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Forschungszentrums für Sekundarbildung
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Projekte

 

Projekte im Fach Deutsch

 

Leseförderung durch Vorlesen

Prof. Dr. Jürgen Belgrad

Ziel des Projekts ist, über regelmäßige Vorleseaktivitäten das Freizeitverhalten der Schülerinnen und Schüler hinsichtlich einer Steigerung der persönlichen Leseaktivität positiv zu beeinflussen. Theoretische Grundlage der Projektarbeit ist das erweiterte Hurrelmann'sche Lesekompetenzmodell, besonders der Zusammenhang zwischen Leseaktivität (Lesemotivation) und der Steigerung der Lesekompetenz..


Messen und Fördern der Informationskompetenz (IK) von Digital Natives in der Bodenseeregion IHB-Regionalprojekt

Prof. Dr. Thomas Lischeid, Stephanie Hagel

Informationskompetenz (IK) wird als eine notwendige Kompetenz für das digitale Zeitalter betrachtet. Sie gilt als notwendige Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben und Partizipation in der Gesellschaft sowie lebenslanges Lernen. IK wird definiert als die Fähigkeit problembezogen Informationsbedarf zu erkennen, Informationsquellen auszuwählen, auf diese zuzugreifen, Informationen zu strukturieren, auswerten und beurteilen, Informationen zu nutzen und präsentieren sowie den Informationsprozess und die Informationsergebnisse zu reflektieren. Um eine flächendeckende Berücksichtigung von IK zu ermöglichen sowie IK schon im frühen Alter aufzubauen, wird ihre Förderung verstärkt als Aufgabe und Ziel von Schulen gesehen. Die flächendeckende Einführung von IK in den Schulen konnte bis jetzt jedoch nicht erreicht werden. Gründe dafür sind insbesondere die unzureichende Integration der Informationskompetenz als Lernziel in bestehende Curricula sowie das Fehlen von geeigneten Messinstrumenten zu fördern. Bestehende Modelle und Standards in der Literatur, die Informationskompetenz als fachübergreifende Kompetenz betrachten, wurden zudem vorwiegend für den Hochschulunterricht entwickelt, und die meisten von ihnen sind noch nicht ausreichend empirisch validiert (Balceris, 2011). Spezifische Anforderungen aus der Sicht von SchülerInnen auf der Sekundarstufe – als "Digital Natives" – wurden bislang vernachlässigt. Darüber hinaus sind Informationskompetenz-Modelle durch neue technische Entwicklungen herausgefordert und müssen um neue Aspekte erweitert werden.

Um diese Forschungslücke aufzugreifen, kooperiert die PHW (Prof. Dr. Lischeid) in einem interdisziplinären Forschungsprojekt mit dem Grundlagenforschungsfond der Universität St. Gallen (Prof. Dr. Stanoevska-Slabeva und Prof. Dr. Sabine Seufert) und Fach-KollegInnen aus Österreich und Liechtenstein (Prof. Dr. Martina Ott/PH Vorarlberg und Prof. Dr. Jan vom Brocke/Universität Liechtenstein). Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, ein Messinstrument für die Überprüfung von Informationskompetenzen zu entwickeln, im Unterricht zu erproben und nach wissenschaftlichen Standards zu validieren.

Zeitraum: 2016 – 2018

Mediale Oszillationen. Eine Medienästhetik der Gegenwart und Moderne zwischen Medien-Realismus und Transnormalität

Prof. Dr. Thomas Lischeid

In Projekt werden unter dem Titel "Mediale Oszillationen" ein theoretischer Entwurf sowie empirische ausgewählte Analysen zu einer Medienästhetik der Gegenwart und Moderne vorgestellt. Im Theorieteil, der dem Ansatz einer Diskurs- und Kultursemiotik folgt, steht dazu die Frage wichtiger Grund- und Basisparameter einer Medienanalyse sowie ein historisch-systematisch vergleichender Überblick über wichtige Formen, Formate und Gattungen aktueller und moderner Medien und Medienverbünde im Mittelpunkt der Überlegungen. Der Review-Teil legt zur exemplarischen Verifikation des Konzepts eine Reihe von kompetitiven Einzelstudien zu Gegenwartsmedien und ihres darstellerischen Umgangs mit einem brisanten Gegenwartsthema vor (am konkreten Material von aktuellen Sprach- und Bildgenres zum Themenbereich der "Großen Finanz- und Wirtschaftskrise 2007 bis heute").

