„The End“ oder „Fortsetzung folgt“?
Spätestens seit der Jahrtausendwende lässt sich kulturell-gesellschaftlich ein zunehmender Stellenwert des Seriellen ausmachen, der sich nicht nur in Praktiken des Serienkonsums über alle Altersstufen hinweg niederschlägt – die Bezeichnung der Fernsehserie als „neue epische Großform“ und „Roman der Gegenwart“ stehen hierfür sinnbildlich. Damit verschiebt sich – auch für die Schule – der (Deutungs-) Kanon. Neue Gegenstände wie die Fernsehserie werden relevant und bestehende Kanonliteratur (z.B. der Roman des poetischen Realismus) erfordern erweiterte Lektüren.
Die Tagung stellt sich der übergeordneten Frage der Standortbestimmung der Serien- bzw. Serialitätsforschung: Welche Forschung braucht es, um das Feld weiterzuentwickeln? Ziel ist es, bisherige Forschungsergebnisse zu bündeln, Desiderate zu markieren und fachbezogen methodologische Zugriffe zu diskutieren.
Veranstalter: Universität Duisburg-Essen, Freie Universität Berlin, PH Weingarten