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Theologie
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Kriterien für die Erstellung von Wissenschaftlichen Arbeiten

Kunstmann

 

BEWERTUNGSKRITERIEN

 

In die Bewertung einer wissenschaftlichen Arbeit gehen zu etwa gleichen Teilen ein: die Arbeitsleistung (insbesondere die gründliche Kenntnis und Auswertung der verwendeten Literatur), der Aufbau (stringente, nachvollziehbare und am Thema orientierte Gliederung), sowie vor allem die Reflexionsleistung (gedankliches Niveau und Eigenständigkeit der Arbeit).

Eine wissenschaftliche Arbeit zeichnet sich grundsätzlich durch eine eigenständige Reflexion, durch Nachvollziehbarkeit und Überprüfbarkeit aus.

 

ARBEITSLEISTUNG

Die Arbeitsleistung ergibt sich vor allem aus Umfang und möglichst eingehender Rezeption und Weiterverarbeitung von wissenschaftlicher Literatur, evtl. auch aus dem Umfang eingebrachter empirischer Untersuchungen usw. Achten Sie darauf, dass Ihre Darstellung der Literatur nicht bloße Wiedergabe von Positionen ist, sondern diese kritisch vermittelt!

Natürlich spielt auch der Umfang der Arbeit selbst eine Rolle – er ist aber in seiner Wertigkeit deutlich dem Reflexionsniveau nachgestellt.

 

AUFBAU

Die Struktur der Arbeit soll aus dem Inhaltsverzeichnis klar erkennbar und nachvollziehbar sein. Alle Teile sollen in einer stringenten Reihenfolge stehen; Teile ohne Bezug zum bearbeiteten Thema sind zu vermeiden. Möglich sind allenfalls Exkurse, die aber begründet sein müssen.

Achten sie vor allem darauf, dass die einzelnen Schritte der Arbeit keine Addition darstellen, also ein zusammenhangloses Abarbeiten einzelner, nicht miteinander verzahnter Einzelpunkte!

Im Schlusskapitel stehen in der Regel Folgerungen aus der aufgeworfenen These. Zusammenfassungen sind möglich, aber nicht zwingend.

 

REFLEXIONSLEISTUNG

Entscheidend ist das gedankliche Niveau der Arbeit, das sich in der Regel in einem kritischen, d.h. plausibel und eigenständig abwägenden Urteil zeigt und in dem die Tiefe der entsprechenden Sach- und Problemkenntnis hervortritt. Erwartet wird die deutlich über Referate von Positionen hinausgehende, objektive, kritisch abwägende und begründete Beurteilung des gewählten Themas.

Empfehlenswert ist die Aufstellung und Bearbeitung einer eigenständigen, begründeten These zum bearbeiteten Thema, die bereits im Beginn der Arbeit aufgestellt und dann Schritt für Schritt entfaltet wird.

Wichtig: eine wissenschaftliche Arbeit gibt keine subjektive Meinung wieder! (Formulierungen wie „Jeder soll selbst entscheiden...“; „man soll sich wohlfühlen...“; „bei so vielen Theorien kann keine allgemeingültig sein...“ deuten gedankliche Hilflosigkeit an und sind strikt zu vermeiden). Persönliche Kommentare („ich meine…“, „ich habe dieses Thema gewählt, weil…“, subjektive Einschätzungen usw.) sind nur im begründeten Ausnahmefall angebracht.




ALLGEMEINE HINWEISE

 

1. Vollständiger „Kopf”

Geben Sie neben dem Titel der Arbeit an:

  • Ihre Adresse
  • die Veranstaltung (außer bei der wiss. Hausarbeit)
  • die Art des angezielten Scheins

(z.B.: „Hauptseminar-Arbeit im Grundlagenwahlfach Ev. Theologie”)

  • unbedingt auch Ihre Mail-Adresse (!)

Hinweis: Der Titel der Professoren lautet schlicht: „Prof. Dr. ….. “

 

2. Formaler Aufbau der Arbeit

Titelblatt

Inhaltsverzeichnis mit einfacher Seitenangabe („7“, „11“…)

TEXT

Vollständiges Literaturverzeichnis (s. 3.)

