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Übergang von der Schule in den Beruf verbessern

Internationales Forschungsprojekt Brücke unter Leitung der PH Weingarten erhebt Daten rund um den Bodensee


Weingarten – Wie gut werden Schüler auf den Berufseinstieg vorbereitet? Was tun die Schulen und Betriebe dafür und was kann man noch verbessern? Diese Fragen werden vor dem Hintergrund des sich anbahnenden Fachkräftemangels immer wichtiger. Das internationale Forschungsprojekt Brücke unter Federführung der Pädagogischen Hochschule Weingarten untersucht jetzt den Ist-Zustand in der Bodenseeregion und will ein Handbuch für den Übergang von Schule-Beruf erarbeiten.


„Bisher gab es keine Daten darüber, wie Berufsorientierung in den einzelnen Bundesländern und Kantonen rund um den Bodensee funktioniert. Ebenso weiß man zu wenig über die Mobilität der Schüler bei der Suche nach Ausbildungsplätzen, über die helfenden Partner der Schulen und über länderübergreifende Kooperationen“, erklärt Projektleiter und Prorektor für Forschung, Professor Dr. Joachim Rottmann die Hintergründe.


Im Zuge des Forschungsprojektes, das im September begonnenen hat, werden nun die Rahmenbedingungen, Probleme und Problembewältigungsstrategien von Schulen, Organisationen und Betrieben in der internationalen Bodenseeregion näher untersucht. Dazu werden derzeit rund um den Bodensee alle Hauptschulen, Werkrealschulen, Mittelschulen und Realschulen sowie 1000 Ausbildungsbetriebe zu allen Aktivitäten, die der Berufsorientierung und einem gelingenden Übergang in eine betriebliche Ausbildung dienen, angeschrieben und befragt.


Projektziel ist die Entwicklung von Grundlagen zur Weiterentwicklung der Übergangssysteme von Schulen der Sekundarstufe I in den Beruf. Dazu sollen neben dem Forschungsbericht auch ein Praxishandbuch mit guten Beispielen (Good-Practice-Handbuch) aus der internationalen Bodenseeregion sowie eine internationale Tagung beitragen.


„Die Ergebnisse sollen zum einen die besonderen Leistungen und Bedürfnisse von Schulleitungen, Lehrern und Betrieben herausarbeiten, ihnen zum anderen aber auch Anregungen und positive Beispiele zur Unterstützung der Schüler bei der Berufsorientierung und dem Berufseinstieg an die Hand geben“, erklärt Rottmann.
Eine so groß angelegte und grenzübergreifende Untersuchung ist natürlich nicht ohne internationale Partner möglich. Die Pädagogischen Hochschulen Vorarlberg, St. Gallen und Thurgau sowie das Zürcher Hochschulinstitut für Schulpädagogik und Fachdidaktik (ZHSF) der Universität Zürich, der Pädagogischen Hochschule Zürich und der Eidgenössisch Technischen Hochschule Zürich und schließlich das BIFO Vorarlberg sind als Projektpartner mit im Boot. Finanziell unterstützt wird das Projekt durch die Internationale Bodenseehochschule (IBH) und die Robert-Bosch-Stiftung.


Bis Sommer 2012 sollen dann die Ergebnisse der Befragungen vorliegen. Zunächst appelliert Rottmann jedoch an die Schulen und Betriebe, sich möglichst zahlreich an der Erhebung zu beteiligen und die zugesendeten Fragebögen auszufüllen. Auf der Projektwebsite www.brücke-bodensee.info  gibt es auch eine elektronische Version des Fragebogens.



 
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