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Hochschultag an der PH

Lehrpreis für Projekt mit enger Theorie-Praxis-Verzahnung

 

Der Hochschultag am Mittwoch, 21. November, an der Pädagogischen Hochschule Weingarten stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der Lehre. Mit einem Gastvortrag zum Thema „Kompetenzorientiertes Lehren und Lernen“ bot dieser Tag Lehrenden die Gelegenheit zur Aufnahme neuer Impulse und zur Reflexion ihres eigenen Tuns.
Mit der Akademischen Jahresfeier, auf der Auszeichnungen und Promotionsurkunden verliehen wurden, fand der Hochschultag einen feierlichen und würdevollen Ausklang. Sie war auch ein Anlass für Rektor Professor Dr. Werner Knapp, auf das Jahr zurückzublicken und die Entwicklung der PH zusammenzufassen. Während die Zahl der Studienplätze in den Lehrämtern spürbar reduziert worden sei, erlebten die Bachelorstudiengänge einen starken Aufschwung. In 2013 hätten sich schon 34 Prozent der Studienanfänger für einen Bachelor eingeschrieben, berichtete Knapp. Insgesamt erreichte die Studierendenzahl wieder ein Rekordniveau.
Auch sonst hat sich viel getan an der PH: Umgestaltung der Hochschulbibliothek, Sanierung der Mensa, Einrichtung des Studienservice-Zentrums, ein Forschungsprojekt zur Begleitforschung der Gemeinschaftsschulen, Einrichtung der Verfassten Studierendenschaft, ein neues Gleichstellungskonzept und ein Erfolg im Professorinnenprogramm – zählte Knapp wichtige Erfolge auf.

 


Verleihung des Lehrpreises

 

Mit dem Lehrpreis wurde das Projektteam um Jörg Stratmann (v.li. n. re.), Stefanie Schnebel, Katja Kansteiner, Thomas Wiedenhorn, Markus Janssen und Christoph Stamann (nicht im Bild) ausgezeichnet. Den Preis der Kreissparkasse Ravensburg überreichte Vorstandsmitglied Manfred Schöner (re.). (Klick auf das Bild für volle Auflösung)


Ein besonderes Projekt stellte anschließend Professor Dr. Jörg Stratmann vor. Zusammen mit seinen Kollegen Professorin Dr. Katja Kansteiner, Dr. Stefanie Schnebel, Dr. Thomas Wiedenhorn, Markus Janssen und Christoph Stamann hat er eine „Neukonzeption der Verschränkung von Theorie und Praxis in der Eingangsphase der Lehramtsstudiengänge“ entwickelt und bereits seit vier Semestern in die Praxis umgesetzt. Kernpunkte des Konzeptes seien die Anregung zur Reflexion des eigenen Unterrichts im Orientierungspraktikum, eine konstruktive Feedback-Kultur, forschendes Lernen und das E-Portfolio als verbindendes Element.


„In vielerlei Hinsicht stellt dieses Projekt einen außerordentlichen Gewinn nicht nur für die Studierenden sondern auch für die gesamte PH dar“, würdigte Studiendekanin Professorin Dr. Elisabeth Rathgeb-Schnierer die Leistungen des Projektteams. Das Lehrkonzept könne beispielhaft für die Weiterentwicklung von Hochschullehre sein, so Rathgeb-Schnierer weiter, und es habe „in herausragender Weise kompetenzorientierte Lehre umgesetzt“.


Diesen lobenden Worten schloss sich Dr. Manfred Schöner, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Ravensburg, an und freute sich, dem Team den Lehrpreis verleihen zu dürfen. Mit diesem zeichnet die Kreissparkasse Ravensburg seit 2007 herausragende Lehrprojekte und –veranstaltungen aus.

