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Erziehungswissenschaft
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"Viel Fron - wenig Lohn"

Der württembergische Lehrerverein:
Wegbereiter einer Professionalisierung des Volksschullehrerberufes.

Die Ausstellung zeigt in exemplarischen Darstellungen und Texten die Emanzipation der niederen Lehrerschaft vom

bettelarmen Dorfschulmeisterlein zum wissenschaftlich ausgebildeten Pädagogen der heutigen Zeit. Es werden nahezu

160 Jahre Lehrerbewegung in Württemberg dargestellt.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit der Johannes-Löchner-Stiftung und der Forschungsstelle Schulgeschichte

der Pädagogischen Hochschule Weingarten.

Die Ausstellungsmaterialien umfassen

  • 61 Plakate der Größe DIN A 1
  • Begleitheft zur Erläuterung der Ausstellung

Die Ausstellung ist folgendermaßen aufgebaut:

  1. Umbruch und Neuorientierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts
  2. Emanzipationsbestrebungen und Lehrervereinsgründung
  3. Modernisierung trotz Disziplinierung
  4. Der Lehrerverein und seine Mitglieder während des Ersten Weltkrieges
  5. Schulkompromisse und Volksschullehrerbildung in der Weimarer Republik
  6. Nationalsozialistische Schulpolitik: Indoktrination und Bildungsbegrenzung
  7. Restauration des Schulwesens und die Befreiung aus der seminaristischen Ausbildung
  8. Fusion mit der GEW: Diskussion und Auseinandersetzung
  9. Zentrale Themen: gestern – heute – morgen

Damit vermittelt die Ausstellung elementare Einblicke in die Art und Weise der häufig ungenügenden Lehrerausbildung im

19. Jahrhundert, das mangelnde gesellschaftliche Ansehen, die geistliche Schulaufsicht, aber auch in die Gründung des

Württembergischen (Volksschul-) Lehrervereins. Erwähnung findet ebenfalls – das bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts –

niedere und teilweise in Naturalien bezahlte Salär. Die fehlende soziale Absicherung der Schulmeister und ihrer Familien-

angehörigen trug nicht dazu bei, die ökonomische Stellung zu verbessern. Nur mit Hilfe eines „ganzen Arsenals verpflichten - der und ehrenamtlicher, kirchlich-sakraler und weltlich-kommunaler Dienste“ konnten der Volksschullehrer und seine Familie im 19. Jahrhundert existieren.

 

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Foto: Pädagogische Hochschule Weingarten