Zeitraum: April 2015 – März 2018

Gamification

Prof. Dr. Thomas Lischeid, Stephanie Hagel

Im Initialprojekt 'Gamification' als digitale Lernbegleitung in der Hochschullehre', das ab Januar 2017 für ein Jahr von der Internationalen Bodenseehochschule (IBH) gefördert wird, untersuchen Prof. Dr. Thomas Lischeid und Frau Stephanie Hagel von der PHW zusammen mit der Universität St. Gallen, wie Spiel-Design-Elemente für die Gestaltung von hochschuldidaktischen Lehr-Lern-Szenarien verwendet werden können.

Bildungssprache im Unterricht als kommunikative Praktik.

Eine gesprächsanalytische Studie zu bildungssprachlichen Praktiken im Geschichtsunterricht. (Dissertationsvorhaben)

Kristina Matschke, M. A.;

Prof. Dr. Elke Grundler (Betreuung)

Ziel des Dissertationsvorhabens ist es, Prozesse der gemeinsamen Herstellung mündlich realisierter bildungssprachlicher Praktiken im Fach Geschichte gesprächsanalytisch zu untersuchen. Zentral ist hierbei die Frage, welche sprachlichen Anforderungserwartungen bzw. Unterstützungsangebote der Lehrperson an die SchülerInnen sich beobachten lassen und wie diese kommuniziert werden. Auf der Basis video- und audiographisch dokumentierten Unterrichts sollen hierfür mündliche kommunikative Praktiken identifiziert, beschrieben und systematisiert werden. Diese Ergebnisse werden anschließend vor dem Hintergrund des aktuellen Forschungsstandes zu Bildungssprache sowie fachspezifischer didaktischer Konzepte diskutiert.

Angestrebt wird die Entwicklung einer Typologie kommunikativer Verfahren, die musterhaft fachspezifische mündliche bildungssprachliche Praktiken konstituieren. Solch eine Typologie stellt aufgrund der Explizierung des bislang „geheimen Curriculums“ Sprache im Fachunterricht prospektiv ein Instrumentarium zur Sensibilisierung für fachspezifische sprachliche Anforderungen sowohl im Rahmen der Lehramtsausbildung als auch für bereits tätige LehrerInnen bereit.

Zeitraum: 2014 – 2017

Lesen als kulturelle Praxis – Eine Studie zur Theorie und Rezeption serieller populärer Jugendliteratur in der Nachfolge von Harry Potter

Dr. Birgit Schlachter

Auf der Grundlage von literaturwissenschaftlich-textorientierten und empirischen Zugängen wird in dem Projekt ein Beschreibungsmodell für serielle populäre Jugendliteratur und ihre Rezeption entwickelt. Der empirische Teil des Vorhabens besteht aus einer qualitativen Studie zur Rezeption (Funktionen von Lektüre, Lesarten, Rezeptionstypen) von Jugendliteratur am Beispiel der Trilogie Die Tribute von Panem (dt. 2009 – 2011), deren Ergebnisse für die Deutschdidaktik und die Lesesozialisationsforschung neue Erkenntnisse über Lektüreweisen und Lektürepraktiken heutiger Jugendlicher jenseits des Literaturunterrichts zu liefern verspricht. Als Datenmaterial werden Forenbeiträge aus einem Jugendforum herangezogen, die mit dem Verfahren des Theoretical Sampling ausgewählt und inhaltsanalytisch-strukturierend und inhaltsanalytisch-typenbildend ausgewertet werden.

