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Rollertag an der PH

Studenten der Ingenieurpädagogik leisten Hilfe zur Selbsthilfe

Weingarten – Viele Studierende der Weingartener Hochschulen nutzen Motorroller und Kleinkrafträder um mobil zu sein. Über die Nutzung der Fahrzeuge hinaus, durchschauen aber nur wenige Technik und Wirkzusammenhänge der Fahrzeuge. Selbst Standard-Service und Wartung werden oft entweder sträflich vernachlässigt oder für jede Kleinigkeit an Fachwerkstätten abgegeben.
Deshalb haben Ingenieurpädagogik-Studenten der Pädagogischen Hochschule Weingarten ein fachpraktisches Angebot geplant und durchgeführt, welches anderen Studierenden zugute kam.
Ziel des Rollertags am Samstag, 4. Juli, war kompetente Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten, damit Studierende einfache Wartungs- und Instandhaltungsaufgaben an ihren Fahrzeugen eigenverantwortlich bewerkstelligen können. Vier Fahrzeugtechnikingenieure, die derzeit den Masterstudiengang Höheres Lehramt an beruflichen Schulen mit den Fächern Fahrzeugtechnik und Fertigungstechnik, der gemeinsam mit der Hochschule Ravensburg-Weingarten angeboten wird, studieren, und ein Student aus dem Realschullehramt standen ihren Mitstudierenden als Ansprechpartner und Fachleute mit Rat und Tat zur Seite.
10 Studierende nutzten die Gelegenheit und waren am Samstag mit ihren Fahrzeugen in den Werkstattbereich des Arbeitsbereichs Technik & Ingenieurpädagogik der PH gekommen, um am Workshop teilzunehmen.
Um die einfachen Wartungsarbeiten zu erläutern, hatten die Verantwortlichen fünf didaktische Stationen aufgebaut, die sich zum Beispiel mit Fahrwerk, Bremsen, Beleuchtungsanlage, Zündanlage und Antrieb der Zweiräder beschäftigten. An jeder Station wurde an Beispielen exemplarisch erläutert, welche Wartungsarbeiten wie durchgeführt werden können.
Die bereitgestellten Werkzeuge konnten von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unter Anleitung eingesetzt werden. Mit gezielter Hilfestellung erzielten sie dabei solide Ergebnisse der praktischen Wartungsarbeiten und erhielten gleichzeitig praxisnah am eigenen Fahrzeug Einsichten in die Kraftfahrzeugtechnik.
Professor Dr. Bernd Haasler, verantwortlicher Hochschullehrer für das Projekt, fasst zusammen: „Hier ging es darum, interessierten Laien Alltagstechnik, die diese selbst nutzen, näher zu bringen. Gleichzeitig sollte ein Beitrag zur Verbesserung der Sicherheit von Zweirädern und ein tieferes Verständnis für diese Kraftfahrzeuge bei den Nutzerinnen und Nutzern erreicht werden. Die Resonanz auf das Projekt war so positiv, dass wir daran arbeiten, derartiges öfters anzubieten.“
Abgerundet wurde der Workshop zum Ausklang mit Benzingesprächen bei einem gemeinsamen Grillen mit Kaltgetränken.
Die Lehramts-Studentin Nina, die mit ihrem Roller am Workshop teilnahm, bemerkt begeistert: „Das war mal wirklich etwas Sinnvolles auf Augenhöhe, ohne dass man bei Fragen zur Technik gleich herablassend ausgelacht wurde. Ich habe viele einfache handwerkliche Kniffe gelernt, die ich künftig selbst durchführen kann, wenn mein Roller muckt. Wie wichtig Sichtprüfungen am Fahrzeug sind, hätte ich vorher so nicht gedacht. Selbst einen Zündkerzenwechsel traue ich mir nun zu, wobei ich nicht nur weiß, wie man das macht, sondern auch den technischen Hintergrund verstehe. Auch das Grillen mit den leckeren selbstgemachten Salaten und Kuchen war super, da haben sich die Jungs echt was einfallen lassen. Es war ein toller, informativer Tag an dem ich gerne wieder teilnehme!“

Studenten beim SchraubenStudierende der PH Weingarten schrauben an ihren motorisierten Zweirädern


Foyer mit Rollern
Blick auf die "Werkstatt" im Foyer des Naturwissenschaftlichen Zentrums


Text: Prof. Dr. Bernd Haasler
Fotos: Stefan Raichle-Loritz und Niko Thielemann


 
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