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„Wir wissen jetzt, wovon wir im Technikunterricht sprechen“

Weingarten – „Wir wussten nicht, was auf uns zukommt, aber es hat Spaß gemacht“, sagte Dominik Miller. Er und sieben weitere Studierende des Faches Technik an der Pädagogischen Hochschule Weingarten (PH) bauten im Rahmen eines Seminarkurses sechs elektrische Gitarren und zwei Bässe. Bei einer Präsentation mit Ausstellung im Ravensburger Musikhaus Lange stellten die Studenten unter Beweis, dass die Instrumente auch wirklich bestens funktionieren. Ralf Franz, einer der Gitarrenbauer und Mitglied der Band „Sir Price“, testete die Gitarren und Bässe live und mit großem Erfolg vor Publikum.

Vier Wochen am Stück waren die studentischen Gitarrenbauer, zu denen neben Dominik Miller und Ralf Franz auch Gunnar Wiktor, Alexander Hagen, Heidi Schumacher, Martin Stern, Christoph Schwarz und Andreas Miller gehörten, am Werk. Gebaut wurde in den PH-Werkstätten im Naturschutzzentrum. Den Studierenden standen ein Holz-Metallraum und ein Maschinenraum zur Verfügung. Unterstützt wurde das Projekt, dessen Organisation und Leitung Christian Schweizer, selbst noch PH-Student, übernommen hatte, vom Musikhaus Lange. Von dort erhielten die Gitarrenbauer nicht nur Zubehörteile, sondern auch so manchen kompetenten Rat. „Ein so tolles studentisches Projekt unterstützen wir gerne“, betonte Musikhaus-Inhaber Erich Lange. Die Endprodukte könnten sich sehen lassen, lobte der Musikexperte.

„Keiner von uns hatte Erfahrungen im Instrumentenbau“, berichteten die Studierenden. Nicht alle Kursteilnehmer spielen selbst Gitarre oder Bass. Ohne Christoph Schweizer, der die Planungen machte, die Studenten anleitete, selbst in den Werkstätten mit vor Ort war, viel Freizeit für das Projekt opferte und die Studierenden immer wieder motivierte, hätten sie, so ihre eigene Einschätzung, nicht durchgehalten: „Einen besseren Kapitän als ihn gibt es nicht.“ Die Gitarren und Bässe wurden von Grund auf gefertigt. Aus einem Stück Esche für den Korpus oder einem Ringelahorn-Brett für den Hals beispielsweise sollten professionelle Instrumente entstehen. Da wurde ausgesägt und gelötet, wurden Kabelkanäle gefräst, wurde die Halsbreite für den Halsstab bestimmt und wurden die Griffbrette bearbeitet. Kleben, Lackieren, die Positionierung der Mechaniken und zuletzt der Einbau der Elektronik – die acht Studierenden bewältigten alle Herausforderungen. „Der Gitarrenbaukurs bot uns die Chance, uns selbst zu verwirklichen und unsere individuellen Fähigkeiten auszutesten“, so Dominik Miller. Mit den aktuellen Bildungsplänen sei darüber hinaus auch der Schulbezug gegeben. Dort werde beispielsweise für die Realschule ein handlungs- und problemorientierter Unterricht, der exemplarische technische Inhalte vermittle, gefordert. Ein Techniklehrer sollte über entsprechende Kompetenzen in der technischen Grundbildung verfügen, bevor er diese an die Schüler weitergebe. Hierzu gehöre auch ein sinnvoller Umgang mit Werkzeugen. „Wir wissen jetzt, wovon wir im Technikunterricht sprechen“, so Dominik Miller.

Pressemitteilung vom: 14.07.2008

 
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