Schätze der Kinder- und Jugendliteratur – ein Publikationsprojekt unter besonderer Berücksichtigung der generationellen Lesesozialisation

Dr. Birgit Schlachter

Die Kinder- und Jugendliteratur ist von einer großen Vielfalt geprägt. Neben den bekannten und von der Forschung als klassisch kodifizierten Werken stößt man immer wieder auf in Vergessenheit geratene, der heutigen Generation an Kindern, Jugendlichen und Studierenden unbekannte Texte. Einige dieser verborgenen Schätze der Kinder- und Jugendliteratur möchte die auf einer Vorlesungsreihe an der PH Weingarten vom Wintersemester 2013/14 basierende Publikation ans Licht bringen. Bewusst wird hier kein normativ-pädagogischer Klassikerbegriff verwendet, um eine möglichst große Vielfalt an Zugängen zu ermöglichen. Neben biographisch-sozialisatorischen Gesichtspunkten werden auch literarisch-ästhetische, rezeptionsgeschichtliche oder mediale Aspekten reflektiert.

Projektpartner: Prof. Dr. Anja Ballis; Verlag: Peter Lang Frankfurt (Reihe Kinder- und Jugendkultur, -Literatur und -Medien).

 

Projekte im Fach Sportwissenschaft

 

Gesundheitsförderung im Lehrberuf

Jasmin Gageur/Prof. Dr. Stefan König

Psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz finden sich in hohem Maße bei Lehrpersonen. Eine große Anzahl der Lehrkräfte beendet aufgrund eines Burnout-Syndroms ihr aktives Erwerbsleben vorzeitig. Dabei ist die Gesundheit von Lehrpersonen eine bedeutsame Voraussetzung für die Gesundheit von Schülerinnen und Schüler sowie auch für die Qualität des Unterrichts. Um diesen Entwicklungen entgegen zu wirken, steht im Zentrum dieses Dissertationsprojektes die Gesundheitsförderung von Lehrpersonen.

Das Projekt zielt auf eine frühzeitige Sensibilisierung von Lehrkräften für das Thema Gesundheit ab. Diese sollen bereits in der Ausbildung/im Referendariat an Interventionen zum Thema Gesundheit teilnehmen, um anschließend im Lehrberuf davon profitieren zu können. Der Innovationscharakter des Forschungsprojekts liegt darin, dass kaum Interventionsstudien vorhanden sind, die gesundheitsförderliche und präventive Maßnahmen zur Bewältigung beruflicher Anforderungen bereits in der Ausbildung behandeln.

Im Rahmen einer Vorstudie wird zunächst eine Online- Befragung zum Belastungserleben und zu beruflichen Anforderungen von jungen Lehrkräften in Baden-Württemberg durchgeführt, um darauf aufbauend ein möglichst passgenaues Präventionsprogramm im Referendariat zu entwickeln.

High Intensity Interval Training – Effekte und Durchführbarkeit von Ausdauertraining in verschiedenen Settings

Alexandra Heckel/Prof. Dr. Stefan König

High Intensity Interval Training (HIIT) im Bereich Ausdauer ist in den letzten Jahren auch außerhalb des Leistungssports immer mehr zum Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen geworden. Hohe Effekte bei relativer Zeitersparnis wurden bislang vornehmlich im Rahmen kontrollierter Laboruntersuchungen im Hinblick auf die physiologischen Auswirkungen nachgewiesen.

Hier setzt das durchgeführte Projekt an, welches im Mixed Methods Design die Effekte von HIIT auf die Ausdauerleistungsfähigkeit in verschiedenen Settings wie z.B. Polizeidienst-, Schul- oder Freizeitsport unter den jeweils herrschenden Feldbedingungen untersucht. Zudem wird die Akzeptanz der anstrengenden Trainingsmethode bei den jeweiligen Personengruppen, deren Durchführbarkeit im Alltag sowie der Zusammenhang zwischen den Effekten und der Leistungsmotivation der Teilnehmer in den Fokus gerückt.

