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Ursula Dieckmann erhält Regionalpreis

Im Steinzeit-Projekt werden Schüler zu Entdeckern

 

 

Schüler werden zu Juniorarchäologen und entdecken durch eigene Ausgrabungen die Lebenswelt der Steinzeit. In dem Grabungsprojekt „der Steinzeit auf der Spur“, das die Biologie-Dozentin der Pädagogischen Hochschule Weingarten, Dr. Ursula Maria Dieckmann, gemeinsam mit dem Federseemuseum Bad Buchau und der PH Thurgau entwickelt hat, bekommen Kinder einen ganz neuen Zugang zu Archäologie und Biologie.


Mit diesem Projekt habe Ursula Dieckmann zukunftsweisende Wege für Pädagogik und Didaktik beschritten und auf eindrucksvolle Weise gezeigt, wie Oberschwaben aus der Steinzeit lernen kann, würdigte Weingartens Oberbürgermeister Markus Ewald die Verdienste der Wissenschaftlerin und verlieh ihr im Rahmen einer Feier an der PH am Mittwoch, 30. November, den Regionalpreis Oberschwaben. Diese Auszeichnung für besondere wissenschaftliche Leistungen wurde 2008 vom Kreis Ravensburg und den Städten Ravensburg und Weingarten gemeinsam gestiftet.


Prorektor Professor Dr. Werner Knapp, der die Feier im Festsaal eröffnete, freute sich über die Preisverleihung. Mit dem Regionalpreis würden die Bemühungen der Pädagogischen Hochschule Weingarten um Regionalität unterstützt. Die PH sei wie wenige andere Hochschulen auf die Region hin ausgerichtet und profitiere im Gegenzug von der Region. Als Beispiel nannte Knapp das Forum Regionalität, das sich mit der Natur- und Kulturlandschaft Oberschwaben befasse. Dieses wird im Übrigen seit mehreren Jahren von Ursula Dieckmann organisiert.


„Das Projekt ,Der Steinzeit auf der Spur’ nimmt Kinder mit auf eine Zeitreise und Spurensuche in die Vergangenheit“, sagte Ursula Dieckmann, die in einer kurzen Präsentation erläuterte und zeigte, worum es geht. An einem außerschulischen Lernort, genauer gesagt im Federseemuseum, werden Schüler zu Jungforschern ausgebildet, die sich dann in kleinen Teams auf einer speziell präparierten Ausgrabungsfläche mit archäologischem Gerät auf die Suche nach Knochen, Scherben, Hölzern und Pflanzen aus der Jungsteinzeit machen. Sie lernen, diese fachmännisch freizulegen, zu vermessen, zu dokumentieren. Außerdem bestimmen sie zum Beispiel das Alter von Hölzern oder analysieren gefundene Pflanzenreste mit dem Binokular. Auf diese Weise würden neben dem Fachwissen bestimmte Kompetenzen der Schüler gefördert, wie etwa forschend-entdeckendes Lernen, kooperatives Lernen und fächerübergreifendes Lernen.


Die Schüler haben sich mit wissenschaftlichen Methoden der Lebensweise der Steinzeit genähert, dabei etwas über ihre Vorfahren herausgefunden und seien selbst zu Experten geworden, würdigte Biologie-Professor Dr. Michael Ewig in seiner Laudatio das pädagogische Konzept. Mittlerweile hätten einige Hundert Schüler an den Ausgrabungen teilgenommen.

Zur Person
Die Akademische Oberrätin Dr. Ursula Maria Dieckmann wurde 1960 im nordrhein-westfälischen Dinslaken geboren. Nach dem Abitur studierte sie an der Universität Hannover Geographie und Biologie. In beiden Fächern absolvierte sie das Diplom. Danach arbeitete sie als Naturschutzbeauftragte im Landkreis Soltau-Fallingbostel. 1998 schloss sie ihre Promotion im Fachgebiet Geobotanik ab. Bevor sie im Jahr 2004 an die Pädagogische Hochschule nach Weingarten kam, sammelte sie Forschungs- und Lehrerfahrung als wissenschaftliche Assistentin an der Universität Hannover. Im Jahr 2007 wurde sie Geschäftsführerin im Zentrum für Regionalität und Schulgeschichte. Ursula Dieckmann ist verheiratet, hat vier Kinder und lebt in Ravensburg.




 
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