Home » Forschung » FuN-Kolleg "Heterogenität" » Teilprojekt 18: Lernentwicklungsbegleitung als Maßnahme der individuellen Förderung

Teilprojekt 18: Lernentwicklungsbegleitung als Maßnahme der individuellen Förderung – Handlungsformen und Professionalisierungsperspektiven

An der Pädagogischen Hochschule Weingarten ist zum 1. August 2019 eine Abordnung im FuN-Kolleg "Heterogenität" im Teilprojekt 18: "Lernentwicklungsbegleitung als Maßnahme der individuellen Förderung – Handlungsformen und Professionalisierungsperspektiven" (Prof. Dr. Stefanie Schnebel, Erziehungswissenschaft) zu besetzen (Kennziffer: Teilprojekt 18 / 386).

Die Abordnung ist auf drei Jahre befristet und mit einer Lehrverpflichtung von in der Regel 2 SWS verbunden. Die Abordnung erfolgt mit dem Ziel der Promotion oder Habilitation.

Projekt- und Aufgabenbeschreibung
Verschiedene Bundesländer haben in den letzten Jahren Lernentwicklungsgespräche (LEG) als Bestandteil der individuellen Begleitung in heterogenen Lerngruppen und der Elternarbeit etabliert (Häbig 2016; Bonanati 2018). Als zentrales Moment eines Beratungs- und Lernbegleitungskonzepts der Schule werden LEGs einerseits auf der Mikroebene der konkreten Interaktion zwischen Lernenden, Eltern und Lehrkräften gestaltet und andererseits durch Strukturen auf der Mesoebene mit bedingt (Schnebel 2013; 2017). Ihre Begründung erfahren sie im Kontext individualisierender Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen. Entgegen ihrer bildungspolitischen und schulpraktischen Forcierung sind LEGs bislang theoretisch und empirisch wenig ausgearbeitet (Bonanati 2018).
Ziel des Teilforschungsprojektes ist es, die Praxis von LEGs hinsichtlich ihrer Bedingungen auf Ebene der Schule (Beratungskonzept) und der Akteure (Ziele, Kompetenzen, Einschätzungen) zu erfassen und die Gesprächsprozesse zu analysieren. Daraus sollen Erkenntnisse gewonnen werden, um Schulen gezielt in der Implementierung von LEGs zu begleiten und Fortbildungsmaßnamen für Lehrkräfte zu generieren. Zudem werden Ergebnisse des Projekts auf Tagungen präsentiert und veröffentlicht.

Anforderungen: Forschungsmethodische Kompetenz in qualitativen oder quantitativen Verfahren (Gesprächsanalysen, Kompetenztests, standardisierte Befragung); Mobilität und zeitliche Flexibilität (Schulbesuche, Hospitationen); Promotionsberechtigung.

Bewerbungsvoraussetzungen

  • Promotionsberechtigung (in der Regel mind. 8-semestriges Lehramtsstudium mit überdurchschnittlichem Staatsexamen oder Masterabschluss) mit einer für die Ausrichtung des Kollegs einschlägigen Fächerkombination,
  • drei Jahre überdurchschnittliche Bewährung in der Schulpraxis als Lehrperson an einer Grund-, Haupt-, Werkreal- oder Realschule, in der Sekundarstufe I einer Gemeinschaftsschule oder an einem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ). Die dreijährige Schulpraxis sollte zum Zeitpunkt des Beginns der Abordnung (1. August 2019) erfüllt sein.
  • Habilitandinnen und Habilitanden müssen zum Zeitpunkt der Abordnung promoviert sein. Die überdurchschnittliche Bewährung als Lehrperson ist in den Bewerbungsunterlagen durch eine aktuelle, nicht länger als ein Jahr (vom Zeitpunkt der Bewerbung an gerechnet) zurückliegende dienstliche Beurteilung durch die Schulleitung der Schule, an der sich die Lehrkraft zum Zeitpunkt der Bewerbung befindet, nachzuweisen.

Wir weisen auf das Landeshochschulgesetz des Landes Baden-Württemberg (insb. § 52 LHG) hin. Bei der Einstellung werden die Grundsätze des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) berücksichtigt. Die Pädagogische Hochschule hat sich zum Ziel gesetzt, den Frauenanteil in Lehre und Forschung zu erhöhen und fordert entsprechend qualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen ausdrücklich zur Bewerbung auf. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt. Ein Nachweis ist beizufügen.

Bitte richten Sie Ihre Online-Bewerbung in einem PDF-Dokument mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Zeugniskopien inkl. Hochschulzugangsberechtigung, dienstliche Beurteilung durch die Schulleitung) spätestens bis zum 26. Oktober 2018 per E-Mail an: rektorat(at)ph-weingarten.de.

Bitte geben Sie bei Ihrer Bewerbung die Kennziffer "Teilprojekt 18 / 386" an.

Im Fall von Rückfragen wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Stefanie Schnebel (schnebel(at)ph-weingarten.de).

Hinweis: Die Bewerbungsunterlagen werden nach Abschluss des Auswahlverfahrens nach einer Aufbewahrungsfrist von sechs Monaten unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen gelöscht.

 

 

Finanziert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Zertifikat