Sound-Karate. Mehrebenenanalyse in der Schulsportforschung – eine Längsschnittstudie am Beispiel Sound-Karate

Matthias Lindel/Prof. Dr. Stefan König

Mit dem Forschungsprojekt Sound-Karate werden zwei grundlegende Ziele verfolgt: Auf der inhaltlichen Ebene geht es um die Frage, welche Auswirkungen ein Sound-Karate-Training im Schulsport auf die Fitness (Koordination, Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer) von Schülerinnen und Schüler hat. Mithilfe eines quasi-experimentellen Designs soll der Nachweis erbracht werden, dass Sound-Karate ein probates Mittel darstellt, um die Fitness von Schülerinnen und Schülern zu verbessern. Forschungsmethodisch soll der Mehrwert von Mehrebenenmodellen unter besonderer Berücksichtigung von nichtlinearen Modellierungsansätzen gegenüber klassischen regressionsanalytischen Ansätzen in der Schulsportforschung erkundet und exemplarisch dargestellt werden. Im ersten Schulhalbjahr 2016/17 nahmen rund 700 Schülerinnen und Schülern an der durchgeführten Datenerhebung im Rahmen der Hauptstudie teil. Hierbei wurden insgesamt 9 sportmotorische Tests mit Schülerinnen und Schülern der Grundschule, der Werkrealschule, der Realschule und des Gymnasiums durchgeführt. Zurzeit läuft die Datenaufbereitung und -auswertung in Bezug auf die verschiedenen Modellierungsansätze.

Effekte von Textproduktion auf das Bewegungslernen

Manuel Lutz/Prof. Dr. Stefan König

Bewegungen im Rahmen des Deutschunterrichts auf die Ausführung der beschriebenen Bewegungen im Sportunterricht. Grundlegend ist dabei die Annahme, dass der Schreibprozess als eine Art mentales Training wirkt, das die Realisation der Bewegung unterstützt. Theoretisch fundiert wird diese Annahme durch das Konzept der antizipativen Verhaltenssteuerung. Konkret wird untersucht, ob Schülergruppen sportliche Bewegungen besser ausführen, wenn das sportliche Lernen mit einem Schreibprozess im Deutschunterricht verknüpft wird. Praxisbezug besteht insofern, als dass schulisches Lernen und Techniklernen direkt im Fokus der Arbeit stehen. Die Ergebnisse der Pilotstudie mit einer Stichprobe von n=15 Schülern zeigen eine signifikante Verbesserung der Experimentalgruppe. Das methodische Vorgehen verknüpft qualitative und quantitative Verfahren: Videographie mit Expertenrating zur Beurteilung der Bewegungsqualität, ergänzend dazu biomechanische Messungen; Befragung von beteiligten Lehrern und Schülern mittels Interview bzw. Fragebogen zur Akzeptanz des methodischen Vorgehens im Unterricht; Beurteilung der Qualität der verfassten Schülertexte zur Überprüfung möglicher Zusammenhänge zwischen Lernerfolg und Textqualität.

Ausbildungsfähigkeit von Schulabgängern in Bezug auf körperliche Fähigkeiten und Fertigkeiten

Manuel Lutz/Prof. Dr. Stefan König

Die Wirtschaft klagt in zunehmendem Maße darüber, dass viele Schulabsolventen heutzutage nicht mehr ausbildungsfähig sind (DIHK, 2010). Damit ist nicht immer, aber häufig auch die körperliche Entwicklung gemeint, also die Tatsache, ob Jugendliche den körperlichen Anforderungen des Ausbildungsberufs gewachsen sind.

In der ersten Phase des Projekts wird eine strategische Partnerschaft zwischen der PH Weingarten, der IHK Bodensee-Oberschwaben (und ihren Mitgliedsbetrieben) sowie internationalen Partnern vorbereitet. Ziel wird es zunächst sein, internationale Kooperationspartner für das geplante Projekt zu gewinnen.

Methodisch wird zunächst versucht, über qualitative Verfahren einen Überblick über die Thematik aus Sicht von Ausbildungsbetrieben und Auszubildenden zu gewinnen. In einem zweiten Schritt ist eine Interventionsstudie geplant, die zur Überprüfung der Fähigkeiten und Fertigkeiten der Auszubildenden dient. In einem dritten Schritt wird ein Curriculum erarbeitet, das in die Gesundheitsprävention von Betrieben und in die Lehrerausbildung einfließen kann. Das Fach Sport der PH Weingarten wird dabei als Projektkoordinator fungieren.

