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weit! neue musik weingarten

Ein Neuanfang für die Neue Musik

Die Weingartener Tage für Neue Musik heißen jetzt „weit! neue musik weingarten“. Die an der PH Weingarten lehrende Pianistin Rita Jans hatte dieses Festival 1986 initiiert, geleitet und daraus eine 30-jährige Erfolgsgeschichte gemacht. Sie brachte die bedeutendsten Komponisten und Komponistinnen der Neuen Musik nach Weingarten an die PH - darunter Karlheinz Stockhausen, Wolfgang Rihm oder Sofia Gubaidulina. Nach dem Tod von Rita Jans 2017 wurde das Festival zunächst nicht fortgeführt. Seit 2020 aber geht es weiter. Die Neuauflage „weit! neue musik weingarten“ unter der künstlerischen Leitung des Musikwissenschaftlers Rolf W. Stoll (ehemals Geschäftsführer des Schott-Verlags und in jungen Jahren selbst Schüler von Rita Jans) knüpft an die Weingartener Tage für Neue Musik an, erweitert diese aber grundlegend, um neue Publikumsschichten zu erschließen. Wie bisher gibt es pro Jahr ein Festivalwochenende mit einem/r Gastkomponisten/in, dessen/deren Werk präsentiert wird. Neu ist die Öffnung des Porträtfestivals hin zu den Schwesterkünsten (z.B. Literatur, Bildende Kunst) und genreübergreifenden Formaten (Installationen, Workshop, Seminar mit Studierenden, Performance). Die PH stellt das räumliche Zentrum des Festivals dar, das sich aber auch an andere Spielorte wie das KuKO ausdehnt, und tritt als wichtige Kooperationspartnerin des Trägervereins weit! weingarten e.V. auf. Anders als früher ist auch der Fachbereich Musik der PH mit Education-Projekten am Festival-Programm beteiligt.

Das erste Festivalwochenende findet vom 26. bis 28. November 2021 statt. Zu Gast ist der renommierte japanische Komponist Toshio Hosokawa

Infomationen: www.weit-weingarten.de

Musikalischer Kafka Abend am 25. Juli 2021

Am 25. Juli 2021 fand  der musikalische Kafka Abend von weit! neue musik weingarten in Kooperation mit der PH Weingarten statt. Das Stuttgarter Ensemble Ascolta führte das Instrumental-Theater „Vor dem Gesetz“ des tschechischen Komponisten Martin Smolka auf. Der Abend startete mit einem Vortrag des Literaturwissenschaftlers Prof. Dr. Jürgen Wertheimer, der Kafka einmal nicht als "tragisch umflort", sondern "lebenstüchtig, ja lebenssüchtig" vorstellte und seine Texte entsprechend gegen den Strich der üblichen Lesarten bürstete. Den Vortrag können Sie hier anhören.

 

 

 

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