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Eine Kunstoase der besonderen Art

Im Kunstcamp auf dem Hofgut Nessenreben erkunden 45 Jugendliche neue Wege in der Auseinandersetzung mit Kunst

 

Bild: Im Kunstcamp auf dem Hofgut Nessenreben erkunden 45 Jugendliche neue Wege in der Auseinandersetzung mit Kunst. Bild: PH (Klick auf das Bild für volle Auflösung)

Auf dem Hofgut Nessenreben in Weingarten herrscht lebendiges Treiben. Kleine und große Zelte sind auf einer großen Wiese aufgebaut, an den Bänken und Tischen sitzen junge Menschen, immer wieder erklingen Musik und fröhliches Lachen. Auch die barocken, alten Gewölbe des Hofguts scheinen zu neuem Leben erwacht zu sein. Dort wird Theater gespielt und getanzt, wird Design entworfen und gezeichnet. „Das Kunstcamp in den Sommerferien findet in diesem Jahr bereits zum siebten Mal statt“, berichtet der Initiator, Professor Dr. Martin Oswald von der Pädagogischen Hochschule Weingarten (PH). Eine Woche lang erproben 45 Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren mit Künstlern und Kunststudenten neue Wege, experimentieren künstlerisch und setzen sich in fünf Workshops mit unterschiedlichsten Bereichen der Kunst auseinander. Das Kunstcamp, so Oswald, ist ein in Süddeutschland einmaliges Angebot der PH für Jugendlichein Kooperation mit der Stadt Weingarten und dem Landkreis Ravensburg. Kursbetreuer sind Bildende Künstler und ein begeistertes Team von PH-Kunststudenten.

„Die Stimmung ist in diesem Jahr einfach toll. Wir sind eine harmonische Gruppe“, schwärmen die Kunst-Pädagoginnen Antonia Schneider und Milena Potapiuk. Beide haben an der PH in Weingarten studiert, unterrichten inzwischen als Lehrerinnen in Heidenheim und Wilhelmsdorf und sind für die gesamte Organisation des Kunstcamps verantwortlich. „Die Vorbereitungen laufen schon lange“, erzählen sie. Ein einwöchiges Komplettprogramm für Jugendliche zu planen, vorzubereiten und durchzuführen bedeute eine Herausforderung, die weit über den Unterrichtsalltag an einer Schule hinausgehe, gibt Professor Oswald zu bedenken. Die Studierenden der Kunstpädagogik bereiten ihre Angebote in einem Seminar an der PH vor und erproben dabei auch für sie neue Techniken und Verfahrensweisen. „Die auf dem Kunstcamp gesammelten Erfahrungen sind eine wertvolle Ergänzung der Ausbildung“, so Oswald. Das Kunstcamp sei ein ideales Lehr- und Lernobjekt. Der selbst gesetzte Qualitätsanspruch sei sehr hoch.

 

Bild: PH (Klick auf das Bild für volle Auflösung)


Die jugendlichen Teilnehmer sind durchweg mit Feuereifer dabei. Einige von ihnen kennen das Kunstcamp bereits. „Ich bin schon zum vierten Mal mit dabei. Es gefällt mir hier immer besser“, sagt ein 18-Jähriger, der gerade mit Kohlestift eine faszinierende Landschaft zu Papier bringt. Er hat sich für den Workshop „Linie, Spur, Natur – zeichne dich frei“ entschieden. Täglich sieben Stunden sind die Jugendlichen in den Workshops aktiv. Die Freizeit verbringen sie gemeinsam. Wir hatten schon ein riesiges Lagerfeuer mit Gitarrenmusik und Gesang, das war toll“, berichten zwei Mädchen. „Und auch das Essen schmeckt sehr gut“, betonen sie. Kaum verwunderlich: Geliefert wird es vom Gasthof „Zur Post“ in Wolfegg.

Der Kreativität von Künstlern, Kunststudierenden und Jugendlichen sind beim Kunstcamp keine Grenzen gesetzt. Aus Natur Kunst werden zu lassen lernen die Teilnehmer des Workshops „Copyright by nature – Kunst in und mit der Natur“. Dank des schönen Sommerwetters arbeiten sie meist draußen vor Ort, sammeln Materialien, legen Naturtagebücher an. „Kleider machen Kunst“ ist ein anderer Workshop überschrieben, dessen Teilnehmer aus Stoffen und alten Textilien und mit Hilfe von Gips faszinierende Designobjekte kreieren. Drei Mädchen studieren mit Hilfe der Tanzpädagogin Carolline Frick einen selbst erarbeiteten Tanz ein, den Jungs spontan mit Trommelschlägen begleiten. „Zum ersten Mal ist bei uns auch Kleinkunst und Literatur im Angebot“, berichtet Professor Oswald. Dafür konnte der bekannte Poetry-Slammer und Schriftsteller Timo Brunke aus Stuttgart gewonnen werden. Die Teilnehmer des Workshops „Poetry – Schreiben und dichten in der Natur“ sind mit Enthusiasmus, Einfallsreichtum und Spontaneität beim Dichten und Texten dabei. „Schade, dass das Kunstcamp bald zu Ende geht“, ist überall zu hören. Im nächsten Jahr werde es wieder ein Kunstcamp geben, verspricht das Kunstcamp-Team.

 

Bild: PH (Klick auf das Bild für volle Auflösung)



 
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