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Entwicklung flexibler Rechenkompetenzen in verschiedenen Unterrichtskontexten

Beteiligte Institutionen:          Pädagogische Hochschule Weingarten

                                            University of North Carolina Charlotte

 

Projektleitung: Dr. Michael Green (UNCC)

                        Dr. Jack Piel (UNCC)

                        Prof. Dr. Elisabeth Rathgeb-Schnierer

 

Laufzeit: 07/2009 bis 10/2013

 

Finanzierung: PH Weingarten

                       (Forschungssemester)

 

Kurzbeschreibung:

Im gemeinsamen Projekt der oben genannten Institutionen wird die Entwicklung flexibler Rechenkompetenzen in unterschiedlichen Unterrichtskontexten untersucht.  

In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich im Bereich des Rechnenlernens wesentliche Veränderungen vollzogen: Der Schwerpunkt liegt heute nicht mehr auf dem Einschleifen mechanischer Fertigkeiten, sondern auf der Entwicklung flexibler Rechen- und Problemlösekompetenzen. Innerhalb der mathematikdidaktischen Forschung gibt es zunehmend mehr Arbeiten, die sich mit der Entwicklung flexibler Rechenkompetenzen beschäftigen. Die meisten vorliegenden Untersuchungen stützen sich hierbei auf ein Strategiewahlmodell, das davon ausgeht, dass Kinder vor dem Lösen einer Aufgabe eine Strategie auswählen. Dementsprechend richten diese Untersuchungen ihren Blick auf die Quantität der genutzten Strategien. Unserer Untersuchung liegt ein Emergenzmodell (Threllfall 2002 & 2009, Schütte 2004) zugrunde, welches die bewusste Wahl einer Strategie deutlich in Frage stellt und basierend auf der situierten Kognition davon ausgeht, dass Lösungswege im Lösungsprozess in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren emergieren. Dementsprechend reicht es nicht aus, von der Quantität der Lösungswege auf flexible Rechenkompetenzen zu schließen. Verschiede Untersuchungen haben gezeigt, dass flexible Rechner über Merkmale verfügen, die den Lösungsprozess beeinflussen, dazu gehören u.a. ein aspektreiches Zahl- und Operationswissen, das Erkennen von Aufgabenmerkmalen und Zahlbeziehungen sowie metakognitive Kompetenzen (z. B. Heirdsfield et. al. 2002 & 2004; Macintyre et. al 2003, Rathgeb-Schnierer 2006). Diese Merkmale lassen sich in den Lösungsprodukten von Kindern kaum erkennen; die Betrachtung des Lösungsprozesses mithilfe qualitativer Methoden wird erforderlich.

Mit der Untersuchung verfolgen wir verschiedene Ziele. Neben der Entwicklung, Erprobung und Evaluation adäquater Datenerhebungs- und Analyseinstrumente beziehen sich diese auf die flexiblen Rechenkompetenzen, die Kinder aus unterschiedlichen Unterrichtskontexten am Ende von Klasse 2 und 4 zeigen.

 

 
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Forschung