Quelle: DIHK – Deutscher Industrie- und Handelskammertag e. V. (2010). Ausbildung 2010. Ergebnisse einer IHK-Unternehmensbefragung. Berlin.

 

Projekte im Fach Pädagogische Psychologie

 

Zusammenhänge von Lesekompetenz und crossmodalen Stimulus-Antwort-Kombinationen im Entwicklungsverlauf

Sarah Lukas & Kristina Götz

In diesem Projekt sollen Erkenntnisse aus dem Forschungsbereich der Stimulus-Antwort-Modalitäten mit denen aus dem Forschungsbereich des Lesekompetenzerwerbs fusioniert werden. In der Forschung der Stimulus-Antwort-Modalitäten werden Interaktionen der zu verarbeitenden Stimulus-Modalität (visuell, auditiv, usw.) mit denen der entsprechenden Antwort-Modalität (manuell, vokal, usw.) untersucht. Beim Lesen wird aus dem visuellen Stimulus eine vokale Antwort. Somit rechtfertigt es sich, den Lesekompetenzerwerb unter dem Aspekt verschiedener Stimulus-Antwort Modalitäten zu betrachten. Speziell die Fähigkeit, Assoziationen zwischen visuellem Stimulus und vokaler Antwort zu lernen, ist mit Lesekompetenz verknüpft (Hulme, Goetz, Gooch, Adams, & Snowling, 2007). Jedoch ist die Kombination von visuellem Stimulus mit vokaler Antwort generell schwieriger als z. B. die Kombination von visuellem Stimulus und manueller Antwort oder auditivem Stimulus und vokaler Antwort. In dem hier vorgestellten Forschungsprojekt sollen die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Stimulus- und Antwort-Modalitäten hinsichtlich der Lesekompetenz untersucht werden.

Correlation of reading skills and crossmodal stimulus-response-combinations in the course of development

Sarah Lukas & Kristina Götz

This project merges research on stimulus-response modalities with research on the acquisition of reading skills. Within the research on stimulus-response modalities, interactions of stimulus modality (visual, auditory,…) and the corresponding response modality (manual, vocal…) are investigated. In reading, a visual stimulus is translated into a vocal response. Thus, it is justified to observe the acquisition of reading skills with regard to different stimulus-response modalities. Specifically, the ability to learn associations between visual stimuli and vocal responses is correlated with reading skills (Hulme, Goetz, Gooch, Adams, & Snowling, 2007). But with respect to stimulus-response modalities, the combination of visual stimulus and vocal response is generally more difficult as for instance the combination of visual stimulus and manual response or auditory stimulus and vocal response. In the present project, correlations between different stimulus-response-modalities and reading skills will be investigated.

SPP 1772: Human performance under multiple cognitive task requirements: From basic mechanisms to optimized task scheduling

