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Evaluationsverständnis

(zum Evaluationsverständnis: Bernhart, Dominik (2006): Die Rückwirkungen von innovativen Bewertungsformen auf Prozesse der Schulentwicklung: Der WESA-Schulversuch und seine Umsetzung. Diplomarbeit an der PH Weingarten.)

 

Der Evaluation der Maßnahmen im Projekt Führungskräfteentwicklung liegt ein mehrebenenanalytisches Vorgehen zugrunde, das nachfolgend präzisiert wird. Grundsätzlich gilt dabei, dass die Wirksamkeit der Maßnahmen am Transfer der Inhalte in die professionelle Praxis der Teilnehmenden festgemacht wird (zum Transferbegriff vgl. Mutzeck 1988, S. 8).

Bezogen auf den Zeitpunkt der Evaluation arbeiten wir mit einer Kombination aus formativer und summativer Evaluation. Die formative Herangehensweise hat den großen Vorteil, dass die Evaluationsergebnisse die während dem Prozess gewonnen werden, wiederum als Grundlage für Steuerungsentscheidungen verwendet werden können. Eine summative Evaluationsabsicht wird am Ende des Prozesses realisiert, wenn die Maßnahme als Ganzes bewertet wird.

Die Evaluation ist durch den Evaluationsauftrag themengebunden und wird durch Angehörige der PH Weingarten (extern) vorgenommen. Bezogen auf den Gegenstandsbezug ist die Evaluation eindeutig als Fremdevaluation zu klassifizieren.

Ein großer Stellenwert kommt den Fragen der Insertion, also der Beteiligung der Evaluierenden am zu evaluierenden Prozess, sowie dem Wissenschaftsbezug der durchgeführten Evaluation zu. Hier handelt es sich letztendlich um die Frage der Evaluationsabsicht: geht es darum konkret die professionelle Praxis der Evaluierten zu optimieren und zu verändern, oder steht die Frage nach dem Gewinn von wissenschaftlichen Erkenntnissen im Vordergrund. Beide Aspekte können durch Rückgriff auf Überlegungen zur Praxisforschung (vgl. Moser 1995) vereint werden. Denn das charakteristische Merkmal der Praxisforschung ist die Anwendungsorientierung, die zu einer Veränderung der Praxis beitragen will (vgl. Heiner 1988, S.7). Diese Anwendungsorientierung und die Veränderungsabsicht machen deutlich, dass diesbezügliche Evaluationen mit einem Beratungsauftrag der Evaluierenden einhergehen. Die Evaluierten (d.h. die Projektgruppe und die von ihr beauftragten Fortbildnerinnen und Fortbildner) werden im Prozessverlauf kontinuierlich beraten (wenn sie das wünschen), vor allem auf Grundlage der formativ ausgerichteten Zwischenergebnisse. Neben der Anwendungsorientierung und Praxisberatung ist die Praxisforschung jedoch auch auf den wissenschaftlichen Diskurs ausgerichtet, der durch die Gewinnung von Forschungsergebnissen entsprechend voran gebracht werden soll. Dies ist beim vorliegenden Konzept ebenfalls der Fall, das eindeutig als eine Form der Evaluationsforschung beschrieben werden kann (vgl. Bortz / Döring2006, S. 102f.). Letztlich sollen Anschlüsse zwischen Theorie und Praxis gefunden werden, die eine gegenseitige Bereicherung ermöglichen (vgl. Moser 1995, S. 86ff.).

Die nachfolgende Grafik zeigt die zentralen Bestimmungsmomente des hier vorliegenden Evaluationsverständnisses zusammenfassend auf:

 

Evaluationsverständnis

 

 

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