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Wie steht es um die mathematische Bildung?

Über 500 Experten diskutieren an der PH Weingarten aktuelle Fragestellungen der Mathematikdidaktik

 

In der Aula der PH Weingarten wurde die Jahrestagung der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik eröffnet. Experten und Nachwuchswissenschaftler aus ganz Deutschland und den Nachbarländern kamen zu diesem Anlass nach Oberschwaben.

 

Für eine Woche wurde Weingarten zur Hochburg der Mathematikdidaktik. Über 500 Experten und Nachwuchswissenschaftler aus Deutschland und den Nachbarländern trafen sich vom 5. bis 9. März an der Pädagogischen Hochschule zur 46. Jahrestagung der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik (GDM).
In fünf Hauptvorträgen, rund 250 weiteren Vorträgen und Workshops, sowie einer Posterausstellung wurden aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt und diskutiert. Im Mittelpunkt stand die Mathematikdidaktik – das ist die Wissenschaft vom Lehren und Lernen mathematischer Inhalte in Theorie und Praxis.
Die Bedeutung mathematischer Kompetenzen nicht nur für den Beruf, sondern auch für die Bewältigung des Alltags betonte Regierungsschuldirektorin Annely Zeeb in ihren Grußworten zur Eröffnung in der voll besetzten Aula der PH. Sie nannte einige Reformen im schulischen Bereich, die dazu dienen sollen, die mathematische Bildung in den Schulen zu verbessern. So sei das Fach Mathematik für alle Studierenden des Grundschullehramts mittlerweile Pflicht, auch die Diagnostik von Lernschwierigkeiten sowie die individuelle Förderung seien ein wichtiger Bestandteil des Studiums.

Rektor Werner Knapp eröffnete die Jahrestagung der Mathematikdidaktiker und freute sich, dass die PH Gastgeber für eine so bedeutende Tagung sein durfte.

 

Der GDM-Vorsitzende Professor Dr. Hans-Georg Weigand stellte das Thema Bildung in den Mittelpunkt seiner Rede und fragte, ob den vielen Reden Taten gefolgt seien und ob – wie von dem damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog gefordert – ein Ruck durch die Gesellschaft gegangen sei und die Bildung zum Mega-Thema unserer Gesellschaft geworden sei. Tatsächlich habe es Reformen gegeben, so der Mathematik-Professor weiter, zum Beispiel unter dem Stichwort Bologna-Prozess sowie in der Professorenbesoldung. Beides kritisierte er als einen „Ruck in die negative Richtung“. Stattdessen forderte er eine Rückbesinnung zur Freiheit im Dienste der Verantwortung für die Gesellschaft.
Bildung habe an der PH Weingarten eine lange Tradition, sagte Rektor Professor Dr. Werner Knapp. Schon vor der Gründung der PH vor 50 Jahren hätte es dort Lehrerbildung gegeben und auch in der klösterlichen Tradition habe Bildung eine wichtige Rolle gespielt. Die PH sei in der Forschung sehr dynamisch und innovativ und im Fach Mathematik glänzend aufgestellt, so der PH-Rektor, der sich freute, „Gastgeber dieser bedeutenden Veranstaltung“ zu sein.
Das umfangreiche Tagungsprogramm, dass auch kulturelle Höhepunkte wie ein Konzert in der Basilika und verschiedene Ausflüge in der Region umfasste, wurde von einem Team um Professorin Dr. Elisabeth Rathgeb-Schnierer, die beiden ehemaligen PH-Professoren Dr. Matthias Ludwig und Dr. Michael Kleine mit Unterstützung von weiteren Kollegen, akademischen Mitarbeitern und zahlreichen Studierenden organisiert.

Mathematikprofessorin Elisabeth Rathgeb-Schnierer, die mit mehreren Fach-Kollegen die Tagung organisiert hat, wies auch auf die Bedeutung mathematischer Bildung im Vorschul-Alter hin.



 
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