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Vorlesen inspiriert und motiviert

Inspiration Vorlesen – unter diesem Motto stand die Veranstaltung „Kopfkino!“ der Pädagogischen Hochschule Weingarten zum 11. Bundesweiten Vorlesetag am 21. November 2014

 

Schriftsteller Manfred Mai (links) gab am Vorlesetag Tipps zum Vorlesen. (Klick auf das Bild für volle Auflösung)


„Vorlesen ist die Mutter des Lesens.“ Schon Johann Wolfgang von Goethe schrieb dem Vorlesen eine Schlüsselrolle bei der Lesesozialisation zu. Zum 11. Bundesweiten Vorlesetag luden Professor Dr. Jürgen Belgrad und das Regionale Bildungsbüro Ravensburg unter der Schirmherrschaft Kurt Widmaiers ein. Zahlreiche Interventionsstudien des von Belgrad initiierten Projekts „Leseförderung durch Vorlesen“ zeigten, dass sich die Lesefertigkeit von Schülerinnen und Schülern durch das Vorlesen steigert. Hinter dem Vorlesen steckt allerdings weitaus mehr als das bloße Erfahren von Literatur. Motivation und Konzentrationsfähigkeit sowie auch das Klassenklima verbessern sich.


Ein breitgefächertes Publikum, von Studierenden über Lehrpersonen bis hin zu ehrenamtlichen Vorleserinnen und Vorlesern, zeigte Interesse am Vorlesetag. Mehr als 140 Menschen verfolgten interessiert das Geschehen im Festsaal der PH Weingarten. Nach dem Grußwort des Rektors Professor Dr. Werner Knapp inspirierte der Landrat und Schirmherr Kurt Widmaier durch launige Ausführungen. Das Lesen sei eine Grundfertigkeit, um aktiv am Alltag teilzunehmen, so Widmaier. Durch das Vorlesen soll die Liebe zum Lesen geweckt werden; gerade, weil die Lesesozialisation im Zeitalter der Neuen Medien längst nicht mehr selbstverständlich ist. Durch Vorlesen soll das „Kopfkino“ in Gang gesetzt werden. „Es ist schön, den Kindern vorzulesen und zu beobachten, wie sich das Kopfkino entwickelt“, sagte Widmaier.


Der Stiftungsvorstand der Kreissparkasse Ravensburg, Heinz Pumpmeier, welcher das Leseförderprojekt mit einem namentlichen Betrag unterstützte, lobte die Ausweitung des Projekts. Ralph Lange, Rektor des Gymnasiums Altshausen, berichtete über das aktuelle Regionalprojekt zum Vorlesen, bei dem sich von Kindergärten über die Grundschulen bis hin zu allen weiterführenden Schulen zahlreiche Klassen mit mehr als 1000 Schülerinnen und Schüler beteiligten.

 

Beim Bundesdeutschen Vorlesetag an der PH bot die Schauspielerin Jutta Klawuhn (Mitte) einen Workshop zum Szenischen Spiel an. (Klick auf das Bild für volle Auflösung)


An einem Runden Tisch fanden sich verschiedene Stimmen aus Verlagswesen, Bildungsinstitutionen, Stiftungen sowie Familie, die Tipps zum Vorlesen gaben. Der Schriftsteller Manfred Mai empfahl „lebendiges Vorlesen“ und lieferte eine inspirierende Kostprobe aus seinem Buch „Das verkaufte Glück: Der lange Weg der Schwabenkinder“. Zwischen den von ihm ausgewählten Textabschnitten baute er erzählende und erklärende Passagen ein und ließ dadurch den Text für alle lebendig werden.


Daran knüpfte er auch in seinem Workshop zum „Vorlesen und Erzählen“ an. Die Theaterpädagogen Alex Niess und Jutta Klawuhn zeigten in witzigen szenischen Collagen im Plenum, wie sich Theaterstücke entwickeln lassen. Weitere Anknüpfungsmöglichkeiten in Bezug auf das Szenische Spiel boten die beiden in ihren Workshops an.


Verlage und Institutionen zeigten an verschiedenen Marktständen Leselisten, lieferten Buchvorschläge und präsentierten Forschungsergebnisse. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher holten sich hier Inspirationen für das Vorlesen.

 

 

Text und Fotos: Daniel Berwanger



 
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