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Bilaterale Forschungsprojekte

Einen nicht ganz alltäglichen Empfang hielt Weingartens Oberbürgermeister Markus Ewald im Rathaus ab: Eine Delegation der Pädagogischen Hochschule Kyoto (Japan) und Vertreter der Pädagogischen Hochschule Weingarten (PH) besuchten das Stadtoberhaupt zu einem gemeinsamen Austausch – in englischer Sprache. Die Japaner waren drei Tage zu Gast in Weingarten, um mit deutschen Kollegen der Hochschule auf dem Martinsberg bilaterale Forschungsprojekte zu diskutieren und zwei geplante deutsch-japanische Symposien – 2012 in Kyoto und 2015 in Weingarten – vorzustrukturieren.

Einige der japanischen Hochschulvertreter waren zum ersten Mal in Deutschland. Interessiert verfolgten sie die Berichte des Oberbürgermeisters zur Welfenstadt, zum Blutritt, den Klosterfestspielen oder auch zum Weingartener Wein. „Weingarten ist für mich die erste Stadt in Deutschland, die ich kennenlerne, und sie ist wundervoll“, sagte eine Delegationsteilnehmerin, während der Koordinator der japanischen Arbeitsgruppe, Prof. Yoshihiro Sakakibara, über den Stadtnamen Weingarten mit seinen allseits geschätzten Bestandteilen „Wein“ und „Garten“ ins Schwärmen geriet. Die PH Kyoto gehöre mit rund 1700 Studierenden zu den kleineren tertiären Bildungseinrichtungen in Kyoto, sagte er. Die Stadt selbst sei das kulturelle Herz Japans und blicke auf eine über tausendjährige Geschichte als Hauptstadt und Kaisersitz Japans in den Jahren 794 bis 1868 zurück.

Der deutsch-japanische Kontakt resultiere aus Besuchen verschiedener Delegationen aus Japan in Weingarten seit Anfang 2007 sowie aus Gegenbesuchen von ihm selbst und Privatdozent Dr. Gerhard Schnaitmann, der seit langer Zeit mit dem japanischen Kollegen Yoshihiro Sakakibara zusammenarbeite, berichtete der Professor der Erziehungswissenschaft und Direktor des Forschungszentrums für Schulentwicklung und Professionalisierung Professor Dr. Gregor Lang-Wojtasik. In Gesprächen mit der Hochschulleitung und Kollegen der PH Kyoto sei deutlich geworden, dass beide Hochschulen angesichts globaler Transformationsprozesse vor vergleichbaren Herausforderungen zwischen Bildungspolitik und disziplinärer Fachlichkeit stünden. „Das Thema hat unmittelbar mit Fragen der Schulentwicklung und Professionalisierung im globalen Kontext zu tun“, so Lang-Wojtasik. Zur deutschen Arbeitsgruppe gehören auch die beiden Dekaninnen – Professorin Dr. Ursula Pfeiffer und Professorin Dr. Petra Burmeister sowie der Studiendekan der Fakultät I Professor Dr. Lothar Kuld. Der ebenfalls anwesende Prorektor der Hochschule Ravensburg-Weingarten Professor Dr. Michael Pfeffer betonte die Wichtigkeit deutsch-japanischer Wissenschaftsdiskurse für die Entwicklung der Hochschulen. Das 150. Jahr deutsch-japanischer Freundschaft sei dazu ein herausragender Anlass. Christina Jolowicz hob als Vertreterin des International Office die generelle Bedeutung internationaler Austauschprogramme hervor.

Das dreitägige Besuchsprogramm umfasste neben Diskussionsrunden und Vorträgen auch Gespräche mit der deutschen Hochschulleitung und Vertretern der Erweiterungsstudiengänge Deutsch als Fremdsprache und Interkulturelle Pädagogik. Die japanischen Gäste besuchten darüber hinaus Schulen der Region und auch eine Führung in der Basilika sowie ein Ausflug an den Bodensee durften nicht fehlen. Die Beziehungen zwischen Weingarten und Kyoto seien weiter ausbaufähig, waren sich Gastgeber und Besucher einig – „mit nachhaltigen Impulsen für die interkulturelle und globale Orientierungskompetenz angehender Lehrkräfte“.

Delegation aus Kyoto




 

Weingartens Oberbürgermeister Markus Ewald (Dritter von links) empfing eine Delegation der Pädagogischen Hochschule Kyoto (Japan) und Vertreter der Pädagogischen Hochschule Weingarten sowie der Hochschule Ravensburg-Weingarten im Rathaus zu einem gemeinsamen Austausch. Bild: PH



 
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