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Montessori-Studio

Das MONTESSORI-STUDIO der Pädagogischen Hochschule Weingarten gibt es seit 1986 und ist eine gemeinsame Einrichtung der beiden Fakultäten. Man findet es im Untergeschoss des Schlossbaus. Es ist eine Einrichtung des Faches Erziehungswissenschaft / Allgemeine Pädagogik. Es wird aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung getragen von der Pädagogischen Hochschule Weingarten und dem Kooperationspartner: „Förderkreis Montessori-Pädagogik, Ravensburg - Weingarten e.V.“.

Namensgeberin ist die italienische Ärztin und Pädagogin Maria Montessori (1870-1952). Ihre Pädagogik, die sie zusammen mit ihrem Sohn Mario Montessori (1898-1982) entwickelt hat, basiert auf einem personalen, anthropologisch und bildungs-theoretisch fundierten Zielkonzept mit friedens- und ökopädagogischen Schwer-punkten. Am bekanntesten geworden ist der didaktische Leitsatz: ”Hilf mir, es selbst zu tun!” Montessori-Einrichtungen gibt es auf der ganzen Welt als „Kinderhäuser“ und Montessori-Schulen (in Deutschland vom Schuleintritt bis zum Abitur). Montessori hat auch Konzeptionen für die Gestaltung einer Universität und die Erwachsenenbildung vorgelegt. In Deutschland wurde in den letzten Jahrzehnten die Montessori-Therapie mit entsprechenden Bildungseinrichtungen entwickelt.

In den weltweit verbreiteten Montessori Gesellschaften arbeiten Wissenschaftler und „Praktiker“ eng zusammen. Die laufende theoretische und praktische Entwicklungsarbeit wird koordiniert von der „AMI“ mit Sitz in Amsterdam.
Im Montessori-Studio können die Studierenden lernen, wie man, rational begründbar, die ”Freie Wahl der Arbeit” im Rahmen der "Vorbereiteten Umgebung” im Sinne der Montessori-Pädagogik organisieren und kreativ gestalten kann. Für die Schularten Grundschule, Hauptschule, Realschule und auch Gymnasium - jeweils verschieden - gilt es, flexible Wege zu finden, wie man ein Lernumfeld schaffen kann, in dem Kinder, ihren progressiven Interessen gemäß, selbst über ihren Lernstoff, über Lerntempo, Lernwege und Lernpartner entscheiden können. Je mehr die Kinder zur tiefen Konzentration (”Polarisation Aufmerksamkeit”) fähig sind, um so weniger greift die Lehrperson ein: Sie schafft nur die notwendigen Rahmenbedingungen, beobachtet vor allem und ist bereit, jedem einzelnen (!) Kind zu helfen, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Für Montessori gilt der Satz: “Das Kind ist der Bildner seiner Persönlichkeit, nicht der Erwachsene!“

Das Montessori-Studio hat einen festen Platz in der Hochschule: Nicht nur die Studierenden nutzen das Angebot. Bedeutung hat es besonders im Rahmen der pädagogischen Weiterbildung. Von Kindergärten, Schulen und Fachschulen der Region und des benachbarten Auslandes wird es als ”Tankstelle” für konkretes pädagogisches ”Know-how” nachgefragt und laufend intensiv genutzt. Wesentlich unterstützt wird die Arbeit des Montessori-Studios, personell und vor allem finanziell, vom ”Förderkreis Montessori-Pädagogik; Ravensburg-Weingarten e.V.”. Ergebnis der Arbeit ist u.a. die Einrichtung von drei Montessori-Kinderhäusern in Ravensburg.

Im Rahmen eines Montessori-Diplomkurses haben Interessierte die Möglichkeit, in einem zweijährigen berufsbegleitenden Lehrgang ihre didaktischen und pädago-gischen Kompetenzen zu erweitern.
Der von PH, Volkshochschule und der ”Montessori-Vereinigung, Sitz Aachen e.V.” getragene Kurs schließt mit dem international anerkannten ”Montessori-Diplom” ab.


Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Montessori-Studios.

 
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Foto: Pädagogische Hochschule Weingarten