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Verlängerung der Regelstudienzeit für Grundschullehrkräfte

Eigenständiges Grundschullehramt und Verlängerung der Regelstudienzeit für Grundschullehrkräfte

(Presseerklärung der Landesrektorenkonferenz der Pädagogischen Hochschulen Baden-Württemberg)

Im April 2008 fiel der Startschuss zur Reform der Lehrämter in Baden-Württemberg. Kultus- und Wissenschaftsministerium, Pädagogische Hochschulen und die Staatlichen Seminare diskutier-ten zentrale Eckpunkte.

Nun sind erste wichtige Ergebnisse zu vermelden: Der neue baden-württembergische Minister-präsident Stefan Mappus (CDU) will, so seine Aussage bei der ersten Regierungserklärung, bei Kindern und Bildung nicht sparen. Es wird ein eigenständiges Grundschullehramt eingeführt und alle Lehrämter weisen eine Mindeststudiendauer von 8 Semestern auf.

Prof. Dr. Martin Fix (PH Ludwigsburg), Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Pädago-gischen Hochschulen und Prof. Dr. Ulrich Druwe, Leiter der Projektgruppe „Reform der Lehräm-ter“ und Rektor der Pädagogischen Hochschule Freiburg, sind hoch erfreut über diese Ent-scheidung, der intensive Verhandlungen mit den bildungspolitischen Sprechern der Regierungsparteien, Dr. Birgit Arnold (FDP) und Volker Schebesta (CDU) sowie den Ministerien für Kultus und Wissenschaft vorausgingen.

Mit der Entscheidung, die Regelstudienzeit für Grundschullehrer/innen auf acht Semester zu erhöhen, ist auch die Anschlussfähigkeit an den Bologna-Prozess gewährleistet. Man ist dem politischen Vorhaben zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulwesens einen großen Schritt näher. Doch auch bundesweit hat diese Entscheidung eine wichtige Bedeutung. Die Möglichkeit einer Promotion für Primarlehrerinnen und -lehrer sowie die Vergleichbarkeit mit anderen Modellen der Lehrerbildung in Deutschland und die Anerkennung von Absolvent/innen des Lehramtes in Baden-Württemberg auch in anderen Bundesländern, in denen das Studium bereits länger war, ist nun gegeben. Der Gewinn besteht zudem in einer höheren diagnostischen Kompetenz, einem besseren Theorie-Praxis-Verhältnis, einer breiteren überfachlichen Basis, z.B. im Umgang mit Heterogenität, und der Chance, zwei Fächer zu vertiefen – nichts davon möchte man bei einer Grundschullehrerin/ einem Grundschullehrer vermissen. Damit wurde die Eingangsphase der Schulbildung deutlich aufgewertet.

Für die Pädagogischen Hochschulen bedeutet die Entscheidung seit der Einführung des Pro-motionsrechts in den Achtziger Jahren den größten Schritt nach vorne in der Anerkennung ihrer Arbeit als universitäre Lehrerbildungseinrichtungen.

Die Vorarbeiten können nun in einem nächsten Schritt in konkrete Prüfungsordnungen überführt werden. Ziel ist, dass die Neustrukturierung zum Wintersemester 2011/12 in Kraft treten kann.



Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Prof. Dr. Martin Fix
Vorsitzender der Landesrektorenkonferenzen der Pädagogischen Hochschulen
Rektor der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg
Reuteallee 46, 71634 Ludwigsburg

Tel.: 07141-140-201
E-Mail: Martin.Fix@vw.ph-ludwigsburg.de

Pressemitteilung vom 11.03.2010



 
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