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Kollaboratives Arbeiten in einer neuen Dimension

Weingarten – „Mit dieser Einrichtung wird in der Mediendidaktik kollaboratives Arbeiten in einer neuen Dimension möglich“, schwärmt Professor Dr.-Ing. Wolfgang Müller, AG Mediendidaktik und Visualisierung an der Pädagogischen Hochschule Weingarten (PH). Müller spricht von dem neuen Lernlabor, das im W-Gebäude in der Leibniz-Straße eingerichtet und vom Wissenschaftsministerium gefördert wurde. Am Donnerstag, 10. Juli, wird es feierlich eröffnet.

Professor Müller kam im Herbst 2006 an die Pädagogische Hochschule. „Ich wollte eine neue Dimension des Lernens schaffen, die auf einer ganz eigenen Didaktik basiert“, sagt er. Herzstück der innovativen, Computer gestützten Technologie ist ein interaktives Whiteboard mit Rückprojektion und Full HD-Auflösung. Das Lernlabor besteht aus drei Räumen: einem Seminarraum, einem Raum für Video- und Audioschnitt und einem Raum für den Beamer der Rückprojektionswand. „Die an der PH praktizierte Technik der Rückprojektion in Verbindung mit voller HD-Auflösung und Stift-basierter Interaktion ist bislang für ein Lernlabor einmalig in Deutschland“, berichtet Müller. Sie habe den Vorteil, dass der Unterrichtende nie im Bild stehe. Um die räumliche Dreiteilung des Lernlabors zu erreichen, wurden Zwischenwände in den ehemaligen Raum W1.28 eingezogen. „Wir mussten warten, bis die baulichen Änderungen durchgeführt werden konnten“, so Müller, der das innovative Lernlabor konzipiert und innerhalb eines Jahres mit seinen Mitarbeitern und mit Unterstützung von Fachplanern umgesetzt hat. Dank der finanziellen Förderung durch das Ministerium habe die neue, rund 40.000 Euro teure Einrichtung den Hochschuletat nicht belastet, betont der Professor.

Das neue Lernlabor werde in erster Linie in der Mediendidaktik für den PH-Studiengang „Medien- und Bildungsmanagement“ genutzt, berichtet Müller. Auf dem Whiteboard kann nicht nur wie bei einer herkömmlichen Tafel mit einem speziellen Stift geschrieben werden. Die Ergebnisse können dann sofort ausgedruckt und den Lernenden zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus kann man über die elektronische Tafel auch Lernprogramme direkt im Unterricht einsetzen und Studierende können eigene Ergebnisse von ihrem Laptop kabellos auf der Tafel präsentieren. Unterricht kann so ganz anders gestaltet werden, etwa in der Mathematik, in der mit Hilfe geeigneter Software Mathematik interaktiv erfahrbar gemacht werden kann.

Studierende würden sowohl eine technische als auch eine didaktische Schulung durchlaufen, betont Müller. Im Zuge der Nutzung des Lernlabors gelte es dann Unterrichtsmethoden und Didaktikkonzepte weiterzuentwickeln. Einige Schul- und Lehrbuchverlage hätten sich bereits dieser Herausforderung gestellt und neue Lehrbücher herausgebracht. Erklärtes Endziel sei es, dass jede deutsche Schule in jedem Klassenzimmer über entsprechende Technologien zur Nutzung computergestützter Medien im Unterricht verfüge. Vereinzelt seien bereits mobile interaktive Tafeln einer älteren Generation im Einsatz. Die neue Technologie an der PH Weingarten kann jedoch aufgrund der viel höheren Auflösung und des besseren Kontrasts die Anforderungen für die Nutzung im Unterricht viel besser erfüllen. „England ist in Bezug auf die Nutzung interaktiver Tafeln schon viel weiter als wir“, berichtet Müller. Dort seien bereits 95 Prozent der Klassenzimmer mit einfachen Lösungen auf diesem Gebiet ausgestattet.

INFO: Am Donnerstag, 10. Juli, 16 Uhr, Festsaal im Schlossbau, wird das neue PH-Lernlabor eingeweiht. Den Festvortrag „eLearning heute – Herausforderungen und Lösungen“ hält Professor Dr.-Ing. Detlef Körner von der Universität Frankfurt. Danach stellt Professor Dr.-Ing. Wolfgang Müller „Das Lernlabor an der PH Weingarten“ vor. Anschließend wird der Einsatz des Lernlabors im W-Gebäude in der Leibnizstraße 3 demonstriert.
Infos unter: www.md-phw.de/lernlabor.

Pressemitteilung vom: 08.07.2008

 
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