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Warum werden so viele Handys in China hergestellt?

Produktionsforscher Andreas Pufall sucht nach Erklärungen und Hypothesen

 

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Das Interesse an Computern stand für Dr. Andreas Pufall, Professor für Produktion an der Hochschule Ravensburg-Weingarten, am Anfang seiner Forschungs-Laufbahn. Für die Studenten der Kinderuni nimmt er ein Handy auseinander, zeigt, wie die Mini-Computer hergestellt werden und wie Forscher vorgehen. „Woher kommen die ganzen Handys und wohin verschwinden sie nach ihrem Gebrauch?“ fragt er.


Zwei Drittel der Kinder im Hörsaal haben selber ein Handy. Als Andreas Pufall Schüler war, habe es noch kaum Computer zu kaufen gegeben, erzählt er. Weil er aber einen haben wollte, habe er sich einen gebaut und dabei ziemlich viel gelernt.
Am Anfang wissenschaftlicher Forschung stehen meistens eine Frage und eine Annahme. „Wissenschaftler nennen ihre Annahme Hypothese“, sagt Pufall und gibt dem Nachwuchs so einen Fachbegriff mit auf den Weg. Auf die Frage „Woher kommen diese Handys, wo werden sie hergestellt?“ formuliert der Professor mit seinen Studenten eine erste Hypothese: Sie kommen aus China. Zur Überprüfung untersucht er das Handy und findet den Hinweis „Made in China“. Das ist aber kein endgültiger Beweis, da die Kinderuni-Forscher ja nicht alle Handys untersucht haben.

 

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Anschließend baut der Professor das Handy auseinander, zeigt das Gehäuse und die Elektronikleiterplatte mit ihren 500 Komponenten. Die Herstellung dieser Teile ist aufwendig, auch wenn heute Maschinen die Komponenten auf die Platte stecken. Handys kommen aus China, weil sie da günstig produziert werden, lautet die zweite Hypothese. Ein Film zeigt, wie die Handys hergestellt und verpackt werden. Außerdem gebe es in China mit seinen 1,35 Milliarden Einwohnern auch sehr viele Käufer für die Elektronikgeräte, bemerkt Professor Pufall. Und die alten Handys? 30 Prozent bleiben erst mal in den Schubladen liegen, wie eine Grafik deutlich macht. 23 Prozent werden verschenkt, aber 2 Prozent landen leider auf dem Hausmüll. Andreas Pufall rät, sie der Wiederverwertung zuzuführen.


BU: „Woher kommen die Handys und wohin verschwinden sie nach ihrem Gebrauch?“ fragt Produktionsforscher Pufall
Info:

Die Kinder-Uni ist ein Projekt der Städte Ravensburg und Weingarten und ihrer Hochschulen. Kinder
zwischen 9 und 12 Jahren, die sich angemeldet haben, können mitmachen. Das Studienjahr beginnt im Oktober. Die Vorlesungen finden in Hörsälen der Hochschulen in Weingarten und Ravensburg statt und dauern ungefähr 45 Minuten. Näheres auf www.kinderuni-ravensburg-weingarten.de.



 
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