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Neue Beratungsstellen sollen Studierende qualifizieren

Förderung bei Lernschwierigkeiten im Schrift-Spracherwerb und bei Rechenstörungen stehen im Mittelpunkt

 

Dr. Ute Fischer (v.li.n.re.), Prof. Dr. Werner Knapp, Daria Napolano-Matousek und Prof. Dr. Andreas Kittel freuen sich über die Eröffnung der beiden neuen Beratungsstellen an der PH Weingarten (Klick auf das Bild für volle Auflösung)

 

An der Pädagogischen Hochschule Weingarten wurden zwei neue Beratungsstellen eröffnet. Während sich die Arbeitsstelle ALiSS um Schüler mit Lernschwierigkeiten im Schrift-Spracherwerb kümmert, will die zweite Beratungsstelle Jugendlichen mit Rechenstörung helfen und dabei insbesondere Studierende der Lehrämter für eine Förderung qualifizieren.


Die Beratungsstellen, die gemeinsam den neu eingerichteten Raum NZ 230.2 im Naturwissenschaftlichen Zentrum nutzen, ermöglichen es Studierenden, Erfahrungen in der Diagnose von Lese-, Schreib- und Rechenschwierigkeiten, in der individuellen Förderung der Kinder und Jugendlichen sowie in der Beratung der Eltern zu sammeln.


Mathematik-Professor Dr. Andreas Kittel, der die Beratungsstelle für Jugendliche mit Rechenstörung leitet, erklärte, wie seine Beratungsstelle funktioniert. Jeweils zwei Studierende würden ein Semester lang ein Kind fördern. Für die Studierenden gebe es eine Supervisionsveranstaltung, in der der Umgang mit dem Kind intensiv besprochen würde. Kittel erhofft sich davon „praxisnah ausgebildete und kompetente Studierende. Gefördert würden Kinder mit „massiven basalen Verstehensproblemen“ in der Mathematik. Bei der Förderung gehe es darum, überhaupt eine Zahlenvorstellung und ein Verständnis für Rechenoperationen aufzubauen. Kittel betonte, dass es dabei nicht um Nachhilfe gehe, sondern eher um eine Art Therapie, um die Förderung „gebrochener Existenzen, die vor Mathematik Angst haben“. Die betroffenen Schüler werden über Kontakte zu Schulen und Schulpsychologen vermittelt. Sie werden zu Beginn der Förderung diagnostiziert.


ALiSS-Leiterin Dr. Ute Fischer sagte, dass es an vielen Schulen keine Fachspezialisten für die Diagnose und Förderung von Kindern mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten (LRS) gebe. Mit der Arbeitsstelle sollen Studierende in diesem Bereich verstärkt ausgebildet werden. Zurzeit absolvieren neun Studierende diese Zusatzqualifikation und fördern Schüler an Schulen in der Region. Eine von ihnen ist Isabell Hoffmann, die im sechsten Semester Lehramt an Grundschulen studiert. „Es ist schon unglaublich, wenn man sieht, welche Fortschritte ein Kind machen kann, wenn man es alleine fördert“, sagt sie.


Nicht nur Kinder und Studierende können von den beiden neuen Einrichtungen profitieren. Wie Rektor Professor Dr. Werner Knapp feststellte, habe auch die PH selbst ein großes Interesse, die Förderung zu beforschen und wissenschaftlich auszuwerten. Die Arbeitsstellen würden gut zu den Schwerpunkten und zur Hochschulstrategie passen.


Kontakt und weitere Informationen:
www.ph-weingarten.de/arbeitsstelle_lrs


Text und Foto: Arne Geertz



 
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