Link:Zur Startseite | Logo: Pädagogische Hochschule Weingarten
 
Aktuelles
Hochschule
Studium/Lehre/Weiterbildung
Forschung
Einrichtungen/Personen
Leitung/Verwaltung
Service/Information
Link: www.ph-weingarten.de/en
 



 

Auf den richtigen Berufseinstieg kommt es an

Rund 110 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kamen zu einer Tagung des internationalen Forschungsprojekts „BRÜCKE“ in der Pädagogischen Hochschule Weingarten

 

Auf der internationalen Tagung BRÜCKE diskutierten Experten aus Schulen, Unternehmen, Organisationen und Wissenschaft an der PH Weingarten über den Übergang von der Schule in den Beruf. (Klick auf das Bild für volle Auflösung)

 

Der erfolgreiche Übergang von der Schule in den Beruf beschäftigt nicht nur in Deutschland Jugendliche, ihre Eltern und Lehrer sowie die Wirtschaft und die Wissenschaft. Auf dem vergleichsweise kleinen geografischen Raum der internationalen Bodenseeregion beispielsweise mit ihren Anrainerstaaten Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Übergänge. Das international vergleichend angelegte Forschungsprojekt „BRÜCKE“ untersucht daher die Bedingungen des Übergangs Jugendlicher oder Heranwachsender aus dem allgemeinbildenden Schulsystem beziehungsweise der „vorberuflichen Bildung“ in die Strukturen des beruflichen Ausbildungs- und Erwerbsystems. Am Freitag trafen sich rund 110 Teilnehmer aller drei Länder aus Forschung, Schule, Unternehmen und Supportsystemen zu einer Tagung an der Pädagogischen Hochschule Weingarten (PH) um über „Berufsorientierung und regionales Übergangsmanagement – Chancen, Kompetenzen, Entwicklungspotenziale (BRÜCKE)“ zu sprechen. Kooperationspartner des Gemeinschaftsprojekts sind die Pädagogischen Hochschulen Weingarten (Deutschland), Vorarlberg (Österreich), Thurgau und des Kantons St. Gallen (Schweiz) sowie die Universität Zürich und das Institut bifo! – Beratung für Bildung und Beruf. Gefördert wird die „BRÜCKE“ durch die Internationale Bodenseehochschule und die Robert Bosch Stiftung.

Das Projekt „BRÜCKE“ verbinde Wissenschaft und Praxis, sagte Gesamtprojektleiter Professor Dr. Joachim Rottmann von der PH Weingarten. Das große Interesse an der Tagung zeige, dass man gemeinsam auf dem richtigen Weg sei. Angestrebt werde ein Handlungs- und Entwicklungskonzept für grenzüberschreitende Mobilität in der beruflichen Erstausbildung, so Rottmann. Dafür gelte es regionale Effekte bei Ausbildungsstellenangebot und -nachfrage zu beobachten und zu analysieren, vorberufliche Bildungsangebote und Mobilitätsvoraussetzungen zu prüfen und Good-practice-Modelle in allen drei Ländern zu ermitteln. Aufgrund von Erhebungen bei Schülern, Lehrern, Schulleitern und Betrieben soll nach drei Jahren ein Datenpool existieren, „wo wir dann vielleicht nicht alle, aber viele Fragen beantworten können“, so Rottmann. „Die Region muss zusammenwachsen.“

Vergleiche hätten gezeigt, dass in den drei Ländern ganz ähnliche Probleme, aber viele unterschiedliche Herangehensweisen existierten, so Professor Dr. Philipp Gonon von der Universität Zürich. Durch geeignete neue Anregungen aus den Nachbarländern hoffe man die eigene Praxis zu verbessern. „Wir möchten mehr Transparenz in die Übergänge bringen“, so Gonon. Der Eintritt ins Berufsleben sei erfahrungsgemäß eine krisenanfällige Lebensphase, geprägt von Unsicherheit, Ungewissheit und Unwissen, sagte Professor Dr. Christian Brühwiler von der PH des Kantons St. Gallen. Für erfolgreiche Übergänge benötige es viele Akteure. In einer ersten Projektphase sei ermittelt worden, welche Faktoren in der internationalen Bodenseeregion zu einem erfolgreichen Übergang beitragen, welche Unterstützungsangebote von Jugendlichen genutzt und als hilfreich angesehen werden, über welche Kenntnisse und Erfahrungen der Arbeitswelt sie verfügen und wie anschlussfähig die jeweiligen Schul- und Berufsbildungssysteme sind.

Vor allem eine adäquate und intensive Begleitung der Jugendlichen, auch im Falle eines Ausbildungsabbruchs, sowie eine individuelle Berufsorientierung seien wichtig, waren sich Vertreter aus der Wissenschaft, der Wirtschaft, der Schulen und der Supportsysteme in einer Podiumsdiskussion einig. Gemeinsames Ziel müsse es sein, alle Jugendlichen in einen Beruf zu bringen. Statt unübersichtlicher Einzelaktionen strebe man ein Expertensystem mit vielen Akteuren an. Die Jugendlichen, aber auch Eltern und Lehrer benötigten effektive Netzwerke und Anlaufstellen bei speziellen Fragestellungen in Sachen Berufseinstieg. Der Blick über den „nationalen Tellerrand“ und die Projektzusammenarbeit der drei Länder eröffne dafür große Chancen.
Weitere Informationen: www.brücke-bodensee.info

Internationale Beachtung fand die Tagung BRÜCKE an der PH Weingarten. Peter Schenk von der Generaldirektion Regionalpolitik der Europäischen Kommission und der Vorstandsvorsitzende des Kooperationsrates der Internationalen Bodensee-Hochschule Prof. Dr. Erwin Beck gehörten zu den Gästen. (Klick auf das Bild für volle Auflösung)



 
DruckansichtDruckansicht