Solche eher phänomenologisch-hermeneutischen Praktiken zielen auf sinnliche Einsichten mit ethischer Tragweite. Sie loten die conditio humana aus, die uns Menschen über Epochen und Kulturen hinweg verbindet. Die Universalität der argumentativen Vernunftpraktiken ist logisch-begrifflich. Die Universalität der anderen Vernunft ist das geteilte Menschsein.
In seiner neuesten Publikation stellt Professor Dr. Philipp Thomas die Philosophie als transformative Praxis vor mit einer Ethik der Selbstkultivierung und der Arbeit an uns selbst. Ihm geht es aber auch um die Transformation des Vernunftdiskurses durch uns alle, wenn wir vernünftig uns selbst artikulieren. Und ihm geht es um Weisheit als Inversion unseres Denkens, wenn es sich seiner Endlichkeit bewusst wird.
Philosophische Bildung wird vor dem Hintergrund dieses anderen Vernunft- und Philosophiebegriffs fachdidaktisch neu diskutiert.
Bibliografische Angaben
Thomas, P. (2025). Die andere Vernunft. Philosophie als transformative Praxis. Berlin, Metzler.
ISBN: 978-3-662-72602-0
Die Veröffentlichung ist auch als eBook erhältlich.
