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Wege nach Bologna

Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Europäischen Hochschulraum und damit zu einer Stärkung des Bildungsstandortes Bodensee sind Korrekturen an der Bologna-Reform notwendig. Am Montag nahm der Vorsitzende der Internationalen Bodensee-Hochschule IBH, Prof. Dr. Erwin Beck, am Bologna-Kongress der baden-württembergischen Landesregierung in Stuttgart. Heute zieht er sein Fazit:

„In den engagierten Gesprächsrunden wurden zentrale Probleme auf den Punkt gebracht und Lösungsvorschläge erörtert. So sollen Studiengänge zum Teil verlängert werden, beispielsweise durch einen vierjährigen Bachelor, da Studieren Zeit braucht. Die grosse Heterogenität der Studierenden ist die produktive Vielfalt einer Gesellschaft und muss genutzt werden. Hier liegen denn auch die Chancen der IBH. Als Verbund von unterschiedlichen Hochschultypen kann sie die gesamte Spannweite zwischen Hochschulbildung mit Berufsbefähigung bis zur universitären Bildung für den akademischen Nachwuchs in Forschung und Lehre abdecken.“

Beck hat auf Einladung von Wissenschaftsminister Frankenberg seine Erfahrungen aus der multinationalen Wissenschaftskooperation mit der Bologna-Reform eingebracht und Aspekte wie Prüfungsdichte, Flexibilität im Studium, Vergleichbarkeit und Anerkennung von Studienleistungen mit Studierenden und Experten aus dem In- und Ausland diskutiert.

Anerkennung von Studienleistungen erleichtern

Es sei spätestens auf dem Stuttgarter Kongress deutlich geworden, wo der Optimierungsbedarf von Bologna liege und worin das besondere Potential für die IBH als grenzüberschreitendem Hochschulverbund besteht, so der Vorsitzende und Rektor der PH des Kantons St. Gallen. Beck kündigt an, gemeinsam mit seinen 28 Amtskollegen im Verbund erste Massnahmen zu erörtern und konkrete Schritte zeitnah umzusetzen. Dazu sollen auf einer Klausurtagung am 28. Juni 2010 in Rorschach die Weichen für eine flexiblere Anerkennung von Studienleistungen innerhalb der Bodensee-Hochschulen und die Perspektiven für gemeinsame Studienabschlüsse gestellt werden. Bislang konnten diese sogenannten Joint- und Double Degrees, die Bologna für kooperative Studiengänge vorsieht, aufgrund der gesetzlichen Verschiedenartigkeiten in den Anrainerstaaten der Regio Bodensee nur schwer realisiert werden.

Im Unterschied zu den zehn gemeinsamen Studiengängen, die der Hochschulverbund bereits initiiert hat, bekommen Absolvierende eines Double-Degree-Studienganges von zwei Hochschulen einen anerkannten akademischen Grad und verbessern ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt durch frühzeitige, länderübergreifende Erfahrung und dank einem erweiterten Netzwerk.

In der grenzüberschreitenden Kooperation der IBH belebt die unterschiedliche Umsetzung der Bologna-Beschlüsse in den einzelnen Ländern den Wissenstransfer, der sich positiv auf Hochschulentwicklung am Bodensee auswirkt. Zudem hat die IBH günstige Voraussetzungen für Innovationen in der Hochschulbildung. Der Verbund kann zusammen mehr erreichen als ein einzelner Hochschulstandort mit seinen Landes- oder Kantonsvorschriften. Die Internationale Bodenseekonferenz (IBK) als finanzieller und politischer Träger ermöglicht hier ein grenzüberschreitendes Agieren unter ausserordentlich innovativen, entwicklungsorientierten Bedingungen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

Internationale Bodensee-Hochschule, Regina Lautenschläger, Tel.: +41(0)71-6770523

presse@bodenseehochschule.org
www.bodenseehochschule.org

 

Pressemitteilung vom 09.03.2010



 
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