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Weiterbildung an Hochschulen wird verstärkt

18.06.2021 Von: Barbara Müller

Die Pädagogische Hochschule Weingarten (PH) und die RWU Hochschule Ravensburg-Weingarten haben eine Zusage in dem Landesförderprogramm „Hochschulweiterbildung@BW“ erhalten. Mit den zwei zugesprochenen Personalstellen werden sie die Sichtbarkeit der Weiterbildungsangebote an Hochschulen verstärken und die Netzwerke zwischen Hochschulen und Unternehmen ausbauen.


Im Mai unterzeichneten die staatlichen Hochschulen des Landes und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst den Kooperationsvertrag zu der ressortübergreifenden Weiterbildungsoffensive WEITER.mit.BILDUNG@BW und gaben damit grünes Licht für die neue Plattform Hochschulweiterbildung@BW. Diese soll es künftig für Berufstätige leichter machen, mit nur wenigen Klicks Angebote des lebenslangen Lernens an den Hochschulen zu finden und zu buchen. PH und RWU werden als „Kümmerer“ im Rahmen des Projekts die Sichtbarkeit von Hochschulweiterbildungsangeboten verstärken und Netzwerke mit der Wirtschaft ausbauen. Beide Einrichtungen erhalten dafür jeweils eine weitere Personalstelle.

„Wir freuen uns, dass die Landesregierung mit dieser Unterstützung deutlich macht, welch große Bedeutung wissenschaftliche Weiterbildung in unserer Gesellschaft hat und welche Rolle die Hochschulen dabei spielen. Besonders wichtig ist uns die Vernetzung unterschiedlicher Hochschularten im südlichen Baden-Württemberg mit den Schwerpunkten Bildung, Soziales, Gesundheit, Kultur“, sagt PH-Rektorin Prof. Dr. Karin Schweizer.

„Wir haben in Baden-Württemberg eine sehr differenzierte Hochschullandschaft. Daher ist es gut, dieses Thema im Verbund voranzutreiben. So können wir mit gebündelten Kräften starke Angebote für die Studierenden und die Unternehmen machen“, ergänzt Professor Dr. Sebastian Mauser, Prorektor an der RWU für Studium, Lehre und Qualitätsmanagement.

Die wissenschaftliche Weiterbildung habe eine wichtige Bedeutung für die Berufs- und Arbeitswelt 4.0, betonte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer bei der Vertragsunterzeichnung. „Die Hochschulen bieten ein wissenschaftsbasiertes und dabei praxisbezogenes Know-how beim lebenslangen Lernen.“ Ein neues landesweites Netzwerk von Regional- und Fachvernetzungsstellen werde darauf hinarbeiten, dass der Bedarf der Wirtschaft und die Weiterbildungsangebote an Hochschulen fachlich und regional noch besser zueinander passen, so die Ministerin. Zentrale Zukunftsaufgaben für die wissenschaftliche Weiterbildung lägen im Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, einem Maximum an Transparenz von Nachfrage und Angeboten, einer intelligenten Vernetzung sowie einer Qualitätsentwicklung, die das Werteversprechen wissenschaftlicher Weiterbildung klar erkennbar mache.

Die Universität Freiburg und die Hochschule Furtwangen hatten zum Thema Weiterbildung bereits gemeinsam die Plattform „Südwissen“ aufgebaut. Nun werden sie diese in Abstimmung mit den weiteren Hochschulen des Landes in den kommenden Jahren weiterentwickeln. Der landesweite Ausbau von „Südwissen“ wird durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg im Rahmen der mit rund 40 Millionen Euro ausgestatteten Weiterbildungsoffensive gefördert und firmiert künftig unter dem Namen „Hochschulweiterbildung@BW“.

Insgesamt werden an den baden-württembergischen Hochschulen 22 sogenannte Fach- und „Kümmererstellen“ eingerichtet, die Fragen rund um das Thema Weiterbildung beantworten sollen. „Wir freuen uns, dass für den Bereich Süden an der PH und der RWU je eine volle Stelle geschaffen werden“, freuen sich Dr. Monica Bravo Granström, Geschäftsführerin der Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung der PH Weingarten, die auch als Vertreterin der PHs im Netzwerk-Beirat teilnehmen wird, und Prorektor Mauser von der RWU.

In dem Projekt werde auch die gemeinsame Entwicklung eines Qualitätssiegels für die wissenschaftliche Weiterbildung in Baden-Württemberg angestrebt, berichtet Bravo Granström. Mit dem Siegel solle die spezifische Qualität der hochschulischen Angebote in Baden-Württemberg in den Mittelpunkt gestellt und die Sichtbarkeit der Angebote erhöht werden.


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