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Unternehmergeist in die Schulen

Symposium an der Pädagogischen Hochschule Weingarten im Rahmen der bundesweiten Gründerwoche stieß auf großes Interesse

Weingarten – Ökonomische Bildung gehört auch in die Schulen. Dass dieses Ansinnen immer mehr an Bedeutung gewinnt, zeigten nicht zuletzt die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer – Studierende, Lehrerinnen und Lehrer, Vertreterinnen und Vertreter von Bildungseinrichtungen und andere Interessierte –, die am Symposium „Unternehmergeist in die Schulen“ teilgenommen haben, zu der die Pädagogische Hochschule Weingarten (PH) gemeinsam mit dem RKW Kompetenzzentrum, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie der Karl Schlecht Stiftung im Rahmen der bundesweiten Gründerwoche Deutschland eingeladen hatte.

Der Martinsberg sei ein traditionsreicher Ort, aber vor allem auch ein Ort der Veränderungen und Innovationen, sagte PH-Rektor Professor Dr. Werner Knapp in seiner Begrüßung. Wie einst die Mönche im Kloster, so trage auch die PH wichtige Informationen weiter und verkörpere Unternehmergeist – nicht nur im Bereich der Lehrerbildung, sondern beispielsweise auch mit dem Angebot verschiedener Bachelorstudiengänge. Man habe erkannt, wie wichtig es sei, im schulischen Unterricht wirtschaftsrelevante Ideen zu transportieren und die Schülerinnen und Schüler zu motivieren, später ein Unternehmen zu gründen. Ziel der Veranstaltung sei es daher, so Professorin Dr. Claudia Wiepcke, für das Thema Gründungserziehung zu sensibilisieren, die Bedeutung und das Ausmaß von Unternehmergeist in Deutschland und der Region zu transportieren sowie ein vielfältiges Spektrum einer Gründungserziehung im schulischen Alltag aufzuzeigen.

Im Rahmen der Veranstaltung wünschten sich die Studierenden einen hohen Praxisbezug, Einblicke und Impulse für die Schularbeit, Tipps wie ein erfolgreiches Unternehmertum gelingen kann sowie Hinweise, wie ein ethisch-verantwortungsvolles Unternehmertum realisierbar ist, so Lisa Laur, Studentin aus dem Fach Wirtschaft.

Eine gute Entrepreneurship-Education vermittle ökonomische und überfachliche Kompetenzen, betonte Professor Dr. Ewald Mittelstädt, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Ökonomische Bildung. Unternehmerische Selbständigkeit erfordere unternehmerisches Denken und Handeln, Autonomie, Eigenverantwortung und Solidarität sowie Entscheidungskompetenz und die Fähigkeit, mit Widersprüchlichkeiten, Unvorhersagbarkeiten und Unwägbarkeiten umzugehen.

Sie hätte sich einen solchen Vortrag schon vor 15 Jahren gewünscht, sagte Anja Dreher von AHE engineering, die über ihre Erfahrungen als selbständige Frau in der MINT-Branche berichtete. Sie habe erst lernen müssen, mit Unsicherheiten umzugehen, dabei aber die Erfahrung gemacht, dass es sich lohne, dran zu bleiben, auch wenn mal was schief laufe. Wer Augen und Ohren offen halte, finde immer eine Lösung. „Bringen Sie Ihren Schülern rüber, dass es ein hartes Geschäft ist, selbständig zu sein, aber dass es super, super viel Spaß macht“, so ihr Appell.

Im Rahmen des Symposiums wurden auch Praxisbeispiele vorgestellt wie die von Jürgen Straub etablierte Junior Business School des Albert-Einstein-Gymnasiums Ravensburg. Zu speziellen Einzelthemen, darunter das Online-Wirtschaftsspiel „BeBoss“, das Programm Network for Teaching Entrepreneurship (NFTE), wurden Workshops angeboten. 

Für mehr Unternehmergeist engagieren...Für mehr Unternehmergeist engagieren sich Professorin Dr. Claudia Wiepcke (links) und ihre Studentinnen. Zu dem Thema veranstalteten sie ein Symposium an der PH Weingarten.

Text: Barbara Müller
Foto: PH Weingarten


 
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