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Startschuss für regionales Institut für Bildungsconsulting der PH Weingarten

05.07.2018

Transfer von Bildung und Wissen in die Gesellschaft


In sechs Teilprojekten des Instituts für Bildungsconsulting kümmern sich Professoren und Mitarbeiter aus unterschiedlichen Fachbereichen um den Wissenstransfer in die Gesellschaft. (Foto: Marcel Martetschläger)

Ministerialdirektor Ulrich Steinbach vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Stuttgart, gratulierte der PH Weingarten zur Auszeichnung als „Innovative Hochschule“. (Foto: Claudia Wörner)

Kick-off für die „Innovative Hochschule“: Im Festsaal der Pädagogischen Hochschule Weingarten wurde das das neue Institut für Bildungsconsulting offiziell eröffnet. (Foto: Claudia Wörner)

Weingarten – Im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Innovative Hochschule“ eröffnet die Pädagogische Hochschule (PH) Weingarten ein regionales Institut für Bildungsconsulting (IfB-PHW). Ziel des Programms, das bis 2022 mit 2,2 Millionen Euro gefördert wird, ist der Transfer von Bildung und Wissen in die Gesellschaft. Beim „Kick-off“ wurden sechs Teilprojekte aus den Bereichen Ernährung und Gesundheit, Medienkompetenz, Schriftspracherwerb, Lernförderung im Bereich Mathematik, Professionalisierung im MINT-Bereich und Social Entrepreneurship vorgestellt.

Insgesamt hatten sich 168 Hochschulen mit 118 Projekten für das Programm „Innovative Hochschule“ beworben. Eines der 29 erfolgreichen Projekte ist das Institut für Bildungsconsulting der PH Weingarten. „Es ist kein Zufall, dass wir bei der Ausschreibung ‚Innovative Hochschule‘ erfolgreich waren“, sagte Rektor Professor Dr. Werner Knapp im Festsaal der PH bei der offiziellen Eröffnungsfeier. „Wir wirken schon seit Jahrzehnten in die Region und stehen mit ihr in einem fruchtbaren Austausch.“ Als Beispiele nannte Knapp das Studium Generale und das Forum Regionalität, beides Formate zur Verbreitung und Diskussion wissenschaftlicher Erkenntnisse. „Wenn wir heute ein Institut für Bildungsconsulting der PH Weingarten gründen, so wollen wir damit den Transfer von Bildung und Wissen in der Gesellschaft weiter befördern“, so Knapp.

Schulterschluss von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft

Ministerialdirektor Ulrich Steinbach vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Stuttgart zitierte Henry Ford: „Fast jeder kann sich eine Idee ausdenken. Was zählt, ist aus einer Idee ein praktisches Produkt zu machen.“ In diesem Sinne könnten große Probleme nur im Schulterschluss von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gelöst werden. Dabei seien Kooperationen das Gebot der Stunde. „Genau um diesen Austausch geht es bei diesem Förderprogramm“, sagte Steinbach und wies darauf hin, dass sich die Partner beim Wissens- und Technologietransfer auf Augenhöhe begegnen müssen. Per Video grüßte Ministerialdirektor Matthias Graf von Kielmansegg, Leiter der Abteilung Grundsatzfragen im Bundesministerium für Bildung und Forschung, und gratulierte der PH und ihren Kooperationspartnern. Für eine zukunftsfähige Gesellschaft sei es wesentlich, dass Wissenschaft und Gesellschaft zusammenwirken.

Prämierung von Transfer und Innovation

Landrat Harald Sievers unterstrich die Bedeutung der Auszeichnung als „Innovative Hochschule“ für die Region. „Die Städte Weingarten und Ravensburg sowie die Region sind sehr stolz darauf, dieses Gefühl mit Ihnen teilen zu können“, so Sievers. Dieses Adelsprädikat könne dazu verhelfen, den Hochschulstandort mit 77 Studiengängen an drei Hochschulen noch besser sichtbar zu machen. „Aus regionaler Perspektive ist es ausgesprochen positiv, dass nicht Forschung und Lehre, sondern Transfer und Innovation prämiert wurden.“ Damit verbunden sei das besondere Interesse, diejenigen zu erreichen, denen der Bildungserfolg nicht in die Wiege gelegt worden sei.

Im Gespräch mit den Kooperationspartnern

Angesiedelt ist das Institut für Bildungsconsulting in der Danziger Straße in Weingarten. Professorin Dr. Karin Schweizer, Projektleiterin und Prorektorin für Forschung, stellte die sechs Teilprojekte vor. Die Forschungsfragen für die Projekte kommen direkt von den Partnern aus der Zivilgesellschaft, während die Ergebnisse in unterschiedlichen Formen wieder in die Gesellschaft einfließen. Beim „Kick-off“ hatten die Gäste die Gelegenheit, alle Projekte näher kennenzulernen und ins Gespräch mit den Kooperationspartnern zu kommen. Dazu gehören Staatliche Schulämter und Seminare, die Kreisbildstelle, Schulen und Kindertagesstätten, aus Ravensburg das Gesundheitsamt, die VHS und das Wirtschaftsmuseum, sozial-caritative Einrichtungen und Vereine sowie andere interessierte Personen.

Projekte im Institut für Bildungsconsulting

Gemeinsam arbeiten die Kooperationspartner in den Projekten unter anderem an Fragen zur Ernährungsbildung, zur Förderung der Medienkompetenz von VHS-Mitarbeitern und am Internetführerschein für Kinder. In regionalen Diagnose- und Förderzentren stehen Kinder und Jugendliche mit Lernschwierigkeiten in Mathematik im Fokus. Bereits seit 2014 bildet die PH Studierende darin aus, Kinder mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten früh zu erkennen und adäquat zu fördern. In einem weiteren Projekt geht es um die Professionalisierung von Lehrkräften und pädagogischem Fachpersonal. Das Duo „Die Stangenbohnenpartei“ setzte musikalische Akzente mit Gitarre und Cello. Mit ihrer ganz eigenen Mischung aus frühem Swing, Jazz, Blues und American Folk nahmen sie mit wenigen Liedern das Publikum für sich ein.

Text: Claudia Wörner


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