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Mathematik
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Weingartener Kolloquium zur Didaktik der Mathematik

Die Mitglieder des Fachbereichs Mathematik laden alle an Mathematikdidaktik Interessierten recht herzlich zu den Kolloquiumsvorträgen im Wintersemester 2009/2010 ein.

Kurzfassung der Vorträge als PDF-Download


Wintersemester 2009/2010

 

17.11.2009     Prof. Dr. Stefan Krauss, Uni Regensburg
                          Diagnose mathematischer Kompetenzen -- was könnte das in Bezug auf
                          Mathematiklehrkräfte bedeuten?


01.12.2009     Tobias Dörfler, Universität Bamberg
                          Dynamisches Testen im Bildungssektor: Globale und domänen-spezifische
                         Anforderungen an eine dynamische Testdiagnostik


15.12.2009     Daniela Götze, Universität Dortmund
                          Kinder rechnen anders – ein Projekt zur Weiterentwicklung der
                          Grundschullehrerausbildung


19.01.2010     Prof. Dr. Andreas Eichler, PH Freiburg
                          Vorstellungen von Schülerinnen und Schülern zu Begriffen aus dem Bereich
                          Daten und Zufall


Alle Vorträge finden im Schlossbau der Pädagogischen Hochschule im Raum S 115 jeweils um 18.00 Uhr statt. Die Vortragsdauer mit Diskussion beträgt circa 60 min. Anschließend findet eine kleine Nachsitzung in einem nahe gelegenen Restaurant statt.



Vortragskurzfassungen

17.11.2009, Prof. Dr. Stefan Krauss, Uni Regensburg
Diagnose mathematischer Kompetenzen -- was könnte das in Bezug auf Mathematiklehrkräfte bedeuten?

In der COACTIV-Studie wurden die Mathematiklehrkräfte der PISA-Klassen 2003/04 befragt und getestet. Zentraler Bestandteil der Studie sind die Tests zum fachdidaktischen Wissen und zum Fachwissen von Mathematiklehrkräften der Sekundarstufe, die im Vortrag ausführlich vorgestellt werden sollen. Unter anderem die folgenden Fragen wurden mit den Tests untersucht: Welche Unterschiede gibt es hinsichtlich der Schulformen? Wie hängen fachdidaktisches Wissen und Fachwissen mit der Berufserfahrung zusammen? Welche Zusammenhänge bestehen zwischen den beiden Wissensbereichen und subjektiven Überzeugungen der Lehrkräfte sowie Aspekten des Unterrichts? Und schließlich: Inwieweit tragen die beiden Wissensbereiche zum Lernen der Schülerinnen und Schüler bei?


01.12.2009 , Tobias Dörfler, Universität Bamberg
Dynamisches Testen im Bildungssektor: Globale und domänen-spezifische Anforderungen an eine dynamische Testdiagnostik

Dynamische Tests gelten seit Langem als eine bewährte Alternative zu herkömmlichen (statischen) Tests. Anwendungen dynamischer Testansätze finden bereits sich in nahezu allen Bereichen der Psychologie mit einer starken Akzentuierung im Bereich der Intelligenz- bzw. Lernfähigkeitsdiagnostik. Zwar ist die Übertragung auf andere Domänen durchaus sinnvoll und gewünscht, kann jedoch aufgrund gegebener Besonderheiten des anvisierten Bereichs nicht immer ohne eheblichen Aufwand erfolgreich umgesetzt werden. Ausgehend von bereits gesicherten Erkenntnissen zu etablierten dynamischen Tests werden globale Anforderungen an dynamische Tests, aber auch die spezifischen Erfordernisse für die Anwendung in bislang weniger gut beforschten Domänen wie Lesekompetenz oder Mathematik besprochen. Am Beispiel der Lesekompetenz sollen hierzu inhaltliche und methodische Herausforderungen dargelegt und kritisch hinterfragt werden.


15.12.2009, Daniela Götze, Universität Dortmund
Kinder rechnen anders – ein Projekt zur Weiterentwicklung der Grundschullehrerausbildung

Es ist eine zentrale Leitidee guten Unterrichts, sich an den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Denkwegen der Schülerinnen und Schüler zu orientieren und deren Weiterentwicklung im Hinblick auf die zu erwerbenden Kompetenzen zielbewusst weiter zu entwickeln. Bereits angehende Lehrerinnen und Lehrer müssen daher lernen zu verstehen, wie Kinder mathematisch und teilweise sehr unterschiedlich – halt „anders“ – denken.
Das durch die Deutsche Telekom Stiftung unterstützte Projekt KIRA (www.kira.uni-dortmund.de) hat es sich zur Aufgabe gemacht, am Beispiel der Grundschule Materialien zu entwickeln und zu evaluieren, die zur Information, zur Illustration und zur Exploration im Rahmen von Vorlesungen, Übungen und Seminaren eingesetzt werden.    
Im Vortrag werde ich ausgewählte Materialien vorstellen und illustrieren, wie wir an der TU-Dortmund mit diesen Materialien arbeiten, die demnächst auch anderen Lehrerausbildungssituationen zur Verfügung gestellt werden sollen.


19.01.2010, Prof. Dr. Andreas Eichler, PH Freiburg
Vorstellungen von Schülerinnen und Schülern zu Begriffen aus dem Bereich Daten und Zufall

Kurzfassung: Viele Arbeiten zu Schülervorstellungen zum Wahrscheinlichkeitsbegriff basieren auf den Arbeiten von Piaget und  Inhelder, die eine Altersstufung im Durchdringen des  Wahrscheinlichkeitsbegriffs postulieren. Das aktuelle Forschungsprojekt,  das in dem Vortrag vorgestellt werden soll,  basiert ebenfalls auf der  Arbeit von Piaget und Inhelder mit folgenden Erweiterungen. Es soll  einerseits anhand von Testaufgaben (offene und geschlossene  Aufgabenstellungen) untersucht werden, welche Vorstellungen zum
klassischen und frequentistischen Wahrscheinlichkeitsbegriff bei Schülern verschiedener Jahrgangsstufen vorhanden sind. In einer Erweiterungsstudie soll zudem untersucht werden, inwieweit intuitive Vorstellungen zur Arbeit mit statistischen Daten bestehen.



 
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