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Forschungszentrums für
Elementar- und Primarbildung
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Auswirkungen der Zahlenblickschulung auf flexible Rechenstrategien bi Kindern mit Lernschwierigkeiten in Mathematik - ein Projekt in Klasse 1

Beteiligte Institutionen:  Pädagogische Hochschule Weingarten 
Projektleitung:  Dr. Charlotte Rechtsteiner 
Kooperation:  Prof. Dr. E. Rathgeb-Schnierer 
Laufzeit:  09/2008 bis 2012 
Finanzierung:  Zentrum für Elementar- und Primarbildung 

 

Kurzbeschreibung:

 

Theoretische Einberrung und Forschungsfrage:

Die vorliegende Studie knüpft an zwei Forschungsbereiche an: Lernschwierigkeiten in Mathematik und flexibles Rechnen. Studien zu Lernschwierigkeiten in Mathematik beziehen sich im Wesentlichen auf die Möglichkeiten der Einzelförderung (Kaufmann 2003, Zimmermann 2005).

Keine bislang bekannte Untersuchung geht unter dem Aspekt des Präventiven fachdidaktischen Arbeitens vor. In der Forschung zum flexiblen Rechnen wird deutlich, dass die Ausbildung des Zahlenblicks als Voraussetzung für flexibles Rechnen eine wichtige Rolle spielt (Lorenz 1997, Selter 2000, Schütte 2002, 2004, Rathgeb-Schnierer 2006, 2010). Der Frage, inwieweit schwache Kinder durch Zahlenblickschulung ebenfalls flexible Rechenkompetenzen ausbilden können, wird bisher empirisch nicht nachgegangen. Daher wird in diesem Projekt die Rechenwegsentwicklung mit und ohne Zahlenblickschulung bei schwachen Kindern des ersten Schuljahrs untersucht. Hierbei steht eine Frage im Mittelpunkt: Unterstützen Aktivitäten zum Zahlenblick die Ablösung vom zählenden Rechnen und den zunehmenden Einsatz strategischer Werkzeuge auch bei schwächeren Kindern?

 

Methodische Vorgehensweise:

Zur Datenerhebung wurden in 7 Klassen je vier problemzentrierte Interviews mit insgesamt 20 Kindern durchgeführt. Die Durchführung erfolgte anhand eines Interviewleitfadens (Ginsburg 1981, Hopf 2007). Zur Datenanalyse wurde die qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2008a, 2008b) genutzt. Dabei wurd der Frage nach der Nutzung strategischer Werkzeuge mithilfe der strukturierenden Inhaltsanalyse nachgegangen. Zur Analyse der Lösungswegbegründungen wird die induktive Kategorienbildung gewählt. Daraus abgeleitet werden auf der Grundlage mathematikdidaktischer Theorien zum flexiblen Rechnen (Rathgeb-Schnierer 2006, 2010, Threlfall 2002, 2009) und zum Beweisen (Harel/Sowder 2007) sowie argumentationstheoretischer Ansätze (Fetzer 2007, 2011, Toulmin 1996) Begründungshierarchien entwickelt. Die Theoriebildung erfolgt durch die Entwicklung von Typen (Kelle/Kluge 2010).

 

 
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Zahlenblickschulung