Programm & Einwahldaten
Programm
Ziele
Zunehmende gesellschaftliche Spaltungsprozesse haben Auswirkungen auf demokratische Entwicklungen und nachhaltigen Frieden. Dies fordert auch Bildung heraus. Es geht um eine Rückbesinnung und Neuvermessung des spannungsreichen Verhältnisses von Demokratie und Bildung jenseits parteipolitischer Interessen. Dazu gehört vor allem, den Mündigkeitsauftrag von Bildung mit der Verteidigung demokratischer Grundwerte in Beziehung zu setzen. Spätestens seit den 1970er Jahren (Beutelsbacher Konsens) stehen Indoktrinationsverbot, Kontroversitätsgebot und Schüler:innenorientierung in einem spannungsreichen Verhältnis. Die gleiche Verschiedenheit aller Menschen ist die würdige Grundlage der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und ihrem Respekt pluraler Wirklichkeit. Bildung kann jene heterogenen Begegnungsräume fördern, in denen Wertschätzung und gegenseitiges Verständnis erprobt und gelebt werden können. Resilienz als Stärkung eigener Identität ermöglicht die Reflexion eigener Standpunkte und einen offenen Umgang mit Konflikten jenseits trennender Polarisierung. Die angebotenen Vorträge dieser Ringvorlesung setzen sich mit Demokratiebildung in Bildungsprozessen auseinander, in der Lernende über die Lebensspanne durch aktive Teilhabe und Mitbestimmung im (Bildungs- und Schul-)Alltag Selbstwirksamkeit erfahren und so die Grundlagen respektvoller Haltung trotz Unterschiedlichkeit erfahren und Mündigkeit stets neu auf den Prüfstand heben.
Programm der Ringvorlesung im WS 26/27