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Kultusministerium und Landesrektorenkonferenz der Pädagogischen Hochschulen unterzeichnen erstmals „Letter of Intent“

Ministerin Marion Schick: Vereinbarung ist eine wichtige Weichenstellung, um die Lehrerbildung kontinuierlich qualitativ weiterzuentwickeln – Lehrerinnen und Lehrer tragen entscheidend zum Bildungserfolg junger Menschen bei


Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz Martin Fix: Nach einem erfolgreichen gemeinsamen Planungsprozess ist auch für die Umsetzung der Reform die Unterstützung durch das Kultusministerium von größter Bedeutung


„Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit unseres Bildungswesens ist es unerlässlich, die Lehrerbildung kontinuierlich qualitativ weiterzuentwickeln. Denn es sind gerade die Lehrerinnen und Lehrer, die entscheidend zum Bildungserfolg junger Menschen beitragen. Vor diesem Hintergrund werden wir die Lehrerbildung in Baden-Württemberg zum Wintersemester 2011/12 grundlegend reformieren und dazu erstmals eine Grundsatzvereinbarung mit der Landesrektorenkonferenz auf den Weg bringen, die die Grundlagen für die künftige enge Kooperation zwischen den Pädagogischen Hochschulen (PH) und dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern für die Grund-, Werkreal-, Haupt-, Real- und Sonderschulen des Landes Baden-Württemberg fixiert.“ Das erklärte Kultusministerin Marion Schick am Freitag (28. Januar 2011) an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg, an der sie gemeinsam mit der Landesrektorenkonferenz einen „Letter of Intent“ unterzeichnete.

„Die Vereinbarung ist eine wichtige Weichenstellung für ein künftiges Gesamtkonzept in der Lehrerbildung, das eine hohe Professionalität der Lehrkräfte und deren ständige Weiterqualifizierung garantiert“, erklärte Ministerin Schick. „Wir werden das Lehramtsstudium künftig noch stärker an der schulischen Praxis orientieren und bildungswissenschaftliche Aspekte stärker in den Vordergrund rücken.“


Wesentliche Ziele der neuen Studiengänge seien, die schulpraktischen Studien zu stärken, die Ausbildung in den Bereichen Diagnostik und Förderung zu vertiefen und die interkulturelle Kompetenz zu stärken, so Schick.


Prof. Dr. Martin Fix, Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz und Rektor der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und Prof. Dr. Ulrich Druwe, Rektor der PH Freiburg und Projektkoordinator der Neustrukturierung, betonen, dass die Pädagogischen Hochschulen mit der Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium in diesem Prozess bisher sehr zufrieden sind. Es ist gelungen, ein wissenschaftliches Studium mit einer intensiven Verzahnung in die Praxis hinein zu entwerfen. Der Erfolg der Umsetzung dieser Konzeption wird nun auch entscheidend von den Bedingungen in den Schulen vor Ort abhängen. Als besonders bedeutsamer Baustein der Reform werden daher Unterstützungsmaßnahmen und neue Qualifizierungsangebote
für die Ausbildungslehrer erachtet.


Ein besonderer Fokus im Rahmen der Neuordnung der Lehrämter liegt auf der stärkeren Praxisorientierung, weshalb ein neues dreistufiges Praxismodell bestehend aus einem Orientierungspraktikum, einem integrierten Semesterpraktikum und einem Professionalisierungspraktikum entwickelt wurde. „Damit gelingt es uns nicht nur, die Lehramtsanwärter noch besser auf den schulischen Alltag vorzubereiten. Zugleich schaffen wir dadurch eine weitaus bessere Verzahnung der einzelnen Ausbildungsabschnitte – von den Pädagogischen Hochschulen über die Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung bis hin zu den Schulen selbst“, erläuterte die Ministerin. Darin liegt in Schicks Augen ein enormer Qualitätsfortschritt, der aber mit Blick auf die Betreuung der Studierenden zugleich auch organisatorische Änderungen an den Schulen nach sich ziehe. „Wir brauchen dazu eine Organisationsstruktur, die genügend Zeit und Raum für diese Aufgaben lässt.“

 

Das Ministerium werde deshalb die bisherige Funktion der Ausbildungslehrer/innen weiterentwickeln und zeitliche Anreize schaffen.


Die Ministerin machte zugleich auch deutlich, dass sie künftig von den Pädagogischen Hochschulen ein noch größeres Engagement in der bildungswissenschaftlichen Forschung erwarte. „Neue Forschungsergebnisse müssen vermehrt Eingang in die Lehrerbildung finden. Sie sind ein wichtiger Beitrag zur Qualitätsverbesserung. Die Pädagogischen Hochschulen werden sich deshalb künftig als Partner auch in der Lehrerfortbildung stärker als bisher einbringen.“ erklärte Schick:
Dies entspricht auch der Zielvorstellung der Pädagogischen Hochschulen, die betonen, dass sie sowohl in der Stärkung der Bildungsforschung als auch in der Weiterbildung zentrale Kernaufgaben sehen.

 

Letter of Intent



 
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