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Macht Fernsehen dumm, dick und gewalttätig?

Jörg Stratmann behandelt an der Kinder-Uni ein umstrittenes Thema

WEINGARTEN
– Sind Medien so gefährlich, wie manche Leute behaupten? Was sind Medien und wie nutzen wir sie? In seiner Vorlesung „Medien. Das vielleicht gefährlichste Thema der Kinder-Uni!?“ geht Prof. Dr. Jörg Stratmann, Pädagogische Hochschule, diesen Fragen gemeinsam mit den Kinder-Studierenden nach.
Zeitung und Fernsehen sind zweifellos Medien, aber auch das Buch, Radio, CD und Computer nutzen wir als Medien. „Das heißt, sie transportieren Informationen“, erklärte Jörg Stratmann. Manche Medien, hauptsächlich Filme, haben einen Hinweis: eine Zahl, etwa 6, in einem Kreis. Die Kinderstudis wussten bereits, das ist ein Hinweis der „Freiwilligen Selbstkontrolle“, kurz FSK: Der Film ist für unter sechsjährige Nutzer nicht geeignet.
Manche Experten behaupten: Medien machen dumm, dick und gewalttätig. Jörg Stratmann sagte: „Diese Aussage ist letztlich falsch.“ Was Medien mit Menschen machen, kann man nämlich gar nicht so genau untersuchen. Forscher können den Zusammenhang von zum Beispiel Mediennutzung und Körpergewicht nicht wie in einem naturwissenschaftlichen Experiment 100prozentig kontrollieren. Zu viele Faktoren spielen dabei mit.
„Wir fragen heute: Wozu nutzen Menschen Medien?“, sagte Jörg Stratmann. Der Erziehungswissenschaftler mit medienpädagogischem Profil machte mit den Kinder-Studis eine Umfrage. Welche Bedürfnisse befriedigen sie, wenn sie die „Sendung mit der Maus“ ansehen? Als Antwort standen den jungen Mediennutzer die vier Möglichkeiten: Information, Spaß und Unterhaltung, Entspannung, Zeitvertreib zur Wahl. Die meisten nannten das Bedürfnis nach  Information. An zweiter Stelle stand „Zeitvertreib“. Bei der Fernsehserie „Die Pfefferkörner“ gaben die meisten das Bedürfnis nach Spaß und Unterhaltung an. „Wenn wir bestimmte Medien nutzen, erfüllen wir uns bestimmte Bedürfnisse“, stellte Stratmann fest.
Pädagoge Stratmann gab den Kinder-Studis Richtlinien für den Medienkonsum mit. Richtig sei es, auf den Rat der FSK zu achten, als Kind nicht alleine fernzusehen, und unterschiedliche Medien zu nutzen, zum Beispiel morgens die Zeitung, abends Fernsehen oder Buch, dazwischen den Computer. Mit allen Medien können wir lernen. Schon das Bilderbuch erklärt uns die Welt und Spiele lehren Mathematik. „Das meiste, das wir heute wissen, lernen wir aus Medien“, sagte Jörg Stratmann.

Info:
Die Kinder-Uni ist ein Projekt der Städte Ravensburg und Weingarten und ihrer Hochschulen. Bis zu 100 Kinder zwischen 9 und 12 Jahren, die sich rechtzeitig angemeldet haben, können mitmachen.
Nähere Informationen finden Sie hier.

Prof. Stratmann und die Kinder-Studenten

Prof. Stratmann und die Kinder-Studenten

Prof. Stratmann und die Kinder-Studenten
Die Kinder-Studenten stimmen mit den Füßen ab: vorne rechts für Information, links für Spaß und Unterhaltung.

Text und Bild: Maria Anna Blöchinger


 
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