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„Ihre Rückmeldungen sind für uns wichtig“

Pädagogische Hochschule Weingarten stellte Trägern und Leiterinnen von Kindertageseinrichtungen den Bachelor-Studiengang Elementarbildung vor

 

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Die bildungspolitischen Erkenntnisse, dass Kindertageseinrichtungen eine entscheidende Bedeutung für kindliche Lern- und Entwicklungsprozesse haben, sind unumstritten. Neue Gesetze und Bildungspläne in den Bundesländern unterstreichen die Forderung nach einer Optimierung und Professionalisierung der frühkindlichen Betreuung, Erziehung und Bildung. „An die Kindertageseinrichtungen werden zunehmend ambitionierte Erwartungen gestellt“, sagte Professorin Dr. Susanna Roux bei einem Informationsaustausch mit Trägern und Leiterinnen von Kindertagesstätten an der Pädagogischen Hochschule Weingarten (PH). Die Leiterin des im Wintersemester 2007/08 an der PH eingeführten und 2012 neu akkreditierten Bachelor-Studiengangs Elementarbildung hatte zu dem Treffen eingeladen, um den Studiengang vorzustellen. Das Interesse war groß.

Ziel des Studiengangs Elementarbildung sei die Entwicklung einer beruflichen Handlungskompetenz, um Erziehungs-, Betreuungs- und Bildungsaufgaben für Kinder im Alter von null bis zehn Jahren wissenschaftlich fundiert und zielgerichtet zu erfüllen, berichtete Roux, die zusammen mit der Praxisbeauftragten des Studiengangs, Diplom-Pädagogin Anita Maria Kuppler, und dem Geschäftsführer Christoph Lindenfelser Einblicke in die Studieninhalte gab. So erhalten die Studierenden nicht nur umfassende pädagogische und psychologische Grundlagenkenntnisse für ihre spätere Arbeit mit Kindern, sie lernen auch Bildungsprozesse zu verstehen, initiieren, begleiten und evaluieren. Darüber hinaus erwerben sie Kompetenzen im Bildungs- und Sozialmanagement. Durch Praktika in Kindertageseinrichtungen erhalten sie auch berufsspezifische Kompetenzen. Und sie werden befähigt, wissenschaftlich zu arbeiten, beispielsweise im Bereich Forschung. Bislang, so die Studiengangsleiterin, habe eine Verknüpfung zwischen Ausbildung und Forschung gefehlt. Das Studium der Elementarbildung dauert sechs Semester und schließt mit dem Bachelor of Arts ab. Studienvoraussetzungen sind Abitur oder Fachhochschulreife, ein Abschluss als staatlich anerkannte Erzieherin mit Fachhochschulreife oder auch mit Berufserfahrung und Eignungsprüfung. Letztere Möglichkeit werde bislang kaum wahrgenommen, bedauerte Roux. Dennoch seien die Studierendenzahlen in der Elementarbildung kontinuierlich gestiegen – von 35 Studierenden im ersten Studienjahr 2007/08 auf aktuell 107 Studierende im Wintersemester 20013/14.

Die Elementarbildungs-Studierenden absolvieren während ihres Studiums in zwei Phasen ein circa acht Wochen umfassendes ganztägiges Praktikum (320 Stunden). Die Studiengangsleiterin appellierte an die Träger und Leiterinnen der Kindertageseinrichtungen, in enger gegenseitiger Zusammenarbeit Praktikumsplätze für die Studierenden zur Verfügung zu stellen, um deren berufspraktische Kompetenzen zu stärken. Diese Praxiserfahrungen seien Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit mit Kindern, bestätigten Träger und Kindergartenleiterinnen. Darüber hinaus mahnten sie einheitliche und transparente Gehaltskriterien für den beruflichen Alltag an, um eventuellen Konkurrenzkämpfen zwischen Erzieherinnen und Kindheitspädagogen vorzubeugen. „Ihre Rückmeldungen sind für uns wichtig“, sagte Roux. Nur im gemeinsamen Austausch mit Trägern und Leitungsverantwortlichen könne eine hochwertige Ausbildung im Bereich Elementarbildung erfolgreich umgesetzt und stetig weiterentwickelt werden.

Die staatlich anerkannten Kindheitspädagogen sind vielseitig einsetzbar – von der Bildungsarbeit in Kindertagesstätten sowie Leitungs- und Beratungsaufgaben über eine Tätigkeit als Multiplikatoren für Kitas bis hin zu außerunterrichtlichen Tätigkeiten an Grundschulen oder in der außerschulischen Bildungsarbeit. Darüber hinaus bietet die PH in Kooperation mit der PH St. Gallen den international-konsekutiven Masterstudiengang „Early Childhood Studies“ an. Dieser, so Roux, qualifiziere in vier Semestern zur Expertise im Bereich der frühkindlichen Bildung von Kindern im Alter von drei bis zehn Jahren und einer diesbezüglichen Tätigkeit in Forschung, Lehre oder in Organisationen wie Trägerverbänden und anderen.

Weitere Informationen zu den Studiengängen unter: www.ph-weingarten.de



 
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