
KIPEG – Kunstpädagogische Inszenierungspraktiken empirisch grundieren
Wie kann die Erstbegegnung mit einem Kunstwerk so inszeniert werden, dass Neugier geweckt, Aufmerksamkeit geschaffen und ästhetische Erfahrungen ermöglicht werden? Diese Frage dient als Grundsatz für ein Forschungsprojekt von Prof. Dr. Christian Römmelt. Ziel ist es, fachspezifische Core Practices für den Kunstunterricht zu entwickeln und empirisch zu begründen. Es soll untersucht werden, wie unterschiedliche Formen der didaktischen Inszenierung die Wahrnehmung und das ästhetische Erleben von SchülerInnen beeinflussen. Das Forschungsprojekt geht dabei methodisch neue Wege, erstmals soll Eye-Tracking gezielt eingesetzt werden, um die Blickbewegungen von SchülerInnen bei der Kunstrezeption gezielt zu erfassen. In Zusammenarbeit mit WissenschaftlerInnen der Europa-Universität Flensburg und der Universität Leiden in den Niederlanden, wird die Kunstpädagogische Perspektive durch Sichtweisen der kognitiven Psychologie und der empirischen Ästhetik erweitert. Die Ergebnisse des Projekts sollen dazu beitragen, kunstpädagogische Core Practices auf einer empirischen Grundlage zu entwickeln und neue Impulse für den Unterricht und die Professionalisierung von Lehrkräften zu erarbeiten.