LU 2070/1-1: Handlungsauswahl und Effektorientierung im Multitasking

Sarah Lukas

Menschliche Handlungen können auf zwei Arten gesteuert werden: Im sensomotorischen Modus sind Handlungen eher Re-Aktionen auf externe Reize und somit werden einfache Reiz-Reaktions-Regeln angewandt. Im ideomotorischen Modus werden Handlungen internal gesteuert durch die Antizipation des betreffenden Handlungsresultats. Damit Handlungseffekte genutzt werden können, um jemandes Handlungen zu steuern, müssen erst einmal die Gesetzmäßigkeiten zwischen Handlung und Effekt gelernt werden. Dieses bi-direktionale Lernen kann auf sensomotorische oder ideomotorische Art und Weise geschehen. Beim sensomotorischen Lernen werden bestimmte Reiz-Reaktion-Regeln angewandt, beim ideomotorischen Lernen können frei gewählte Antworten ausgeführt werden, aber in beiden Lernformen lösen die Handlungen stabile Effekte aus. Frühere Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass Lern- und Handlungskontrollmodus bei einfachen Handlungen wie Tastendrücke miteinander interagieren. Allerdings wurde noch nicht gezeigt, wie diese beiden Prozesse in einem komplexeren Kontext interagieren, z. B. bei der Ausführung einer Aufgabe. Darüber hinaus gibt es erste Hinweise, dass Handlungseffekte unterstützend bei der Aufgabenausführung genutzt werden können. Das Ziel des hier vorliegenden Projekts ist es, die Zusammenhänge von Lern- und Handlungskontroll-Modi in einem komplexen Aufgabenkontext zu untersuchen sowie begünstigende Faktoren von Handlungseffekten zu finden, welche die Aufgabenausführung und die Aufgabenplanung optimieren können. Um dieses Ziel zu erreichen, werden ein Aufgabenwechselparadigma mit Hinweisreiz (um sensomotorische Handlungskontrolle zu untersuchen) und ein freiwilliges Aufgabenwechselparadigma (um ideomotorische Handlungskontrolle zu untersuchen) als Forschungsmethode verwendet. Zusätzlich erfahren die Versuchsteilnehmer aufgabenspezifische Handlungseffekte. In einer Reihe von Experimenten wird untersucht, wie diese Handlungseffekte sowie die Lern- und Handlungskontrollmodi die Aufgabenausführung beeinflussen.

Dieses Projekt findet im Rahmen des DFG Schwerpunktprogramms 1772 – Human performance under multiple cognitive task requirements: From basic mechanisms to optimized task scheduling – statt. Weitere Informationen zum SPP finden Sie hier: http://www.spp1772.uni-freiburg.de/

Ansprechpartnerin: Angelika Sommer

SPP 1772: Human performance under multiple cognitive task requirements: From basic mechanisms to optimized task scheduling

LU 2070/1-1: Action selection and effect orienting in a multitasking environment

Sarah Lukas

Human action can be controlled in two modes: in the sensorimotor mode, actions are rather re-actions to external stimuli, thus simple stimulus-response (S-R) rules are applied. In the ideomotor mode, actions are internally controlled by the anticipated outcome of the respective action. In order that action effects can be used to control one’s action, regularities between action and effect have to be learned. This bi-directional learning can take place in a sensorimotor as well as in an ideomotor way. In sensorimotor learning, given S-R rules are applied, in an ideomotor way, freely chosen responses are performed, but both actions elicit stable effects. Previous research has shown that the mode of learning and the mode of action control interact with each other for simple actions as key-presses. However, it has not been shown yet, how these processes interact with each other in a more complex context, as in task performance. Furthermore, there are indications that action effects can supportingly be used in task performance. The aim of the present project is therefore to investigate learning and action control mode interactions in a task-performance context, as well as to find advantageous factors of action effects that can optimize task execution and task scheduling. To achieve this goal, a cued task-switching paradigm (to investigate sensorimotor action control) and a voluntary task-switching paradigm (to investigate ideomotor action control) are used as research method. In addition, participants experiences task-specific action effects. In a series of experiments it will be examined, how these action effects as well as the learning and the action control mode influence task performance.

This project takes place in the frame of the DFG Priority program 1772 – Human performance under multiple cognitive task requirements: From basic mechanisms to optimized task scheduling. For further information, visit: http://www.spp1772.uni-freiburg.de/

Contact person: Angelika Sommer

 

Projekte im Fach Biologie

 

Analyse des Einflusses von Aufgabenkontexten auf Schülervorstellungen zu Natürlicher Selektion (Dissertationsvorhaben)

Ulrike Miller-Betzitza, M. A.

