Das diesjährige Weingartener Theologische Kolloquium widmet sich einem Thema, das längst mitten in unserem Alltag angekommen ist: Künstliche Intelligenz – und was sie für unser Verständnis vom Menschen bedeutet.
Dabei geht es um grundlegende Fragen, die viele beschäftigen: Wenn Maschinen immer mehr können – lernen, Texte schreiben, Entscheidungen vorbereiten –, was macht dann noch den Menschen aus? Gibt es etwas, das keine Maschine je ersetzen kann? Und wie hilft der christliche Glaube dabei, diese Entwicklungen einzuordnen?
Zugleich verändert die Digitalisierung nicht nur unsere Arbeits- und Kommunikationswelt, sondern zunehmend auch religiöse Vollzüge und Angebote. An Beispielen wie den KI-gestützten Glaubens-Apps „Text With Jesus“ oder „Bible Chat“ verdeutlicht Prof. Gasser, wie Nutzerinnen und Nutzer per Chat Fragen zum Glauben stellen, sich Bibelstellen erklären lassen oder sogar dialogisch mit biblischen Figuren „sprechen“ können. Millionen Downloads und eine wachsende Verbreitung zeigen, wie groß das Interesse an solchen digitalen Angeboten, insbesondere in den USA ist.
Dies wirft mit Blick auf Theologie und Religionspädagogik kritische Fragen auf: Wenn spirituelle Orientierung zunehmend im digitalen Raum verhandelt wird, was bedeutet das für persönliche Glaubensprozesse, für kirchliche Gemeinschaft, für die Verantwortung theologischer Auslegung und schließlich für den Religionsunterricht?
Im Anschluss lädt das RPI herzlich zu einem Umtrunk ein.
Beim Weingartner Theologischen Kolloquium handelt es sich um eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem FachKatholische Theologie/Religionspädagogik der Pädagogischen Hochschule Weingarten und dem RPI Weingarten.
Referenten: Prof. Dr. Georg Gasser
Veranstalter: Katholische Theologie / Religionspädagogik in Kooperation mit dem