 


Verleihung des DAAD-Preises

 

Die Studentin der Elementarbildung Inga Marén (re.) wurde für ihre guten Studienleistungen und ihr gesellschaftliches Engagement mit dem DAAD-Preis ausgezeichnet. Studiengangleiterin Susanna Roux (li.) überreichte die Auszeichnung. (Klick auf das Bild für volle Auflösung)


Für ihre guten Studienleistungen und ihr gesellschaftliches Engagement erhielt die Studentin Inga Maren aus dem Studiengang Elementarbildung den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Studiengangleiterin Professorin Dr. Susanna Roux lobte ihre sehr guten Leistungen im Studium und im Praktikum, ihre tatkräftige Unterstützung in der Fachschaft und die umfassende Betreuung von einer Kollegin aus dem Ausland. Inga Marén sei außerdem die erste Praktikantin gewesen, die ein zweimonatiges Praktikum in einem Kinderhaus in Brasilien absolviert habe.

 


Promotionsurkunden

 

Erstmals wurden im Rahmen der Akademischen Jahresfeier die Promotionsurkunden verliehen. Johannes Zylka (v.li.n.re.) Armin Sehrer, Elisabeth Steger Vogt und Alexandra Renner und stellten in Kurzform die wichtigsten Ergebnisse ihrer Promotion vor. Rektor Werner Knapp (re.) gratulierte ihnen herzlich. (Klick auf das Bild für volle Auflösung)


Erstmals wurden an diesem Abend auch die Promotionsurkunden im Rahmen einer Feier verliehen. Seit 1984 hätten die Pädagogischen Hochschulen das Promotionsrecht, berichtete Knapp. Während anfangs nur vereinzelt Doktorarbeiten an der PH Weingarten geschrieben worden seien, hätten die Promotionen seit der Einrichtung der Forschungszentren und Qualifikationsstellen deutlich zugenommen. Armin Sehrer, Elisabeth Steger Vogt, Alexandra Renner und Johannes Zylka stellten in Kurzform die wichtigsten Ergebnisse ihrer Promotion vor.

 


Tag der Lehre

 

Über kompentenzorientiertes Lehren und Lernen sprach Professor Dr. Niclas Schaper von der Universität Paderborn beim Tag der Lehre. (Klick auf das Bild für volle Auflösung)


Die Lehre ist neben Forschung und Weiterbildung eine der drei Kernaufgaben einer Hochschule. Aus diesem Grund hatte die Prorektorin Dr. Ursula Pfeiffer-Blattner, die gemeinsam mit Professor Dr. Jörg Stratmann und Armin Sehrer den Hochschultag organisiert hatte, den Nachmittag diesem Thema gewidmet. Seit der Einführung der gestuften Bachelor-Master-Studienstruktur bestimmt das Schlagwort „Kompetenzorientierung“ die Diskussionen. Mit Professor Dr. Niclas Schaper von der Universität Paderborn hat die PH einen ausgewiesenen Experten auf diesem Gebiet eingeladen, der zum Beispiel ein Gutachten zur Kompetenzentwicklung für die Hochschulrektorenkonferenz erstellt hatte.


Schaper stellte die Hintergründe für die Kompetenzorientierung dar, zum Beispiel die Forderung nach einer Berufsqualifikation durch die Bachelorstudiengänge und eine sich allgemein durchsetzende Ergebnis-Orientierung. Die Leitfrage müsse sein: „Was soll ein Absolvent am Ende seines Studiums können?“, so Schaper. Die Kompetenzorientierung spiele nach Schapers Ansicht nicht nur bei der Gestaltung der Curricula, also Studieninhalte, eine Rolle, sondern erstrecke sich auch auf die gesamte Gestaltung der Lehr-Lernsituation bis hin zur Wahl der passenden Prüfungsform. Mit einigen praktischen Beispielen verdeutlichte Schaper, wie eine kompetenzorientierte Lehre aussehen könnte. Im Anschluss an seinen Vortrag hatten die Lehrende und interessierten Gäste Gelegenheit, sich über dieses Thema in verschiedenen offenen Diskussionsrunden auszutauschen.

 

Text: Arne Geertz



 
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