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Olga Hartmann erhält DAAD-Preis

„Ich wollte immer nach Deutschland“


Die PH-Studentin Olga Hartmann hat den DAAD-Preis 2010 für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender erhalten

Weingarten – „Ich wollte immer nach Deutschland. Jetzt habe ich mein Ziel erreicht und lebe mit meiner Familie in Oberschwaben“, sagt Olga Hartmann. Die 29-Jährige heißt mit Geburtsnamen Olga Barisnikova und stammt aus der lettischen Stadt Rezekne, wo sie zusammen mit zwei Brüdern bei ihrer alleinerziehenden Mutter aufwuchs. Seit 2007 studiert sie an der Pädagogischen Hochschule Weingarten (PH) für das Lehramt und erhielt Ende vergangenen Jahres den mit 1000 Euro dotierten Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Dieser Preis wird an ausländische Studierende mit besonderen akademischen Leistungen und bemerkenswertem gesellschaftlich-interkulturellem Engagement vergeben. „Ich habe mich sehr über die Auszeichnung gefreut“, sagt die engagierte junge Frau und Mutter von zwei Kindern. Ihre Herkunft ist sprachlich nicht mehr erkennbar. Olga Hartmann spricht einwandfreies Hochdeutsch.

„Meine Muttersprache ist Russisch“, erzählt sie. „Ich hatte auf der Schule zwar keinen Deutschunterricht, aber immer das Ziel Deutschland vor mir.“ Im Jahr 2000 kam Olga als Au-pair-Mädchen zu einer deutschen Familie nach Frankreich – ohne ein Wort Deutsch oder Französisch zu können. Sie absolvierte am dortigen Goethe Sprachinstitut die Deutsche Mittelstufe und ging danach nach Deutschland. „Ich lebte ein Jahr in Starnberg“, berichtet sie. Am Goetheinstitut in München bewältigte sie erfolgreich auch noch die Oberstufe Deutsch und begann an der Ludwig-Maximilians-Universität das Studium „interkulturelle Kommunikation“. Zur Finanzierung ihres Lebensunterhalts arbeitete sie nebenher als Kellnerin. „Das war mein großes Glück, denn dabei habe ich meinen Mann, einen Schwaben, kennengelernt“, lacht sie. Und mit ihm zog sie auch nach Oberschwaben.

Vor vier Jahren begann Olga Hartmann an der PH Weingarten ihr Lehramtsstudium für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen – mit Biologie als Hauptfach. Praktische Erfahrungen sammelte sie an den Hauptschulen in Baienfurt, Ostrach und Karsee sowie an der Kuppelnauschule in Ravensburg. Ab 14. März unterrichtet sie in der Promenadeschule in Weingarten. Ihre Studienarbeit zu dem Thema „Biologie multilingual – erschweren biologische Fachbegriffe Hauptschülern mit Migrationshintergrund das Verständnis?“ ist gerade fertig geworden. „Ich habe den DAAD-Preis aber nicht für meine Arbeit, sondern für meine bisherigen sehr guten Studienleistungen und mein zusätzliches interkulturelles Engagement erhalten“, betont Olga Hartmann und sagt: „Es wäre schön, wenn es einen solchen Preis auch für meine deutschen Kommilitonen geben würde.“ Im Sommersemester 2011 wird die engagierte junge Frau, die gerne Klavier spielt und ihren eigenen Garten als Hobby auserkoren hat, ihr Lehramtsstudium beenden. „Ich bin sehr gerne Lehrerin“, sagt sie und: „Ich bin dank meiner Familie und durch mein Studium jetzt wirklich in Deutschland angekommen.“

 

Hartmann DAAD-Preis

 

Olga Hartmann, Studierende der Pädagogischen Hochschule Weingarten, hat den DAAD-Preis 2010 für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender erhalten.
Bild: PH



 
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