja Duncker

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