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50 Jahre Pädagogische Hochschulen in Baden-Württemberg

Ministerpräsident Winfried Kretschmann: Eine gute, vor allem schülerbezogene Lehrerbildung ist A und O für gute Schulen.

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer: Systematische Kooperation mit Universitäten verstärken.

 

Mit einer Jubiläumsfeier haben die Landesregierung und die Landesrektorenkonferenz der Pädagogischen Hochschulen das 50jährige Bestehen der Hochschulen am Freitag (22. Juni) im Schloss Ludwigsburg gewürdigt. Dort waren am 29. Mai 1962 die Pädagogischen Hochschulen mit einem feierlichen Akt gegründet worden. „Die Pädagogischen Hochschulen sind ein wichtiger Bestandteil der differenzierten Bildungslandschaft in Baden-Württemberg. Sie haben eine ganz besondere Verantwortung bei der Ausbildung junger Menschen zu eigenverantwortlich denkenden und handelnden Persönlichkeiten. Eine gute, vor allem eine schülerbezogene Lehrerbildung ist das A und O für gute Schulen.“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann während des Festakts.

Die Studierenden an den Pädagogischen Hochschulen müssten gesellschaftliche Entwicklungen in ihrer Relevanz für die schulische Bildung erkennen; in diesem Sinne solle die Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer im Land weiterentwickelt werden. „Lehrerinnen und Lehrer tragen viel Verantwortung und machen einen tollen Job - in allen Schularten. Ihre Ausbildung muss auf der Höhe der Zeit sein, um weiterhin ein gleichbleibend hohes Niveau im Unterricht sicherstellen zu können und um die jungen Menschen aus sehr unterschiedlichen Milieus und Erfahrungswelten gleichermaßen erfolgreich auf Berufsleben und Hochschulen vorzubereiten“, so der Ministerpräsident.

Bewährt habe sich hierbei die Selbständigkeit der Pädagogischen Hochschulen, ergänzte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. „Die besondere Bedeutung der Pädagogischen Hochschulen besteht darin, dass sie sich auf schulpraktische, pädagogische und didaktische Anforderungen an die Lehrerschaft fokussieren können“, sagte Bauer. Wegweisend sei dabei heute ein Ansatz, bei dem das Thema „Inklusion“ wesentlich stärker im Vordergrund stehe. Schulklassen seien heutzutage sehr heterogen zusammengesetzt, darauf müsse man angehende Lehrerinnen und Lehrer vorbereiten. Kinder und Jugendliche in ihrer Individualität wahrzunehmen und zu fördern, sei die Aufgabe inklusiver Pädagogik. Um Studierenden diese Fähigkeiten zu vermitteln, müssten die Stärken der Universitäten in der fachwissenschaftlichen Ausbildung mehr als bisher mit den Stärken der Pädagogischen Hochschulen in der pädagogisch-didaktischen Ausbildung verbunden werden.

Prof. Dr. Martin Fix, Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Pädagogischen Hochschulen, betonte den besonderen Charakter der Pädagogischen Hochschulen im bundesweiten Vergleich: „Mit den Pädagogischen Hochschulen verfügt Baden-Württemberg über bildungswissenschaftliche Lehr- und Forschungseinrichtungen und damit ein bundesweit einzigartiges Instrument der Lehrerbildung. Man kann also auch dem Land zu seiner vielfältigen Hochschullandschaft gratulieren.“

Als einziges Bundesland hält Baden-Württemberg für die Lehrerbildung eine eigenständige Hochschulart vor. Zu den Aufgaben der sechs Pädagogischen Hochschulen an den heutigen Standorten Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Ludwigsburg, Schwäbisch Gmünd und Weingarten zählt in erster Linie die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern im Grund-, Haupt-, (Werk-) Realschulbereich, in der Sonderpädagogik und seit einigen Jahren auch zunehmend im Bereich der beruflichen Schulen. An den sechs Pädagogischen Hochschulen studierten zum Wintersemester 2011/12 laut Statistischem Landesamt insgesamt rund 22.500 Studierende, das entspricht einem Anteil von 7,4 Prozent an allen Studierenden in Baden-Württemberg.

Weitere Informationen online:
http://www.ph-bw.de/



 
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