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Tatort Wirtschaftsmuseum

Pädagogische Hochschule Weingarten und Wirtschaftsmuseum Ravensburg haben gemeinsam für Schulen im Landkreis Ravensburg hilfreiche Unterrichtsmaterialien zur Förderung ökonomischer Bildung erarbeitet
 
Weingarten/Ravensburg
– Wie funktionieren Angebot und Nachfrage? Wie können neue Produkte am Markt etabliert werden? Was verbirgt sich hinter dem Begriff Marketing Mix? Um Wirtschaft besser verstehen zu können, muss man sich mit Wirtschaft beschäftigen – am besten schon in der Schulzeit. Mit der Publikation „Tatort Wirtschaftsmuseum“ haben die Pädagogische Hochschule Weingarten (PH) und das Wirtschaftsmuseum Ravensburg gemeinsam hilfreiche Arbeitsmaterialien für den Unterricht an Schulen im Landkreis Ravensburg geschaffen.

Die einzelnen Fallstudien behandeln interessante Wirtschaftsfragen anhand von Beispielen aus regionalen Unternehmen. „Unser Ziel war es, strukturiertes Unterrichtsmaterial für einen didaktischen Streifzug durch die wirtschaftsgeschichtliche Region Ravensburg zu erarbeiten“, sagte PH-Professorin Dr. Claudia Wiepcke bei der Vorstellung der neuen Publikation in Ravensburg. Das Projekt „Tatort Wirtschaftsmuseum“ sei innerhalb von zwei Jahren unter ihrer und der Federführung von Christian von der Heydt, Leiter des Wirtschaftsmuseums Ravensburg, durchgeführt worden. Studierende des Faches Wirtschaft entwickelten im Rahmen von Projektseminaren handlungsorientiertes Unterrichtsmaterial für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I. Der jetzt fertiggestellte, optisch ansprechend gestaltete Ordner enthält verschiedene Unterrichtsmaterialien, die einen einheitlichen Aufbau haben, räumlich an das Wirtschaftsmuseum angegliedert sind und sich auf konkrete Ausstellungsexponate beziehen. „Damit erlauben sie eine zielgerichtete Reise durch das Museum“, so von der Heydt. Die Lehrerinnen und Lehrer würden so dazu motiviert, das Wirtschaftsmuseum als außerschulischen Lernort in die Unterrichtsplanung mit einzubeziehen. Die nutzerfreundlichen Unterrichtsmaterialen enthalten auch Kopiervorlagen für den Unterricht sowie Musterlösungen für die Lehrkraft. Nicht nur Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler profitierten von der Neuerscheinung, auch die Unternehmen würden dadurch bekannter, so Wiepcke. Vielleicht ergebe sich dadurch auch das eine oder andere Praktikum oder ein Ausbildungsplatz.

„Wir haben uns bewusst für die Herausgabe der Unterrichtsmaterialien in einem Ordner entschieden“, sagte von der Heydt. Dieser ermögliche nicht nur das problemlose Herausnehmen von Vorlagen, sondern könne auch jederzeit ergänzt und aktualisiert werden. Die 500 „Tatort“-Publikationen werden demnächst an Schulen in Ravensburg und Weingarten ausgegeben. Zugleich ist eine kostenlose Bestellung im Wirtschaftsmuseum Ravensburg möglich.
Jetzt hoffe man auf weitere rege Nachfrage. „Schließlich sind wir mit unserer Publikation schon jetzt auf Augenhöhe mit den neuen Bildungsplänen“, so. Wiepcke. Diese sehen für die weiterführenden Schulen die Einführung des neuen Schulfachs „Wirtschaft und Berufs- und Studienorientierung“ vor.

Gestaltung und Druck der Publikation „Tatort Wirtschaftsmuseum“ wurden von der Bildungsstiftung der Kreissparkasse Ravensburg finanziert. „Und das ohne jegliche inhaltlichen Eingriffe“, bedankten sich die Herausgeber bei dem Stiftungsvorsitzenden Heinz Pumpmeier, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ravensburg. „Tatort Wirtschaftsmuseum“ sei ein vorbildliches Projekt für die Heranführung Jugendlicher an die Wirtschaft und erfülle damit einen wichtigen Bildungsauftrag, lobte Pumpmeier. Dies gelte es zu unterstützen.     

Einen ersten großen Erfolg konnte das Projekt „Tatort Wirtschaftsmuseum“ bereits verbuchen: Im November 2014 wurde es mit dem Regionalpreis des Landkreises Ravensburg sowie der Städte Ravensburg und Weingarten ausgezeichnet. 

Tatort Wirtschaftsmuseum PH-Professorin Dr. Claudia Wiepcke stellte zusammen mit Christian von der Heydt, Leiter des Wirtschaftsmuseums Ravensburg (links), und Heinz Pumpmeier, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse, die Publikation „Tatort Wirtschaftsmuseum“ vor.

Text und Foto: Barbara Müller


 
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