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200 Lehrer zeigen Sportsgeist

Weingarten – Frisbee werfen, wilde Spiele, Musicaldance, Hip Hop, Volleyball, Schwimmen und und und – ein wirklich vielseitiges und abwechslungsreiches Programm erwartete die 200 Teilnehmer auf dem 9. Schulsportkongress an der Pädagogischen Hochschule in Weingarten.
Im Sportzentrum der PH, den Sporthallen der Oberstadtschule und auf dem Außengelände konnten sich Sportlehrer, Referendare, Erzieher und Studierende aus nah und fern am Freitag, 9. Oktober, in 31 Workshops über neue Trendsportarten und aktuelle Entwicklungen im Schulsport informieren und diese unter fachkundiger Anleitung am eigenen Leib ausprobieren. Die Weiterbildung wurde vom Deutschen Sportlehrerverband e.V. (DSLV), Landesverband Baden-Württemberg, in Kooperation mit der PH Weingarten organisiert.
Die Bedeutung des Schulsports vor dem Hintergrund zunehmender Gesundheitsprobleme und verbreiteten Übergewichts bei Kindern machte Weingartens Erster Bürgermeister Rainer Kapellen in seiner Begrüßung deutlich: „Im Grunde ist klar, nur über den Schulsport erreichen wir alle Kinder.“ Umso erstaunlicher, dass es dort offensichtlich deutliche Mängel gibt: So seien zum Beispiel Sportstunden aus den Lehrplänen gestrichen worden, etwa bei der Schulzeitverkürzung im achtjährigen Gymnasium (G8), wie die Organisatorin des Kongresses Birgitt Liegmann berichtet. Ab Klasse neun werde Sport dort nur noch zwei statt drei Stunden die Woche unterrichtet.
Auch in den Grundschulen laufe nicht alles nach Plan, fügt der DSLV-Landesvorsitzende Dr. Wolfgang Sigloch, hinzu. Weil es zu wenig Lehrer mit Sportausbildung gebe, werde der Sportunterricht oft von Fachfremden erteilt. An manchen Grundschulen gebe es keine einzige ausgebildete Sportfachkraft. Auch bei der Verkürzung des Studiums für das Lehramt wurden Sportstunden geopfert, so der Landesvorsitzende weiter. Schließlich könnten aufgrund von Lehrermangel oder Mangel an Sportstätten gar nicht alle Sportstunden wirklich erteilt werden. „Ich wäre schon zufrieden, wenn Sport so unterrichtet werden würde, wie es in den Bildungsplänen vorgeschrieben ist“, meint Sigloch.
Die 200 Sportlehrer und Referendare, die nach Weingarten gekommen sind, haben in jedem Fall bewiesen, dass Sie daran interessiert sind, einen möglichst guten Sportunterricht zu erteilen. „Regelmäßige Fort- und Weiterbildung sind ein Zeichen beruflicher Professionalität“, sagte Professor Dr. Stefan König, der für die Organisation vor Ort verantwortlich ist, bei der Begrüßung. „Mit Ihrer zahlreichen Teilnahme heute zeigen Sie, dass Sie äußerst professionell sind.“

PH Weingarten
Foto: Mit der Frisbee-Scheibe kann man viel Spaß und Abwechslung in den Sportunterricht bringen. Auf dem Schulsportkongress an der PH Weingarten lernten 200 Sportlehrer neue Ideen für ihren Unterricht kennen.

Pressemitteilung vom 16.10.2009

 
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