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KOPRA

Das Forschungsprojekt ‚Kompetenzentwicklung im Praxisjahr´ (KOPRA, gemeinsam mit Prof. Dr. Thorsten Bohl, Prof. Dr. Margarete Dieck, Prof. Dr. Günter Dörr, Prof. Dr. Diemut Kucharz, Dr. Stefanie Schnebel, Oliver Küster, Katharina Müller, Tanja Rosenberger) untersucht die Kompetenzentwicklung von Studierenden, die ein Praxisjahr durchlaufen.

 

In diesem Projekt haben sich die Pädagogische Hochschule Weingarten, das Staatliche Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Laupheim und aus der Stadt Biberach die Mali-Hauptschule mit Werkrealschule, die Birkendorf-Grundschule und das Amt für Schule und Bildung als Kooperationspartner zusammengefunden. Das Kultusministerium des Landes Baden-Württemberg hat einen vierjährigen Modellversuch genehmigt, der inzwischen mit dreijähriger Laufzeit auch auf den Realschulbereich (die beteiligten Schulen liegen in Riedlingen und Weingarten) ausgedehnt wurde. Das Regierungspräsidium Tübingen sorgt für organisatorische und rechtliche Absicherungen.

Der Modellversuch setzt sich folgende Ziele:

-   stärkere Verzahnung der ersten und zweiten Ausbildungsphase

-   Erhöhung bzw. Intensivierung der schulpraktischen Ausbildungsanteile

-   Verbesserung der Theorie-Praxis-Verknüpfung während des Studiums

-   Möglichkeit zur frühen Überprüfung der Berufsentscheidung, um die Abbrecherquote in hohen Semestern und im Vorbereitungsdienst zu reduzieren

Organisatorischer Aufbau

Das Praxisjahr setzt die bisherigen, praxisorientierten Ausbildungsteile neu zusammen. Das Einführungspraktikum besteht an der Pädagogischen Hochschule Weingarten aus zwei Teilen. Im Orientierungspraktikum hospitieren die Studierenden zwei Wochen an einer Schule, um erste Einblicke in Berufsaufgaben und Schülerschaft zu bekommen. Dann absolvieren sie ebenfalls im Grundstudium ein schulpädagogisch ausgerichtetes Tagespraktikum. In der begleitenden Lehrveranstaltung „Einführung in die Unterrichtsplanung“ lernen sie Grundlagen der Unterrichtsplanung und Unterrichtsanalyse kennen. Im Tagespraktikum hospitieren die Studierenden und unternehmen selbst erste Unterrichtsversuche. Diese können teilweise auch im Team stattfinden. Ferner beteiligen sich die Studierenden an Differenzierungsmaßnahmen im Unterricht.

Im herkömmlichen Verlauf der schulpraktischen Studien folgt nach dem Einführungspraktikum das erste Blockpraktikum. In den vier Wochen an einer Schule wird wiederum hospitiert, aber es werden auch mindestens 15 Stunden gehalten, durch einen Mentor beraten und beaufsichtigt. Das zweite vierwöchige Blockpraktikum steigert diese Zahl auf 20 Stunden und richtet die Beratung verstärkt fachdidaktisch aus. Bereits nach dem ersten Blockpraktikum kann eines der fachdidaktischen Tagespraktika absolviert werden. Eine Gruppe von sechs Studierenden verbringt den Mittwochvormittag in einer Schule, an der unter der Anleitung eines Ausbildungslehrers und eines Hochschuldozenten zwei Stunden gehalten werden; zwei weitere Stunden dienen der Vor- und der Nachbesprechung.

Der Vorbereitungsdienst an einem Seminar für Didaktik und Lehrerbildung beginnt am 1. Februar mit einem Hospitationshalbjahr. Freilich werden hier auch Unterrichtsversuche unternommen, die von den Mentoren an der Schule und Lehrenden des Seminars betreut werden. In ganztägigen Veranstaltungen am Seminar und in Nachmittagsblöcken findet Unterricht in Pädagogik, Fachdidaktik, Schulrecht etc. statt. Nach den Sommerferien beginnt der eigenverantwortliche Unterricht (in der Regel 12 Stunden) der verbeamteten Lehramtsanwärter in den studierten Fächern. Nach Ostern werden dann in diesen Fächern Lehrproben abgenommen, der Vorbereitungsdienst endet mit Beginn der Sommerferien.

In das Praxisjahr können die Studierenden nach dem Einführungspraktikum und der Zwischenprüfung in den studierten Fächern wechseln. Ein ganzes Schuljahr sind sie an den Schulen. Die Pädagogische Hochschule verrechnet die beiden vierwöchigen Blockpraktika und die beiden fachdidaktisch orientierten Tagespraktika. Das Seminar für Lehrerbildung und Didaktik Laupheim zieht das Hospitationshalbjahr des 1 ½ -jährigen Vorbereitungsdienstes nach vorne. Die restliche Dauer des Vorbereitungsdienstes wird später also ein Jahr betragen. Im Wintersemester sind die Studierenden nach wie vor an der Hochschule immatrikuliert. Im zweiten Halbjahr sind sie beurlaubt und erhalten einen Praktikantenvertrag mit dem Regierungspräsidium.


Erforscht wird das Praxisjahr unter Zugrundelegung des Standardkonzepts von Oser. Mit Fragebogen, halbstandardisierten Interviews, Video- und Vignettentests und Unterrichtsvideographie wird der Kompetenzentwicklung der Studierenden von Studienbeginn bis in die Berufseinstiegsphase nachgegangen.  

 

Dieses Forschungsprojekt wird von der Pädagogischen Hochschule Weingarten und vom Forschungsverbund Hauptschule des Landes Baden-Württemberg gefördert.

 
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