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Mehr Unternehmergeist in die Schulen

Fortbildungsveranstaltung für Lehramtsstudierende an der Pädagogischen Hochschule findet großes Interesse


Auf großes Interesse bei den Lehramtsstudierenden stieß die Fortbildung „Unternehmergeist in die Schulen“ an der PH Weingarten. (Klick auf das Bild für volle Auflösung)


„Auch im Bildungsbereich ist es wichtig, ökonomisch zu agieren“, sagte Professor Dr. Werner Knapp, Rektor der Pädagogischen Hochschule Weingarten (PH), bei einer Fortbildungsveranstaltung für Lehramtsstudierende zu dem Thema „Unternehmergeist in die Schulen“. Rund 160 angehende Lehrerinnen und Lehrer nutzten die Chance, sich durch Vorträge und Workshops einen kompakten Überblick über Möglichkeiten der Gründungserziehung im schulischen Alltag zu verschaffen. Die Kooperationsveranstaltung der PH mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie dem RKW Kompetenzzentrum fand im Rahmen der bundesweiten Gründerwoche statt.


Der Erfolg und die Zukunft einer Volkswirtschaft hingen von der Gründung innovativer Klein- und Mittelunternehmen ab, betonte die Organisatorin Professorin Dr. Claudia Wiepcke von der PH Weingarten, die sich in der Entrepreneurship-Forschung engagiert. In Deutschland sowie in der Region Bodensee-Oberschwaben sei die Zahl der Unternehmensgründungen seit einigen Jahren rückläufig. Mit aktuellen 10,5 Prozent in Deutschland liege die Gründungsquote sogar unter der EU-Quote von 14,8 Prozent. „Das Unternehmertum muss daher Lehrgegenstand in deutschen Schulen werden“, so Professorin Wiepcke.


Professorin Dr. Claudia Wiepcke (li.) und Dr. Thomas Funke möchten Unternehmergeist stärker in die Schulen tragen. (Klick auf das Bild für volle Auflösung)


Ziel der PH Weingarten und der Lehrerfortbildung war es, das Thema Unternehmertum nachhaltig in Schule, Hochschule und der Region zu verankern. „Unsere Wirtschaft braucht Existenzgründer“, betonte Hans-Peter Breuer vom Bundesministerium.


Dass Unternehmertum Spaß machen kann, berichtete Tim Zimmermann aus Langenargen. Neben seinem Job als Rennfahrer für Neuhauser Racing im ADAC Formel Masters absolviert der 18-Jährige eine Ausbildung. Bereits vor zwei Jahren hat er sich selbstständig gemacht und betreibt die Internetplattform tim-tv.com sowie die Vermarktung seiner Partner und seines Sports.


Ein erfolgreiches Praxisbeispiel aus der Schule stellte Jürgen Straub, Lehrer am Albert-Einstein-Gymnasium in Ravensburg, vor. Vor drei Jahren initiierte er die AG Junior Business School, die auch als prüfungsrelevanter Seminarkurs belegt werden kann und interessante Einblicke in Wirtschaftsthemen von der Qualitätssicherung über die Marktanalyse bis zur Produkt-Piraterie bietet.


Über die Möglichkeiten, dass Unternehmertum stärker im Schulunterricht zu verankern diskutierten an der PH (von li. Nach re.) Jürgen Straub, Tim Zimmermann, Prof. Dr. Claudia Wiepcke und Dr. Thomas Funke. (Klick auf das Bild für volle Auflösung)


In abschließenden Workshops hatten die Studierenden die Möglichkeit, ausgewählte Projekte zur Gründungserziehung selbst auszuprobieren und durchzuführen. Claudia Wiepcke betonte die Wichtigkeit der handlungsorientierten Durchführung von Projekten, denn erst durch reale Erfahrungen erwerben Studierende die gewünschten Kompetenzen und können diese im späteren schulischen Alltag einsetzen.


 

Text und Fotos: Barbara Müller 



 
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