Zur Erhebung von Vorstellungen zur Natürlichen Selektion existieren unterschiedliche Instrumente (u. a. Anderson et al., 2002). Diese unterscheiden sich unter anderem in ihrem Aufgabenkontext. Verschiedene Studien aus der Kognitionspsychologie zeigen jedoch, dass der Aufgabenkontext eng mit dem Antwortverhalten verknüpft ist. Dennoch wird versucht, mit Aufgaben, die in Bezug auf ihren Aufgabenkontext variieren, das gleiche naturwissenschaftliche Konzept zu testen. In dieser Problematik könnte eine Ursache dafür zu finden sein, dass Probanden scheinbar inkonsistent auf Aufgaben zum selben naturwissenschaftlichen Konzept antworten (Nehm & Ha, 2011). Daher muss für die Konstruktion von validen und reliablen Erhebungsinstrumenten der Aufgabenkontext als möglicher Einflussfaktor stärker berücksichtigt werden. Im Rahmen einer explorativen Studie (Betzitza, 2013) wurde der Einfluss erster Kontextfacetten bereits in einem qualitativen Design getestet. Die Ergebnisse dieser Studie werden für die Entwicklung eines quantitativen Erhebungsinstruments genutzt.

Literatur:

Anderson, D. L., Fisher, K. M., & Norman, G. J. (2002). Development and evaluation of the conceptual inventory of natural selection. Journal of Research in Science Teaching, 39 (10), 952–978.

Nehm, R., & Ha, M. (2011). Item Feature Effects in Evolution Assessment. Journal of Research in Science Teaching, 48 (3). 237–256.

Betzitza, U. (2013). Untersuchung des Einflusses unterschiedlicher Aufgabekontexte auf Schülervorstellungen von Natürlicher Selektion. Master Thesis. Weingarten: Pädagogische Hochschule Weingarten.

 

Projekte im Fach Wirtschaft

 

Inklusive Berufsorientierung – Ein Konzept zur Berufsorientierung in der Sekundarstufe I für SchülerInnen mit Beeinträchtigung (Dissertationsvorhaben)

Lisa Laur

Seit der UN-Behindertenrechtskommission im Jahr 2009 muss die Inklusion umgesetzt werden. Lehrkräfte an Regelschulen stehen daher vor der Herausforderung, eine „inklusive Berufsorientierung“ zu gewährleisten, um allen SchülerInnen einen erfolgreichen Übergang von der Schule in den Beruf zu ermöglichen. Hierzu soll im Rahmen des Dissertationsprojekts ein Konzept zur „inklusiven Berufsorientierung“ für Schulen der Sekundarstufe I entwickelt werden, welches insbesondere die Lebenssituationen von Jugendlichen mit Beeinträchtigung berücksichtigt.

 

Projekte im Fach Soziologie

 

Projekt auf Gemeindeebene: Implementierung der Ganztagsgrundschule in der Gemeinde Meckenbeuren (Bodenseekreis)

Oliver Semmelroch M. A. (Pädagogische Hochschule Weingarten)

Das Projekt verbindet Bildungsberatung, Netzwerkbildung und Informationsaufbereitung auf Gemeindeebene. Ziel ist die kooperative Zusammenarbeit, Koordination und Vernetzung aller beteiligten Instanzen bei der möglichen Implementierung der Ganztagsgrundschule nach Landeskonzept Baden-Württemberg in der Gemeinde.

(Jan. 2016 – Jan. 2017)

 

Interdisziplinäre Projekte in den Fächern Soziologie/Erziehungswissenschaft

 

Bildungsentscheidungen und -aspirationen im veränderten Bildungssystem von Baden-Württemberg beim Übergang in die Sekundarstufe I

Oliver Semmelroch M. A. (Pädagogische Hochschule Weingarten, Soziologie);

Prof. Dr. Katja Kansteiner (Pädagogische Hochschule Weingarten, Erziehungswissenschaft)

Das Dissertationsvorhaben soll der Frage nach der Formation elterlicher Aspirationen und Bildungsentscheidungen unter dem Einfluss der Veränderungen des Bildungssystems in Baden Württemberg nachgehen. Dabei stehen insbesondere die grundlegenden Änderungen des baden-württembergischen Schulsystems im Zentrum des Vorhabens, die sich ihrerseits als systemdiskrepant zum bisherigen Schulsystem erweisen, da sie durch die Implementierung inklusiver Schul- und Bildungssettings, die bisweilen hochgradig selektiven Momente an den Gelenkstellen beim Übergang in die Sekundarstufe I im baden-württembergischen Schulsystem konterkarieren.

(bis Sept. 2017)



 
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