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Ein Zeichen von Unternehmergeist

Infoveranstaltung macht Lust, Unternehmer zu werden

 

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Die grauen Wolken hängen tief im Schussental und die Luft ist neblig kühl – ein Tag wie viele andere im November in Weingarten, so scheint es. Aber heute passiert etwas besonderes: Zahlreiche Schüler und Studierende haben sich im Innenhof an der Pädagogischen Hochschule Weingarten versammelt.


Sie halten weiße Luftballons in ihren Händen, daran befestigt sind Postkarten mit Name, Adresse und E-Mail. Sie warten auf den Countdown und schauen gespannt auf Professorin Dr. Claudia Wiepcke. Auf ihr Kommando lassen Sie die 200 weißen Ballons in den Novemberhimmel steigen. Sie wollen damit ein Zeichen setzen, ein Zeichen für Unternehmergeist in Weingarten.


Mit dieser symbolischen Szene endet die Informationsveranstaltung zur Gründerwoche Deutschland an der PH. Die Zahl der Gründungen in Deutschland habe stark abgenommen, nur jede zehnte Person in Deutschland sei selbstständig, damit liege Deutschland weit unter dem EU-Durchschnitt, erklärte Professorin Wiepcke zu Beginn der Veranstaltung. Sogar Baden-Württemberg, das Tüftlerland schlechthin, hinke in der Gründerstatistik bundesweit einigen anderen Ländern hinterher. Gründungen bedeuteten jedoch Wirtschaftswachstum und die Schaffung neuer Arbeitsplätze, betonte Wiepcke. Deshalb will sie auch mit dieser Veranstaltung ein Zeichen setzen. Und das Interesse ist groß, der Festsaal ist gut gefüllt. Nicht nur Studierende und interessierte Lehrende sind erschienen, sondern auch zahlreiche Schüler vom Albert-Einstein-Gymnasium in Ravensburg.


Doch wie kann man Schüler und Studierende für ein so abstraktes Thema begeistern? Man nehme eine engagierte Unternehmerin mit viel Idealismus, die es versteht, ihre Begeisterung rüberzubringen. Dr. Antje von Dewitz, Geschäftsführerin und Unternehmensnachfolgerin des Bergsportausrüsters Vaude aus Tettnang stellte in einem sehr persönlichen Bericht dar, wie sie Unternehmerin geworden ist und was sie antreibt. „Ich bin ein idealistischer Mensch und möchte die Welt ein Stück besser machen“, sagt sie. Obwohl eine Unternehmensnachfolge für sie früher gar nicht in Frage gekommen sei, habe sie irgendwann realisiert, dass sie im eigenen Unternehmen und in der Region am besten etwas bewegen könne. „Ich habe das Gefühl, dass ich meinen Traum lebe“, sagt sie und macht mit zahlreichen Beispielen deutlich, was das für sie bedeute. Familienfreundlichkeit, soziale Verantwortung, Nachhaltigkeit, Umweltfreundlichkeit – für diese Werte engagiere sie sich in ihrem Unternehmen.


Ein anderes Beispiel, wie man Interesse an Wirtschaft und Unternehmertum wecken kann, stellte Jürgen Straub vor, der am Albert-Einstein-Gymnasium die Junior Business School aufgebaut hat. Dort würden die Schüler unter fachkundiger Anleitung von der Industrie- und Handelskammer (IHK) zum Beispiel Businesspläne erstellen, bekämen Einblicke in die Unternehmenspraxis bei verschiedenen Partnerunternehmen der Region und könnten Themen wie etwa Qualitätsmanagement, die nicht im Lehrplan stehen würden, einmal etwas genauer betrachten. Die beiden Schüler Philline Schneider und Linus Schweitzer berichteten jedenfalls begeistert von ihren Erfahrungen in der Junior Business School. Und vielleicht hat ja an diesem Tag der eine oder andere Lust bekommen, Unternehmer zu werden.



 
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