Evtl. Material-Anhang

 

3. Korrekte Zitation

Alle wörtlichen und gedanklichen (!) Anleihen sind korrekt zu kennzeichnen. Ungekennzeichnete Übernahmen bedeuten unwissenschaftlichen Arbeitsstil und sind nicht akzeptabel.

In Ihren Fußnoten können Sie Kurztitel verwenden (z.B.: Kunze: Wissenschaft, 15-22; oder: Kunze 2002, 17 oder vergleichbar). Ihre Zitation muss in jedem Fall einheitlich sein.

Die Zitation lautet nach internationalem, so gut wie immer eingehaltenem Standard:

 

 Monographie:               Name, Vorname: Titel. Untertitel, Ort Jahr, Seite(n) [ohne „S.“!]

 Beispiel:

 Kunze, Karl: Wissenschaft als Lebensinhalt. Anmerkungen zu einem zu wenig diskutierten Thema, Ulm 2005, 17.

 Aufsatz-Titel:               Name, Vorname: Titel. Untertitel, in: Name, Vorname (Hg.): Titel. Untertitel, Ort Jahr, Seite(n)   

                                    bei Gesamthinweis Seitenzahl des gesamten Aufsatzes (z.B. 16-38)

 Zeitschriftenaufsatz:    Name, Vorname: Titel. Untertitel, in: Zeitschrift Nummer (Jahr), Seite(n)

                                    bei Gesamthinweis Seitenzahl des gesamten Aufsatzes (z.B. 16-38)

  Hinweis: beim Verfasser-Namen sind Variationen möglich. Vor allem der Vorname kann vor oder hinter dem Zunamen stehen und kann ausgeschrieben oder abgekürzt sein.

 

 

Das Zitat im Zitat wird nicht mit > und <, sondern mit ,einfachem Anführungszeichen‘ gekennzeichnet (s. Einfügen Sonderzeichen/Symbol)

Bei unmittelbarer Wiederholung einer Stelle verwenden Sie „ebd.” (= ebenda).

Bei Verweis auf eine bereits früher zitierte Publikation kann man „a.a.O.” (am angegebenen Ort) verwenden; das ist allerdings immer weniger üblich, meist verwendet man Kurztitel (s.o.).

Bei indirekter Übername (d.h. bei gedanklicher Paraphrasierung eines übernommenen Gedankens) verwenden Sie „vgl.“

Unwissenschaftlich und nicht zitierfähig sind

- Das Internet (auch Internet-Lexika wie z.B. Wikipedia); benutzbar nur im begründeten Ausnahmefall (etwa als Materialbeleg)

- Der Verweis auf Seminarmitschriften (sprachlich unkorrekt sog. „Aufschriebe“)

- Allgemeine Lexika wie Duden und Brockhaus (theologische Lexika dagegen durchaus!)

- Schulbücher

- Traktate

- Mündliche Aussagen usw.

 

4. Sprache

­­Verwenden Sie unbedingt die korrekte Schriftsprache, also keine Rede- oder gar Umgangssprache („im Endeffekt“, „nichtsdestotrotz“ usw.). Sprachliche Mängel können die Note beeinträchtigen und fungieren faktisch oft als Symptome für ein auch gedanklich schwaches Niveau.

Achten Sie insbesondere auf

- die Kommasetzung (Komma in der Regel bei der Markierung einer untergeordneten Satzebene; ferner bei „und“, wenn Subjektwechsel!)

- korrekte Relativpronomen (Bezug nicht über den Satz hinaus)

- die Unterscheidung von das / dass

- die Unterscheidung von Verbindungs-Strich und Gedanken – Strich (also nicht: „Kunst – Auffassung“ oder „da- sonst- nichts ist…“ usw.)

- Großschreibung von Verben und substantivierten Adjektiven (das Auffassen, das Erklären; ferner: etwas Spezielles usw.) usw.

 

5. Abgabe der Arbeit

Halten Sie die Abgabetermine ein! Und verzichten Sie bitte von einer Nachfrage per Mail – wenn Ihre Arbeit korrigiert ist, gibt der Dozent in der Regel in der Veranstaltung Bescheid oder hängt eine Notiz am Schwarzen Brett aus.

 
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