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Jeux Dramatiques

Die Jeux Dramatiques (Ausdrucksspiele aus dem erleben) stammen aus dem freien Theaterspiel, und wurden vom französischen Schauspieler und Regisseur Léon Chancerel für die Arbeit mit Kindern weiterentwickelt. Ihre heutige Form geht vor allem auf die schweizerische Pädagogin Heidi Frei zurück.

 

Durch Bewegungen, Mimik und Gestik, sowie lauthaften Ausdrucksmitteln wird ermöglicht, sich spielerisch mit dem inneren Erleben auseinanderzusetzen. Hierbei sind die Jeux Dramatiques eine Alternative zum klassischen Theaterspiel.

 

Die Jeux Dramatiques können mit Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern umgesetzt werden.
Dabei ist ein inklusiver Ansatz gegeben: Menschen mit unterschiedlichsten Vorraussetzungen können gemeinsam spielen.

 

Als Grundlage für Spiele können Texte, Musikstücke, Bilder oder Bilderbücher dienen.

 

Es wird gespielt, meist ohne die Sprache zu verwenden. Es können jedoch kurze Sätze, Wörter, Ausrufe oder Geräusche ins Spiel mit eingebracht werden. Der Text, welcher Grundlage des Spiels ist,  wird begleitend vom Spielleiter gelesen. Diese Form ermöglicht den Spielern sich ganz auf die gewählte Rolle zu konzentrieren und den eigenen Ausdruck frei entfalten zu können. Eine Bewertung der Rolle oder des Ausdrucks gibt es nicht, so dass in einem geschützten Raum Emotionen und Bedürfnisse frei ausgedrückt und Entwicklungsprozesse angeregt werden können.

Das Hineinschlüpfen in verschiedenste Rollen wird durch das Verkleiden mit Tüchern erleichtert. Hierbei kann jeder Spieler seiner Fantasie freien Lauf lassen. Kostüme werden in den Jeux Dramatiques, anders als im klassischen Theater, nicht eingesetzt.

Das Erproben neuer, ungewohnter Rollen unterstützt die Selbstwahrnehmung und die Empathiefähigkeit. Gleichzeitig können innere Spannungen abgebaut, sowie Selbst-, Sach- und Sozialkompetenzen entwickelt werden.

 

Weitere Informationen können der Seite „Arbeitsgemeinschaft Jeux Dramatiques Deutschland" entnommen werden.

 
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Gong mit Tüchern