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Zunehmende Internationalisierung der Forschung an den Pädagogischen Hochschulen

An den sechs Pädagogischen Hochschulen findet Forschungs- und Entwicklungsarbeit zunehmend in EU-geförderten Projekten gemeinsam mit Partnern im Ausland statt. Zurzeit werden an den Hochschulen 29 EU-Projekte durchgeführt, 33 neue Vorhaben befinden sich trotz Corona-Krise aktuell im Antragsverfahren.

Besonders erfolgreich sind die Pädagogischen Hochschulen im Programm Erasmus+, das neben dem bekannten Studierendenaustausch auch Möglichkeiten für internationale Projektkooperationen bietet. 2019 wurde fast jeder zweite Antrag bewilligt und damit eine besonders hohe Erfolgsquote erzielt. Es zeigt sich, dass das Profil der Pädagogischen Hochschulen - sowohl nah an der Forschung als auch nah an der Bildungspraxis zu agieren - für die Konzeption und Umsetzung derartiger Projekte sehr geeignet ist.
Inhaltlich werden Herausforderungen angegangen, vor denen europäische Bildungssysteme heute mehr denn je stehen. Neben der erfolgreichen Vermittlung maßgeblicher Grund- und Schlüsselkompetenzen (v.a. im naturwissenschaftlichen und sprachlichen Bereich) kümmern sich die Projekte zunehmend um brennende Fragen der Digitalisierung und der Unterrichtung einer zunehmend heterogenen Schülerschaft, vor allem im Hinblick auf die erfolgreiche Umsetzung von Inklusion.

In den Projekten wird erforscht, welche konkreten Ansätze und Maßnahmen in der Praxis wirksam sind. Und natürlich auch, wie diese durch passgenaue Formate der Lehrer*innenbildung oder durch den Einsatz von Multiplikator*innen so vermittelt werden können, dass sie im Schulunterricht auch tatsächlich „ankommen“. Eingeschlossen in die Projekte sind deswegen neben hochschulischen Partnern fast immer auch Schulen oder andere Bildungspartner aus verschiedenen Ländern.

Wichtig bei EU-Projekten ist auch die Bereitschaft, Herangehensweisen in internationalen Teams auszuhandeln und interkulturelle Herausforderungen nicht zu scheuen, sondern konstruktiv zu gestalten. So gelingt es, den reichen europäischen Wissens- und Erfahrungsschatz zu nutzen, der allzu oft durch die Eigenständigkeit der europäischen Bildungssysteme vernachlässigt wird. Nicht zuletzt aus diesem Grund haben die sechs Pädagogischen Hochschulen schon im Jahr 2002 ein gemeinsames EU-Forschungsreferat eingerichtet, das EU-Vorhaben initiiert, die Beantragung und Durchführung der komplexen Projekte unterstützt und Synergien zwischen den Standorten bündelt. Einen Einblick in die Europäischen Projektaktivitäten der Pädagogischen Hochschulen erhalten Sie auf den Seiten des EU-Referats.

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